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Cab Calloway's Hepster's Dictionary
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
Ein Wörterbuch des Jive Talks

Cab Calloway ist Bluesfreunden vor allem in der Rolle des «Curtis» im 1980 gedrehten Films The Blues Brothers und seinem Auftritt mit seinem Smashhit «Minnie The Moocher» bekannt. Der Name geht auf Curtis Salgado zurück, der John Belushi bei den Vorbereitungen für das Drehbuch die Geschichte des Blues vermittelt hatte. Calloway war jedoch in den dreissiger und vierziger Jahre ein absoluter Topstar in der New Yorker Jazzszene und einer der ganz Grossen im legendären Cotton Club. Er inszenierte seine Bühnenshows mit spektakulären Tanzeinlagen und galt als einer der besten Entertainer seiner Zeit. Zudem hat er den Scatgesang popularisiert.

Weniger bekannt ist, dass Calloway 1939 unter dem Titel « Cab Calloway's Hepster's Dictionary: Language of Jive » ein Wörterbuch des «Jive Talks» (etwa: Jazz-Gerede. «Jive» steht aber auch als Synonym für einen Tanz und für Marihuana) veröffentlichte, in dem er fast 250 Slangausdrücke der Musiker in New Yorks Harlem erklärt. Es war das erste Wörterbuch, das von einem Schwarzen publiziert worden ist. 1944 erschien das «The New Cab Calloway's Hepsters Dictionary: Language of Jive», ein Update des Originals. In der 1944 gedrehten Musikkomödie «Sensations Of 1945» hatte Cab Calloway sogar einen Auftritt mit seinem Orchester, in welchem das Wörterbuch erklärt wird.

Natürlich ist die Umgangssprache einem steten Wandel unterworfen und ein Wörterbuch, das über siebzig Jahre alt ist, kann nicht aktuell sein. Leider wird das Wörterbuch nicht weiter gepflegt. Es bleibt jedoch ein interessantes Zeitdokument, auch wenn viele Ausdrücke heute nicht mehr verwendet.

 
Links

Cab Calloway's Hepster's Dictionary
Cab Calloway auf Wikipedia (D)
Cab Calloway auf Wikipedia (E)
Cab Calloway: «Minnie The Moocher» live im Apollo Theater auf Youtube
Cab Calloway: «Minnie The Moocher» aus «Blues Brothers» auf Youtube
Sensations Of 1945 auf Youtube

mehr zum Thema: Cab Calloway's Hepster's Dictionary

 
Yvonne Moore - BlueWisdom Vol. 2
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
Perlen

«BlueWisdom Vol. 2 ist» die Fortsetzung des 2012 erschienenen Albums «Blue Wisdom» der Sängerin Yvonne Moore. Sie ist der zweite Teil einer Reihe mit Perlen (Moore), welche die Künstlerin entdeckt und gesammelt hat. Es hat darunter Songs, die kaum bekannt sind, aber auch solche, die mal sehr populär waren, inzwischen aber etwas Staub angesetzt haben und zu einer Neuinterpretation geradezu einladen. Die meisten Songs wurden von Mat Callahan arrangiert, der hörbar sein Handwerk versteht. Die Arrangements von «Another Man Done Gone» und «Jack O’Diamond» besorgte Yvonne Moore. Die beiden haben Songs ausgesucht, die man teilweise in den Urversionen kaum mehr anhören würde, es sei denn, aus historischem Interesse. Tatsächlich ist es gelungen, den Glanz unter der Schicht aus Staub und Vergessen hervor zu holen. Wir sehen uns die Perlenkette mal näher an.

mehr zum Thema: Yvonne Moore - BlueWisdom Vol. 2

 
Curtis Salgado in Basel
Geschrieben von Webmaster   
Blues Music Award Gewinner im Volkshaus

2010 gewann er den Blues Music Award als bester Soulsänger, 2013 gleich in drei Kategorien:  B.B. King Entertainer, Soul Blues Album und erneut Soul Blues Male Artist. Mit insgesamt 12 Nominierungen und 5 Auszeichnungen gehört er zur ersten Liga der Blues Interpreten.

