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Bluesmasters from the past: Jesse Fuller
Geschrieben von Marc Redaktion Musik   
Jesse «Lone Cat» Fuller

Multiinstrumentalist, Erfinder, One-Man-Band, Arrangeur, Autor von Hits der Greatful Dead, Richie Heavens, Eric Clapton und vieler anderer: Jesse Fuller (1896–1976) war in jeder Hinsicht einzigartig. Jesse Fuller stammt aus einer Zeit, in der die musikalischen Genres noch nicht so klar definiert waren. Er spielte die Musik, die die Leute hören wollten: Musik zwischen Minstrel-Show und ländlicher Tanzmusik, allerdings häufig im Bluesschema I-IV-V. Seine Musik aber war fröhlich und hoffnungsvoll und beschwingt. Dass pralle Leben eben. In Fullers eigenem Leben gab es wenig Grund zur Fröhlichkeit, aber Fuller liess sich nicht unterkriegen. Er behielt den Kopf hoch und sang mit grosser Musikalität und Würde, auch als er zum lebenden Fossil geworden war.


mehr zum Thema: Bluesmasters from the past: Jesse Fuller

 
Interview mit Sean Carney
Geschrieben von Rolf Redaktionsleitung   

Nicht, dass man daraus eine sichere Regel machen könnte, aber es zeigt sich oft: Gerade besonders talentierte Musiker sind oft auch besonders angenehme, offene und charmante Personen, fern von allen Allüren. Das gilt auch für Sean Carney, mit dem wir am Morgen seines Auftritts am Piazza Blues 2010 ein wenig plaudern konnten. Sein Set eröffnete das diesjährige Piazza Blues in Bellinzona.

mehr zum Thema: Interview mit Sean Carney

 
Piazza Blues 2010 - Sean Carney Band
Geschrieben von Rolf Redaktionsleitung   
Beeindruckender Start

2010 erhielt das Piazza Blues Festival in Bellinzona den Keeping the Blues Alive Preis. Das beflügelt und verpflichtet gleichzeitig. Erwartet werden an einem Festival Highlights und die gab es. Es gelang Fritz Jakober, dem künstlerischen Direktor des Festivals, ein Lineup zusammen zu stellen, das sowohl grosse Namen, als auch neue, in der Schweiz bisher weniger bekannte Namen einschliesst, also genau das, was man sich von einem Festival erhofft.

Dieses Mal war die Ausbeute besonders hoch. Bereits am ersten Abend eröffnete mit der Sean Carney Band einer der neuen erfrischenden amerikanischen Bluesgitarristen das Festival. Obwohl Sean Carney seit einigen Jahren auch in Europa auf Tour ist und auch in der Schweiz aufgetreten ist, hat er bisher nicht den Bekanntheitsgrad, den er eigentlich verdient.Er wurde 2007 mit Preisen ausgezeichnet: dem Albert King Preis als bester Gitarrist, er gewann ausserdem die International Blues Challenge, sowie den Preis als beste Band in Ohio. Sean Carney (36) pflegt einen klassischen Gitarrenstil ohne Mätzchen und ohne technische Spielereien. 

Wir haben mit Sean vor seinem Auftritt
gesprochen. Das Interview kann man hier nachlesen.

mehr zum Thema: Piazza Blues 2010 - Sean Carney Band

 
Philip Walker gestorben
Geschrieben von Webmaster   
Heute morgen (22.7.2010) ist Philip Walker gestorben. Er kam am 15. März 1937 in Welsh, Louisiana zur Welt. Er stammte aus einem typischen Sharecropper Milieu. Die Familie zog, als er acht jahre alt war, nach Texas. Dort erkrankte sein Vater als er zwölf Jahre alt war und als älterer Sohn musste er dessen Arbeit mit verrichten. Alle seine Onkel spielten Musik, so dass er von frühster Jugend an damit konfrontiert war. Clarence “Gatemouth” Brown war ein Cousin zweiten Grades von ihm. Er begann sein Spiel mit einer selbstgebauten Gitarre.

