Die bekannte Firma Boss hat drei Effekt-Pedale entwickelt, die den klassischen Fender-Sound reproduzieren. Mit diesen drei «Tretminen» ist es möglich, den zeitlosen Sound der Rock- Jazz- und vor allem Bluesmusiker der 50er und 60er Jahre zu reproduzieren. Von Joe Pass bis ZZ Top ist alles drin, aber auch Surf-Musik oder den Gitarrensound von Stevie Ray Vaughans langsamen Instrumentalstücken. Die Pedale emulieren den 59 Fender Bassmann, den 63 Fender Reverb und den 65 Fender Deluxe Reverb im Sound, und dazu kopieren sie auch die Optik der Amps der Blackface-Amps von Fender. Bei der Entwicklung der Pedale wurde mit Fender zusammengearbeitet, so dass die Pedale nun den offiziellen Schriftzug von Fender tragen.
Der umtriebige Konzertveranstalter wurde am 9. März 1930 in Pforzheim geboren. Er wurde zuerst als Organisator der American Folk Blues Festivals bekannt, die er zusammen mit Horst Lippmann ins Leben gerufen hatte. Mit ihm zusammen betrieb er die Konzertagentur Lippmann + Rau, die anfänglich vor allem Jazz- und Bluesanlässe managte, später erweiterte die Agentur sich auf Rock- und Popmusik. Mick Jagger soll einmal gesagt haben, Rau sei der Pate von uns allen und hat den Spruch Rock’n’Rau forever geprägt.
Trotzdem er vor allem durch die Zusammenarbeit mit so gut wie allen bedeutenden Künstlern der zeitgenössischen Musik bekannt geworden ist, lässt er sich nicht auf den Konzertveranstalter von Rock und Pop reduzieren. Kurze Zeit war er auch in der damals frisch gegründeten Grünen Partei tätig, für die er Politveranstaltungen organisierte. Rau ist noch immer aktiv und tritt als Gastdozent bei entsprechenden Hochschulen auf. Zu seinem 75. veröffentlichte er seine Autobiografie.
Ein Konzert von Don P. & The Blue Jags gab uns in der Redaktion von Bluesnews.ch endlich die Möglichkeit, die Band einmal live zu erleben. Ihr Auftritt in Zürichs neuem Blueslokal «Smeiley’s – Smart & Snazzy» im Februar war eine Gelegenheit, die Band mit dem druckvollen Texas-Blues aus der Nähe zu erleben. Und der Auftritt war wirklich ein Erlebnis: Spielfreude ohne Ende und wieder einmal die Erkenntnis, dass ein gut funktionierendes Power-Trio alles ist, was man braucht, um Spass zu haben.
Im Herbst 2003 setzten sich der Harpist Rolf Hediger und der Bassist Markus Zingg zusammen und beschlossen dem Blues auf Luzerner Art Ausdruck zu geben. In der Folge gründeten sie 2004 mit Ueli Frick (Gitarre, Gesang), Josef „Sepp“ Planzer (Keyboards) und Urs Hohler (Schlagzeug) die Band Whites & Blues. Zwischendurch gab es den einen oder anderen Wechsel: 2007 – 2009 spielte Rolf Blättler (Schlagzeug) mit und 2007 – 2009 Hans Peter Beeler (Gitarre). Inzwischen kamen Patricia Cossar als Sängerin, Paolo Cortese (ein Luzernbekannter Blues-)Gitarrist und Sänger, Willy Trezzini (Italo-Urner) am Schlagzeug, Bruno Mühl als Bassist und der erst 16-jährige Gitarrist Dominic Hirschi dazu.. Die Band spielt Cover-Songs von Canned Heat, Janis Joplin, Ana Popovic, AC/DC, Elmore James, Freddie King, Jimmy Reed, T-Bone Walker und anderen.
Wir haben an anderer Stelle bereits die 2006 erschienene CD I Can't Go Wrong besprochen. Im gleichen Jahr ist auch die Aufzeichnung eines Konzertes in Verona unter dem Titel Road Tracks, Morblus Live als DVD erschienen. Road Tracks deswegen, weil die Band viel tourt, eigentlich immer, wie Roberto in einem der Gespräche verrät. CD und DVD demonstrieren eindrücklich den Unterschied zwischen Studioproduktion und Livekonzert. Die Band zeichnet sich durch Spielfreude und Vielseitigkeit aus. Wer Morblus gehört hat und sie nicht live erleben konnte, sollte sich diese DVD ansehen. Umgekehrt macht die DVD Lust, Morblus mal live zu erleben. Die DVD ist im Grunde genommen nichts weiter als ein Konzertmitschnitt, abgesehen von kurzen Gesprächen zwischen den Tracks. Deswegen hat man auch das Gefühl, ein konzert zu erleben. Natürlich wird die DVD mit den üblichen Bonus Features erweitert: ein Interview mit Roberto Morbioli und Daniele Scala, Backstage Einblicke und zwei Bonus Tracks. Blues ist wie Medizin, zitiert Roberto Morbioli zwischen zwei Titeln Jesse Yawn, er heilt dich aber er kann dich töten. Der Blues auf dieser DVD heilt eindeutig.