Lange Zeit konnte er krankheitshalber kaum touren und ist nun endlich wieder zurück. BluesNow! bringt ihn am 21. Juni 2013 für eine exklusives Konzert in der Schweiz ins Volkshaus Basel.

Curtis Salgado gehört zum Besten, was man zur Zeit im Soul und R&B erleben kann. Er steht für eine begeisternde Show und engagierte Interpretationen. Nicht verpassen!
 

mehr zum Thema: Curtis Salgado in Basel

 
Jessy Martens and Band Brand New Ride
Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik   

Volle Blues-Power, eine hammermässige Röhre am Mikrophon und ein dominantes Schlagzeug, das die Songs vorwärts treibt, das ist das Erfolgsrezept von Jessy Martens und ihrer Band. Die Band spielt harten Rock mit gelegentlichen, aber eher losen Anleihen im Blues. Damit kriegen sie einen kraftvollen Sound hin, der überzeugt. Die Hamburger Band, die erst 2010 gegründet wurde, hat als letztjähriger Gewinner des «Deutschen Rockpreis» sowie des «German Blues Award» im selben Jahr auch schon Anerkennung gefunden. Musikalisch hat die Band als Quintett mit Gitarre, Piano, Vocals und Rhythm Section ein gutes Format gefunden und die Arrangements sind schön und abwechslungsreich, die Gitarre und das Piano übernehmen die Instrumentalsoli, aber die Musik lebt in erster Linie von der Riesenstimme von Jessy Martens, die irgendwo zwischen Gianna Nannini und Janis Joplin anzusiedeln ist.

mehr zum Thema: Jessy Martens and Band Brand New Ride

 
Yvonne Moore
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
Vielseitig

Yvonne Moore begann ihre Laufbahn mit Blues und hat nun wieder zum Blues zurückgefunden. Dazwischen liegen Ausflüge in diverse andere Genres. Die Reise führte sie um die ganze Welt. Es liegt in der Natur neugieriger MusikerInnen, Grenzen zu finden und zu überwinden, Neues zu suchen. Wer dabei verankert bleibt mit seiner Musik, der hilft mit, diese weiter zu entwickeln. Yvonne Moore sieht sich als Bluessängerin, aber nicht nur. Wir stellen die facettenreiche Künstlerin vor.

mehr zum Thema: Yvonne Moore

 
Henning Pertiet Masterpieces Vol 1
Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik   
Ein wahrer Meister

Die CD Masterpieces Vol. 1 des deutschen Pianisten Henning Pertiet ist reines Gold für Boogie-Woogie Puristen. Hier gibt es «nur» Solo-Klavier zu hören, nichts sonst, aber das auf allerhöchstem Niveau. Und so ist die scheinbare Vermessenheit, sich selbst im Titel als ein Meister am Klavier zu bezeichnen, alles andere als unbegründet. Sehr viel besser kann man nicht Boogie-Woogie-Piano spielen, wobei der Hamburger Tastenkönner nicht auf Boogie Woogie reduziert werden kann, zu vielfätig sind die musikalischen Einflüsse, die er verarbeitet. Eine wirklich reife Leistung und eine Verneigung vor den Meistern des Genres, in deren Reihe er sich zu Recht stellt. Hoffen wir, dass noch viele Masterpieces das Licht der Welt erblicken. Der Verlag «Stormy Monday Records» aus dem Norddeutschen Kornwestheim hat eine tolle Veröffentlichung gemacht. Die CD kann hier bestellt werden. 

mehr zum Thema: Henning Pertiet Masterpieces Vol 1

 
Clay Swafford - Rooster
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
Pinetops Urenkel