Er begann mit 15 Jahren in lokalen Bands mitzuspielen und spielte 1952 seine erste Aufnahme als Begleitung von Roscoe Gordon auf. Es folgte Zusammenarbeit mit Long John Hunter. 1999 veröffentlichte er eine CD bei Alligator Records mit dem Titel Lonestar Shootout, unter Mitwirkung von Lonnie Brooks, Long John Hunter und Ervin Charles.1955 tourte er mit seiner Blue Eagles Band, zusammen mit Fats Domino sowie Little Richard. Philip Walker war eher ein Live Musiker und deswegen gibt es nur etwas 10 Aufnahmen (LPs und CDs) von ihm, die letzte erschien 2007 unter dem Titel Going Back Home. Wer ihn kannte, bezeichnet ihn als sehr liebenswürdigen Menschen und grossen Musiker.

mehr zum Thema: Philip Walker gestorben

 
3. Konferenz der Europäischen Blues Union
Geschrieben von Rolf Redaktionsleitung   
Offizieller Start der Organisation

Vom 8. Bis 11. Juli 2010 fand parallel zum Bluesfestival in Hondarribia (Spanien) die dritte Konferenz der European Blues Union (EBU) mit über 40 Teilnehmern aus 15 europäischen Ländern statt. Diese Konferenz gilt als offizieller Start der Vereinigung. Während die ersten beiden Konferenzen der EBU (Parma 2008 und Notodden 2009) die Möglichkeiten und das Interesse ausloteten, bzw.  die Grundlagen erarbeiteten, wurden in dieser Konferenz die Statuten vorgestellt und Arbeitsgruppen gebildet, die nun dabei sind die vorgesehenen Ziele umzusetzen.

mehr zum Thema: 3. Konferenz der Europäischen Blues Union

 
DVD Rezension Taj Mahal Live at Ronnies
Geschrieben von Marc Redaktion Musik   

Karibischer Blues

In den Tagen der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 lernen wir eine Wahrheit: nicht die individuell überragenden Spieler sind wichtig, sondern die überragenden Kollektive. Anders verhält es sich bekanntlich auch in der Musik nicht: Erst das Kollektiv macht die Musik. Bluesnews bespricht heute eine DVD mit einer Konzertaufnahme von Taj Mahal aus dem Jahr 1988, jetzt aber neu aufgelegt. Sie zeigt einen spielfreudigen Headliner, begleitet von einer exzellent abgestimmten Band. Das Konzert ist ein Vergnügen, und der Regisseur der DVD lässt die Einstellungen lange genug wirken. Diese DVD groovt so richtig, und damit ist sie das Richtige für heisse Sommertage wie jetzt.

mehr zum Thema: DVD Rezension Taj Mahal Live at Ronnies

 
When Willie Makes Love
Geschrieben von Marc Redaktion Musik   
Ein Beispiel für Erotische Prahlereien in Bluestexten

Willie Dixon ist tausendfach bekannt als Komponist unsterblicher Klassiker wie Spoonful, I Just Want To Make Love to You, Smokestack Lightnin’ und natürlich Hoochie Coochie Man. Aber der Bassist und Arrangeur hinter vielen grossen Aufnahmen der Chess-Studios war auch selbst ein toller Sänger und vor allem Komponist von vielen weniger bekannten Stücken. Heute stellt Bluesnews ein eher unbekanntes Stück vor.

Viele Songs sind ja inzwischen auf Youtube hörbar oder können heruntergeladen werden. Meine Suche nach dem hier vorzustellenden Song aber blieb bisher erfolglos. Es handelt sich dabei um die weitgehend unbekannte Perle When I Make Love, der auf der CD I Think I Got The Blues erschienen ist. Dieser Song preist in bekannter Manier, die sexuellen Qualitäten des Sängers an. Willie Dixon hat mehrere solcher Songs geschrieben, auch 300 Pounds of Joy oder Built for Comfort sind Titel, in denen ein Mann unverhohlen mit seinen Fähigkeiten im Bett prahlt. Die Bekanntesten dieser Titel sind wohl Mannish Boy, Crawlin' King Snake, King Bee oder Hoochie Coochie Man.