Liebhaber grossartigen Pianospiels aufgepasst, genau darauf habt Ihr gewartet: Clay Swafford, der Shooting Star der amerikanischen Pianoblues Szene, hat sein Debutalbum «Rooster» veröffentlicht. Die CD Taufe fand am 11. Mai 2013 an würdigem Ort im Ground Zero Blues Club in Clarksdale statt. Clay spielt auf einem alten Weber Klavier ohne elektronischen Firlefanz, wodurch das Album die genuine Atmosphäre einer Rent Party einfängt. Heraus gekommen ist eine Scheibe, die man lange Zeit nicht mehr aus dem CD Spieler nimmt, nachdem man sie das erste Mal eingelegt hat. Da stimmt einfach alles: Die Stimmung, die Songs, das Lineup und vor allem die Leidenschaft, das Gefühl und das Können des erst 30 jährigen Pianisten.

 

mehr zum Thema: Clay Swafford - Rooster

 
Clay Swafford
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
Kurzportrait und Interview
Interview: Maja Arnold

Talente scheinen sich immer rascher zu zeigen. Jedenfalls gibt es viele, ziemlich junge Nachwuchstalente, die früh durch grosses Können auffallen und sie werden immer jünger. Da gehört der 1983 geborene Clay Swafford beinahe schon zu den Oldies. Er ist gerade dabei, die Blueswelt zu erobern. Nun, es gibt noch nicht viel über ihn zu berichten, aber das

Little Red Clay oder auch Rooster, wie er wegen seines Rotschopfs auch genannt wird, stammt aus Providence, Alabama, einem winzigen Ort mit weniger als fünfhundert Einwohnern. Im Elternhaus wurde kirchliche Musik, Countrymusik und Bluegrass gespielt. Er lernte früh Klavierspielen und begann mit fünfzehn, sich für den Blues zu begeistern. Ein Jahr später nahm er am Pinetop Perkins Homecoming Festival in Clarksdale teil. 2007 drehte Gregory Sabatino die TV Dokumentation «Falsifyin‘». Darin wird der Boogie Woogie als Bindeglied zwischen Blues und Rock ‚n‘ Roll ausgeleuchtet. Als Pianisten wurden Jerry Lee Lewis, Pinetop Perkins, Marcia Ball, Henry Gray und – ja genau dieser Clay Swafford ausgesucht. Das demonstriert, welches Können man in diesem jungen Mann sah, von welchem Pinetop Perkins sagte: «…ich habe zehn Finger, er scheint zwanzig zu haben.»

mehr zum Thema: Clay Swafford

 
John Nemeth Blues Live und Soul Live
Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik   
Wow Wow Wow!!!

Liebhaber des Westside-Blues aufgepasst! Es gibt einen jungen Musiker der die Flamme des West-Side-Blues weiterträgt: John Németh, ein Musiker, der Anfang des neuen Jahrtausends aus Idaho loszog und der mit seiner mitreissenden Art, den Chicago-Blues zu interpretieren eine grosse Karriere vor sich hat. Um das zu wissen braucht man keine Kristallkugel, da reicht ein Paar Ohren. Was er auf einem Paar im Eigenverlag herausgebrachten Live-CDs zeigt, ist aufregend, begeisternd, beglückend und einfach Song für Song ein Vergnügen. Blues Live und Soul Live heissen die beiden CDs mit 13, bzw. zwölf Titeln und einer Gesamtlaufzeit von 2 Stunden. John Németh wringt sich in den 25 Titeln seine Seele aus, um auch noch die innerste Regung nach aussen zu kehren. Dazu benutzt er eine Bluesharp, wie sie seit dem Tod von Junior Wells nicht mehr zu hören war und vor allem seinen Gesang. Der Mann singt wie ein Bluesengel, mit einer schön anzuhörenden Stimme, die zudem bewundernswert variabel ist: Soul, Rock’n’Roll, Funk ist aller drin und sein Soul-Bluesgesang fast von Howlin Wolf bis fast zu Al Green haut einen schlicht um.

mehr zum Thema: John Nemeth Blues Live und Soul Live

 
Bluesfestival Baden 2013
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
Jubiläumsausgabe