mehr zum Thema: When Willie Makes Love

 
CD-Rezension Joe Bonamassa Black Rock
Geschrieben von Marc Redaktion Musik   

Alle Spielarten des Blues


Joe Bonamassa
hat mit Black Rock eine neue CD (bereits die zehnte!) herausgebracht, auf der er mit einem Trio (keyb, b, dr) als Begleitung nicht nur zeigt, dass er das Blues-Fach beherrscht, sondern sich als vielseitiger Musiker präsentiert, der die Grenzen des Genres auslotet und mitunter sprengt. Das Ziel ist gute Musik, nicht die einfache Zuordnung zu einem Genre, und so strahlt die neue Scheibe Lebensfreude ohne Ende aus, und mit einer erstaunlichen Bandbreite an Stilrichtungen sie ist vielleicht die beste, die er je gemacht hat. Die Wurzeln der Covers und der eigenen Songs bleiben bei Bonamassa klar im Blues, und diese sind fest und verleihen ihm Halt. Auf der CD sieht ein guter Freund als Special Guest vorbei: B.B. King singt auf einer Duett-Version von Willie Nelsons Evergreen Night Life.

mehr zum Thema: CD-Rezension Joe Bonamassa Black Rock

 
Monsterharp
Geschrieben von Webmaster   
Website für Harper

Eine interessante Website für Bluesharper ist monsterharp.de. Im wesentlichen ist es ein Onlineshop und bietet Mikrofone, Verstärker, Gehäuse und Harps an. Das Team um den Industriedesigner Peter Wessa entwickelt eigene Produkte, oder nimmt bestehende Fabrikate ins Sortiment auf, sofern sie den Qualitätsansprüchen des Teams genügen. Daneben gibt es links zu anderen wichtigen Harp Sites, einige Playalongs als MP3 zum herunterladen und üben, sowie Informationen zur Spieltechnik. Diese sollen - wie auch die ganze Website, die im Aufbau ist - noch erweitert werden. Es wendet sich an erfahrene Harper, als auch an Anfänger, für die Komplettlösungen angeboten werden.

mehr zum Thema: Monsterharp

 
Little Feat in Zürich
Geschrieben von Webmaster   
Einziges Konzert in der Schweiz!

Mit Ihrer Mischung aus Folk, Blues, Rock n Roll, Country und Fusion Jazz Elementen haben Little Feat einen unverwechselbarem Stil kreiert, der sie bei allen Freunden der jeweiligen Musikrichtung gleichermassen beliebt macht. Seit sie 1979 mit ihrem Smashhit Dixie Chicken den internationalen Durchbruch schafften, gelten sie als eine der besten Bands ihrer Art. Das aktuelle Lineup besteht aus Paul Barrere (Gitarre, Gesang); Sam Clayton (Perkussion, Gesang); Kenny Gradney (Bass); Richie Hayward (Schlagzeug, Gesang); Bill Payne (Keyboards, Gesang); Fred Tackett (Gitarre, Gesang, Mandoline, Trompete) und Gabe Ford (Interim Schlagzeug). Gabe Ford ersetzt Richie Hayward, der aus gesundheitlichen Gründen nicht auftreten kann. Für das aktuelle Konzert in der Schweiz verlosen wir 1 mal 2 Tickets.

mehr zum Thema: Little Feat in Zürich

 
Biographie John Mayall
Geschrieben von Rolf Redaktionsleitung   

Erste vollständige Biographie

Aufruf zur Mithilfe


Freunde von John Mayall, gute Nachrichten! Dinu Logoz arbeitet seit einiger Zeit an einer Biographie John Mayalls, dem Doyen des englischen Blues. Der Arbeitstitel ist: John Mayall, The Blues Crusader und die Arbeiten daran werden in etwa zwei Jahren abgeschlossen sein. Das Buch wird in englischer Sprache erscheinen. Unseres Wissens gibt es bisher keine vernünftige Publikation über diesen wichtigen Musiker und Förderer des Bluesrevivals in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, dessen Wirken weit über die britische, wahrscheinlich sogar über die europäische Blueszene hinaus geht.
Neben einigen DVDs zum Thema wäre hier John Mayall: Blues Breaker (Sanctuary Publishing, Ltd.; 1996, ISBN-10: 1860741290) zu nennen, das sich aber nur zu kleinem Teil mit John Mayall selbst beschäftigt, sondern die Entwicklung der britischen Blueszene und Mayalls Protégés (Clapton, Green) ins Zentrum stellt. Die bereits in den 90er Jahren angekündigte Autobiographie Mayalls lässt ebenfalls auf sich warten. In diesem Artikel folgt eine Vorschau auf den Inhalt und ein Aufruf zu Objekten, die dringend gesucht werden.

mehr zum Thema: Biographie John Mayall

 
Sierre Blues Festival 2010
Geschrieben von Rolf Redaktionsleitung   
Prallvolles Lineup

Erst zum zweiten Mal findet vom 26. Bis 29. August 2010 das Sierre Blues Festival statt und wartet mit einem beeindruckend attraktiven Programm auf. Sowohl internationale, als auch nationale Bands werden zu hören und sehen sein. Gut zusammengestellt dürfte Sierre in diesem Jahr eines der interessanten Festivals anbieten.Die Auswahl trägt ein Stück weit die Handschrift Fritz Jakobers, der als künstlerischer Berater für das Festival gewonnen werden konnte.

Canned Heat, eine Band die im Laufe ihrer bewegten Geschichte kaum länger als zwei Jahre in derselben Besetzung auftrat, kann trotzdem für sich in Anspruch nehmen, mit Larry Taylor, Fito de la Parra, Harvey Mandel und Dale Spalding mindestens 3 Mitglieder der Gründerjahre zu präsentieren und damit Erinnerungen an Woodstock ins Wallis zu bringen.

 

mehr zum Thema: Sierre Blues Festival 2010

 
Marco Marchi & The Mojo Workers - Listenin To My Soul
Geschrieben von Marc Redaktion Musik   
Roots Blues vom Feinsten

Bei der Beschäftigung mit diesem Tessiner Blues-Trio entsteht bald eine Vermutung: Marco Marchi hat keine Zeit. Die Bandwebsite ist «under construction» und die Myspace-Seite des Tessiner Roots-Blues-Trios Marco Marchi & the Mojo Workers ist auf die Schnelle zusammengenagelt worden, und müsste eigentlich mal überarbeitet werden: Die englischsprachige Selbstvorstellung ist ziemlich holprig formuliert. Aber Marco Marchi hat keine Zeit für Dinge wie Websites oder Texte. Denn Marco Marchi beschäftigt sich anscheinend vor allem mit seinem Kerngeschäft: Playing the Blues. Er ist mit jeder Faser seines Körpers Blues-Gitarrist und studiert eben liebe neue Arrangements als dass er den MySpace-Text überarbeitet, und das ist gut so.
 

mehr zum Thema: Marco Marchi & The Mojo Workers - Listenin To My Soul

 
DVD-Rezension Bluesland - A Portrait in American Music
Geschrieben von Marc Redaktion Musik   

Too Many Names

Die DVD Bluesland - A Portrait in American Music ist 2010 als Teil der Reihe Masters of American Music in einer Neuauflage erschienen und wird im Fachhandel als neue Blues-Doku angepriesen. Bluesnews.ch hat sich die DVD angesehen und war nicht sonderlich begeistert: In schöner ab langweiliger Form von konstantem name dropping werden die hinlänglich bekannten Stationen der Ahnenforschung der Blues-Musik abgearbeitet. Trotzdem kann die Dokumentation für manche sehr ansprechend sein, und die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Immerhin gibt es Filmaufnahmen vieler alter Bluesmen zu sehen und zumindest einen wirklich anregenden Gedanken in Bluesland.