Samstag, 25. Mai 2013: Das eigens zum Jubiläum gebraute Bier ist ausgetrunken. 10 Jahre konnte das Festival 2013 feiern und entsprechend viel Mühe haben sich die Veranstalter gegeben, ein würdiges Programm auf die Beine zu stellen. Bereits im Vorfeld gab es Einstimmungen mit der Streetband Improvisante und der Americana Band The Voyageurs, der zwölfköpfigen Band Ed Elastic, sowie der Wynavalley Oldtime Jazzband. Es folgte der Auftritt Philipp Fankhausers, der ebenfalls jubiliert und mit seiner «25 Years Anniversary Tour» unterwegs ist und für das Festival eine Spezialshow im Kurtheater aufführte. In der Festivalwochen schliesslich fanden die so genannten Beizenkonzerte statt, die neun Konzerte mit sieben Gruppen anboten. Eine üppige Einstimmung, fast schon ein kleines Festival.

Die beiden Hauptkonzerte  am 24./25. Mai 2013 im Nordportal schliesslich bildeten den Höhepunkt und musikalischen Abschluss des Festivals. Am Freitag eröffnete die Mojo Blues Band, die zum Urgestein der Bluesszene unseres Nachbarlandes gehört und so etwas wie die österreichische Bluesband schlechthin darstellt. Seit 1977 ist die von Erik Trauner gegründete Wiener Formation erfolgreich unterwegs und ist in dieser Zeit mit einer grossen Zahl von internationalen Stars aufgetreten. Sie spielten sich durch den Kanon des Chicago –Blues in seinen Variationen. Routiniert verstehen sie es, den klassischen Sound so exakt darzubieten, dass man sich wie in einer Zeitmaschine fühlt. Für Freunde dieser Stilepoche zweifellos ein Highlight.

mehr zum Thema: Bluesfestival Baden 2013

 
Swiss Jazz Award 2013
Geschrieben von Webmaster   
Erneut Blues- und Boogiemusiker nominiert

2011 hat er den Kleinen Prix Walo gewonnen. Nun ist der 1985 in Uster geborene Pianist Chris Conz zusammen mit der Swiss Yerba Buena Creole Rice Jazz Band und der Wolverines Jazz Band für den Swiss Jazz Award 2013 nominiert, der seit 2007 vom Radio Swiss Jazz und dem Sommerfestival JazzAscona verliehen wird. Der Boogie Woogie Pianist tritt sowohl solo, als auch im Duo oder Trio auf und ist ausserdem Mitglied der Bands The Royal Rhythms und Terry and The Hot Socks. Die Nominierungen sowie die Wahl erfolgen im Vorfeld des Festivals über ein Voting und während des Festivals durch das Publikum, ergänzt durch eine Fachjury. 2012 ging der Preis an Christina Jaccard & Dave Ruosch. Damit ist bereits zum zweiten Mal eine Formation im Wettbewerb, die in der Blues/Boogieszene zuhause ist. Der Award wird während des Festivals verliehen, das vom 21. bis 29. Juni 2013 stattfinden wird.