 

mehr zum Thema: DVD-Rezension Bluesland - A Portrait in American Music

 
Schlussabend des 5. Geneva Blues Summit
Geschrieben von Rolf Redaktionsleitung   
Backstroke Blues Band, Raphael Wressnig und Rick Estrin begeistern

Der dritte und letzte Abend des Festivals begann mit einem Auftritt der Backstroke Blues Band, der Laurent Gilliéron Gelegenheit gab, selbst in die Saiten zu greifen. Trotz offensichtlichem Unwohlsein liess er es sich nehmen, aufzutreten. Die Backstroke Bluesband besteht aus:   Valérie "Snow White" Biselx (Gesang), Laurent "Hat-Trick" Gilliéron (Gitarre), Patrick "Mr. Groove" Pégaitaz (Bass) und Jean-Christian "Boom Boom" Barben (Schlagzeug). Die Band ist seit 1996 unterwegs und eine bekannte und beliebte Formation in der Calvinstadt und darüber hinaus. Sie leitet ihren Namen von einem Albert Collins Song ab und gibt Einflüsse unter anderem von Anson Funderburgh, Ronnie Earl, Duke Robillard, Little Charlie & The Nightcats, Smokin' Joe Kubek, T-Bone Walker, Darrell Nulisch und Dave Specter an.

mehr zum Thema: Schlussabend des 5. Geneva Blues Summit

 
Henrik Freischlader im Galery Pratteln
Geschrieben von Rolf Redaktionsleitung   
exbluesiver Start im Dreyeckland

Auf seiner Schweiz Tour im Mai 2010 trat Henrik Freischlader am 14. Mai in der Galery Music Bar in Pratteln auf. Das Konzert wurde als erstes Konzert des exbluesive - Bluesclub im Dreyeckland organisiert, der gerade dabei ist, sich zu formieren, um im Grossraum Basel regelmässig Blueskonzerte durchzuführen. Wir werden noch ausführlich über den neuen Club berichten.

Die Galery Music Bar in Pratteln ist ein Lokal, das sich ausgezeichnet für diese Art von Anlässen eignet, das Ambiente ist angenehm und die Lage günstig. Trotzdem ist ein erstes Konzert immer auch ein kleines Abenteuer, umso erfreulicher, dass der Abend sehr gut besucht war, Henrik Freischlader hat offenbar genügend Bluesfreunde in der Schweiz, was auch nicht erstaunt, denn zweifellos gehört er zum Besten, das die deutsche Bluesszene zu bieten hat und auch die Galery hat sich inzwischen als Musiklokal etabliert. Kokett staunte er bei der Ansprache über seine Bekanntheit in der Schweiz.

mehr zum Thema: Henrik Freischlader im Galery Pratteln

 
JW Jones Band
Geschrieben von Rolf Redaktionsleitung   
Kanadas Top-Bluestalent am 5. Geneva Blues Summit

Mit der JW Jones Band bewies Laurent Gilliéron sein Gespür dafür, wo die Trends im aktuellen Blues liegen. Unter den jungen, neuen Bluesgitarristen gehört JW. Jones zweifellos zu den herausragenden jungen Talenten. Nicht umsonst wurde er für zwei Maple Blues Awards nominiert, ein Preis, der etwa dem Grammy entspricht. Seine stupenden Soli sind ein Feuerwerk an Spielarten und Einfällen, die er mit lässiger Selbstverständlichkeit aus dem Ärmel schüttelt. Dabei zitiert er augenzwinkernd andere Gitarristen und Stile, die er in sein Spiel ein streut. T-Bone Walker, SRV, Jimmie Vaughan, BB King, Buddy Guy, Robert Cray, oder auch Duke Robillard klingen an, ohne dass deren Stile zum Klischee  werden. Sein handwerkliches Können und sein Spielwitz sind beeindruckend. Er ist allerdings in erster Linie Gitarrist und nicht Sänger, versucht aber gar nicht erst, mit einer «Bluesstimme» zu singen. Seine Stimme ist aber durchaus sympathisch und seine Texte frisch und modern.

mehr zum Thema: JW Jones Band

 
Bluecerne
Geschrieben von Rolf Redaktionsleitung   
Toller Auftritt der Luzerner am 5. Geneva Blues Summit

Bluecerne ist eine Amateurband mit professionellem Niveau.  Die Luzerner Band ist seit 2000 fast unverändert zusammen, was sich in ihrer Show bemerkbar macht. Gut aufeinander eingespielt bieten sie einen reifen Sound und sauber arrangierte Songs, die sich zwar durchaus an Vorbildern orientieren, aber immer eigenständig bleiben. Ihr Repertoire ist breit, mit einem Schwerpunkt im R&B und Soul. Butterweiche, herrlich langsame Titel wechseln sich ab mit temporeichen Shuffles.