mehr zum Thema: Swiss Jazz Award 2013

 
24. Bluesfest Eutin - Bericht
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
4 Tage Blues

Ein Hauch von Jahrmarkt liegt über dem hübschen Marktplatz von Eutin, der Kreisstadt im Osten Schleswig-Holsteins. Es duftet nach allerlei deftigen und süssen Leckereien aus den Ständen vor der Häuserzeile aus Fachwerkhäusern und klassizistischen Bauten, die den historischen Marktplatz säumen. Mitten drin steht die Bühne, um die sich seit 1989 vier Tage lang alles um das Internationale Bluesfest Eutin dreht. Jeweils um 13 Uhr beginnt das Spektakel und bringt bis 23 Uhr vier bis fünf Bands auf die Bühne. Ab 23.30 Uhr verlagern sich die Aktivitäten ins Theater am Schloss, wo es mit dem Nightfestival mit offenem Ende weiter geht. Das Bluesfest ist eine gelungene Mischung aus Musikfestival und Volksfest: anspruchsvoll genug, um Bluesfreunde anzulocken und doch auch für Leute interessant, die bloss ein paar Stunden Spass bei guter Musik erleben möchten. Der Anlass lockt jährlich rund 15‘000 Besucher an, der Eintritt ist frei. Träger des Festivals ist der Verein Baltic Blues e.V. Ein besonderes Merkmal ist die Konzentration auf Musiker aus dem baltischen Raum und Skandinavien, wobei es den Veranstaltern um Helge Nickel und Barbara Block wichtig ist, neue Gesichter vorzustellen. Es gibt aber auch immer etablierte Künstler zu erleben. Ein attraktiver Mix aus Bekanntem und Neuem also.

Siebzehn Auftritte gab es im Verlauf des Festes. Eröffnet wurde es vom österreichischen Boogie Woogie Pianisten Robert Roth und der letzte Auftritt vor dem Finale gehörte der Blues-, Soul- und Gospelsängerin Wanda Johnson aus South Carolina, die mit «Shrimp City Slim» (Gary Erwin) und seiner Band auftrat. Dazwischen gab es ein farbiges Programm mit Stilarten zwischen Delta Blues und Bluesrock. Wir fassen zusammen, was auf dem Marktplatz so abging:

mehr zum Thema: 24. Bluesfest Eutin - Bericht

 
Hugh Laurie Didnt It Rain
Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik   
Der Bart ist ab

Hugh Laurie, der englische Schauspieler, der in der Serie «House» acht Staffeln lang Dr. Gregory House verkörperte, ist nicht nur Schauspieler, er ist auch Musiker. Der Mann spielt beeindruckend gut Klavier, und nach seiner ersten Veröffentlichung Let Them Talk folgt nun mit Didn’t it Rain eine weitere Sammlung von Old Time Klassikern, Musik aus der Jazz und Blues Tradition, also Roots Music im besten Sinne. Ob Hugh Laurie mit dieser zweiten Karriere versucht, sich neu zu erfinden oder ob er eine tiefere philosophische Botschaft damit bezweckt, vor allem scheint er vorzuhaben, Spass zu haben mit Songs, die sein ihn Leben lang begleiten. Bewirkte die erste CD bereits ein Aufhorchen, so ist die zweite noch einen Tick besser, selbstbewusster und stilsicherer. So sehr, dass sich die Frage aufdrängt, ob es sich bei dem Engländer Laurie nicht eigentlich primär um einen Musiker handelt, der zufällig auch der wichtigste Serienschauspieler einer gewissen Ära war. Der Bart ist ab, denn hier zeigt Hugh Laurie endgültig sein wahres Gesicht – das des Bluesman.

mehr zum Thema: Hugh Laurie Didnt It Rain

 
Moods Jazz & Blues Award 2013
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
Drei Bands nominiert

Mit dem Moods Jazz & Blues Award ruft das Moods einen eigenen Musikpreis ins Leben, der das Qualitäts-Gütesiegel des Jazzclubs trägt, wir berichteten in diesem Beitrag darüber. Carine Zuber, Gesamtleiterin/ Intendanz Moods; Harald Haerter. Musiker und Label-Manager von Unit Records und Raoul Björkenheim, finnischer Musiker/Gitarrist haben nun aus den Anmeldungen drei Bands nominiert, die am 4. Juni 2013 im Finale um diesen attraktiven Preis spielen werden. Bluesbands sind keine dabei.