An diesem Abend spielten: Renato Cazzaniga (Gesang), Heinz "Moby" Arnold (Piano), Roli Mosimann (Gitarre), Michi Bütikofer (Bass), Pit Furrer (Schlagzeug), Patrick Röösli (Tenorsax) und Beda Wenk (Trompete).

mehr zum Thema: Bluecerne

 
Marco Marchi and The Mojo Workers
Geschrieben von Rolf Redaktionsleitung   
Roots Blues Trio am 5. Geneva Blues Summit

Im ersten Set des zweiten Abends entführte Marco Marchi & The Mojo Workers das Publikum ins Mississippi Delta des vorigen Jahrhunderts. Die 2009 gegründete Band mit Marco Marchi (Gitarre), Claudio Egli (Harp) und Matteo Mazza (drums und Percussion) boten aufregenden akustischen Blues Ihr Konzept ist es, die Perlen klassischer Bluessongs in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Sie schliessen dabei in etwa den Zeitraum vom Deltablues bis zu den ersten Jahren des Chicago Blues ein. Dabei geht es nicht etwa um eine historische oder gar museale Interpretation, sondern darum die Kraft dieser Songs zu spüren und zu erleben. Tatsächlich klingt es frisch und vital.

mehr zum Thema: Marco Marchi and The Mojo Workers

 
Blues Masters from the Past - Fenton Robinson
Geschrieben von Marc Redaktion Musik   
Mellow Fellow mit Killer-Touch

Wenn man mich fragen würde, wen ich gerne in einem Konzert erlebt hätte, so steht zweifelsohne Muddy Waters an oberster Stelle. Danach folgten vielleicht John Lee Hooker oder Freddie King. Auf jeden Fall aber in die Top Five würde es ein leider wenig bekannter Bluesman schaffen, der mit seiner sanften Stimme und seinem gefühlvollen Gitarrenspiel auch Jahrzehnte nach den relevanten Aufnahmen noch immer fasziniert: Fenton Robinson. Er lebte ein Leben für den Blues, aber leider zu oft auch eines angefüllt mit dem Blues.

mehr zum Thema: Blues Masters from the Past - Fenton Robinson

 
5. Geneva Blues Summit
Geschrieben von Webmaster   

Musikfestivals haben Konjunktur und das ist gut. Schliesslich freuen wir uns alle, wenn wir tolle Musik von guten Musikern geniessen können. Soweit es internationale Künstler sind, ist es für manchen sogar die einzige Möglichkeit, diese live zu erleben. Ist das Festival vor der Haustür – umso besser. Dass darunter auch jede Menge Bluesfestivals sind, freut uns als Bluesliebhaber besonders. So gibt es mittlerweile hierzulande etwa zehn Anlässe, die sich als Bluesfestival bezeichnen.

Es gilt allerdings aufzupassen: nicht überall, wo Blues drauf steht, ist auch Blues drin. Nicht jeder Musiker, der auch einen Blues spielen kann, ist dadurch auch gleich ein Bluesmusiker und mag er noch so bekannt sein. Warum deshalb an manchen Bluesfestivals Künstler engagiert werden, die zwar ihre Meriten durchaus erworben haben, jedoch auch bei grosszügiger Auslegung mit Blues wenig am Hut haben, ist schleierhaft. Das führt dann zu Umschreibungen wie: «Sie lassen sich auch von Stilgrenzen nicht abschrecken» oder ähnlichem. Eines der Bluesfestivals, das diesen Namen mit Sicherheit verdient, ist der Geneva Blues Summit , der dieses Jahr zum fünften und, wenn wir Pech haben, letzten Mal über die Bühne ging. Wir berichten über die Umstände des Festivals und natürlich auch über die Musik. Die entsprechenden Konzertbesprechungen folgen bald an dieser Stelle. Ausserdem haben wir Laurent Gilliéron, den Veranstalter zum Festival interviewt

mehr zum Thema: 5. Geneva Blues Summit

 
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