Die Nominierten:

Der Moods Jazz & Blues Award ist kein Nachwuchspreis, er unterstützt Musiker ab 35 Jahren und richtet sich somit an professionelle Musiker, die an vielen Nachwuchswettbewerben nicht mehr teilnehmen können. Er soll etablierte und aktive Bands bzw. Musiker in Finnland und in der Schweiz unterstützen, die sich dank dem Preisgeld dem Fortgang ihrer musikalischen Karriere in den Bereichen Blues und Jazz widmen können. Die Preissumme beträgt insgesamt CHF 40‘000. Die Siegerband erhält CHF 25'000, der 2. Rang ist mit 10’000 Franken und der 3. Rang mit 5'000 dotiert.

mehr zum Thema: Moods Jazz & Blues Award 2013

 
Buddy Guy Interview
Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik   

Buddy Guy steht Rede und Antwort

Der kandische Sender CBC hat in der Sendung «Strombo» ein ausgedehntes zwanzigminütiges Interview mit Buddy Guy gezeigt. Darin erzählt dieser über sein Leben – wie er es in seiner Biographie ausführlich und gut tut. Aber auch über die alten Meister des Blues lässt der Moderator den Grandseigneur sprechen, über die Nacht der Ermordung Martin Luther Kings und seine Stellung als grosser Überlebender der Gründergeneration. Das Interview ist mit viel Respekt geführt und in vollem Bewusstsein der historischen Einzigartigkeit dieser Zeit, in der der Blues auch dem Süden nach Chicago kam und von dort über die gesamte Welt. Buddy Guy als Augenzeuge dieser Zeit ist ein angenehmer und spannender Gesprächspartner, der sich im Studio sichtlich wohl fühlt.

mehr zum Thema: Buddy Guy Interview

 
Dick Farrelly and Mat Walklate- Keep It Clean
Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik   

Es gibt Bands, die Blues-Titel covern, bei denen aber in Wirklichkeit kein Titel nach Blues klingt. Das Britisch-Irische Duo bestehend aus Gitarrist Dick Farrelly und Harp-Virtuose Mat Walklate zählt zum Gegenteil. Bei diesen zwei Musikern klingen selbst Jazztitel wie Duke Ellingtons C Jam Blues oder Milt Jacksons Bags Groove noch nach Deltablues. Das liegt hauptsächlich an der Instrumentierung aus akustischen Gitarre und Blues-Harp, doch hier sind nicht musikalische Wiedergänger von Sonny Terry und Brownie McGhee zu hören. Ferelly und Walklate interpretieren dieses zeitlose Duett aus Harp und Gitarre neu und aufregend. Ihr aktuelles Album Keep It Clean bietet grossartige Musik, voller Leidenschaft, Spielfreude und Witz. Und alles mit bemerkenswerter Virtuosität eingespielt.

Vergangenen Juli, also im Sommer 2012 traf der Engländer Dick Farelly den Irischen Bluessänger und Harp-Spieler Mat Walklate in einer Bar in Amsterdam, worauf sie zusammen jammten und so eine Zusammenarbeit begannen, aus der nun dieses Album mit dem Titel Keep it Clean und einem leider etwas lieblosen Cover hervorkam. Das Album wurde schnell eingespielt, in nur einem Tag, und die CD ist Zeuge einer wirklich beseelten Session. Auf den Bluestiteln spielt die Gitarre solide und vornehm zurückhaltend, auf den jazzigeren bietet Farelly stilsicheres «Chomping» der Gitarre in bester Tradition einer Big-Band-Gitarre à la Freddie Green. Die Harp is flamboyant, und das Duo passt perfekt zusammen, sie feuern sich an, wie Buddy Guy und Junior Wells das taten, wirklich eine Freude, das zu hören.

mehr zum Thema: Dick Farrelly and Mat Walklate- Keep It Clean

 
Blues Music Awards 2013
Geschrieben von Webmaster   
Die Gewinner

Die 34. Blues Music Awards wurden am 9. Mai 2013 in Memphis übergeben. Es gab kaum Überraschungen: Nach 2012 gewann Eric Bibb erneut den Preis als Acoustic Artist oft he Year, die Tedeschi Trucks Band wurde wieder Band of the Year, nebst einer Auszeichnung in zwei weiteren Kategorien. Auch Curtis Salgado konnte gleich in drei Kategorien punkten. Tab Benoit heimste dieses Mal den Preis als Contemporary Blues Male Artist, im letzten Jahr gewann er in den Kategorien B.B. King Entertainer und Contemporary Blues Album.  Je zwei Preise gewannen Janiva Magness und Michael Burks, der die Preisverleihung leider nicht mehr erleben konnte. Zwei Preise gingen nach Europa: Bear Family Records und Eagle Rock Entertainment, beide Deutschland. Zwei der Preisträger werden in der laufenden Saison auch in der Schweiz zu sehen sein. Blues Now! bringt Curtis Salgado und Rick Estrin im Juni bzw. August ins Volkshaus nach Basel und für die kommende Saison stehen die Mannish Boys und Victor Wainwright auf der Agenda, ebenfalls in der Konzertreihe von Blues Now!

mehr zum Thema: Blues Music Awards 2013

 
blues n jazz 2013 in Rapperswil
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
Dicht gepackt

Reichhaltig präsentiert sich das diesjährige Programm des Rapperswiler blues’n’jazz. Fünfundzwanzig Gruppen führen auf vier Bühnen insgesamt einundreissig Konzerte auf. Dementsprechend vielfältig sind die verschiedenen Aufführungen verteilt und da sich die vier Bühnen eine Spielzeit teilen müssen, muss man sich entscheiden, oder man bummelt von Bühne zu Bühne und lässt sich treiben – oder einfangen. Das Ambiente der Rosenstadt macht es leicht, das Ganze eine grosse Bühne zu empfinden. Stilistisch enthält das Festival ein breites Angebot von diversen Blues-Stilen und New Orleans Jazz, aber auch mutige Experimente. Wir fassen die Auftritte des Festivals hier zusammen und verweisen im Übrigen auf den besonders bemerkenswerten Webauftritt des Festivals, prallvoll mit Informationen über alle Formationen, Videoclips sowie Links zu den jeweiligen Websites der Künstler.

mehr zum Thema: blues n jazz 2013 in Rapperswil

 
Blues n Trouble Try Anything Twice
Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik   

Die schottische Formation Blues ‘n’ Trouble besteht seit runden 30 Jahren, wenn auch mit wechselndem Personal. Die aktuelle Veröffentlichung ist die erste seit neun Jahren. Sie enthält 13 Titel, darunter acht Eigenkompositionen und bietet fetzigen, groovigen Blues mit Blues-Harp und  Gitarre als hauptsächliche Solo-Instrumente. Gelegentliche musikalische Ausflüge in rockigere Stilverwandte tun dem Album gut, die CD bringt eine abwechslungsreiche Auswahl und die Gesangsstimme des Bandleaders Tim Elliott ist – insbesondere auf langsameren Nummern – grossartig.

mehr zum Thema: Blues n Trouble Try Anything Twice

 
Blues Debut
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
Das andere Internet Radio
Es gibt erfreulich viele neue Alben, aber wie behält man den Überblick über all die Neuerscheinungen? Natürlich gibt es Fachzeitschriften und alle Musikverlage bieten Newsletter und Websites, in der mächtigen Werbeflut fällt es jedoch oft schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Auch die Künstler selbst versorgen uns mit Neuem und die allermeisten unterhalten ebenfalls einen Newsletter Dienst und betreiben eigene Websites, aber erst mal muss man die Musiker kennen.  Neues zu entdecken, ist also mit grossem Aufwand verbunden, ganz abgesehen davon, dass man ja die neuen Alben auch anhören möchte.  Eine sprudelnde Quelle der Information ist das Internet mit seinen kaum mehr zu zählenden Stationen. Die meisten davon spielen sich durch das gesamte Angebot ihres Archivs, oder nudeln die diversen Billboards rauf und runter. Als Alternative hat sich Spotify ganz gut etabliert, verfolgt jedoch einen grundsätzlich anderen Ansatz, bietet aber zwangsläufig einiges an neuem Material, ist allerdings stilistisch weit gefasst.

mehr zum Thema: Blues Debut

 
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