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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Es gibt Bands, die Blues-Titel covern, bei denen aber in Wirklichkeit kein Titel nach Blues klingt. Das Britisch-Irische Duo bestehend aus Gitarrist Dick Farrelly und Harp-Virtuose Mat Walklate zählt zum Gegenteil. Bei diesen zwei Musikern klingen selbst Jazztitel wie Duke Ellingtons C Jam Blues oder Milt Jacksons Bags Groove noch nach Deltablues. Das liegt hauptsächlich an der Instrumentierung aus akustischen Gitarre und Blues-Harp, doch hier sind nicht musikalische Wiedergänger von Sonny Terry und Brownie McGhee zu hören. Ferelly und Walklate interpretieren dieses zeitlose Duett aus Harp und Gitarre neu und aufregend. Ihr aktuelles Album Keep It Clean bietet grossartige Musik, voller Leidenschaft, Spielfreude und Witz. Und alles mit bemerkenswerter Virtuosität eingespielt.
Vergangenen Juli, also im Sommer 2012 traf der Engländer Dick Farelly den Irischen Bluessänger und Harp-Spieler Mat Walklate in einer Bar in Amsterdam, worauf sie zusammen jammten und so eine Zusammenarbeit begannen, aus der nun dieses Album mit dem Titel Keep it Clean und einem leider etwas lieblosen Cover hervorkam. Das Album wurde schnell eingespielt, in nur einem Tag, und die CD ist Zeuge einer wirklich beseelten Session. Auf den Bluestiteln spielt die Gitarre solide und vornehm zurückhaltend, auf den jazzigeren bietet Farelly stilsicheres «Chomping» der Gitarre in bester Tradition einer Big-Band-Gitarre à la Freddie Green. Die Harp is flamboyant, und das Duo passt perfekt zusammen, sie feuern sich an, wie Buddy Guy und Junior Wells das taten, wirklich eine Freude, das zu hören.
mehr zum Thema: Dick Farrelly and Mat Walklate- Keep It Clean |
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Geschrieben von Webmaster
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Die Gewinner
Die 34. Blues Music Awards wurden am 9. Mai 2013 in Memphis übergeben. Es gab kaum Überraschungen: Nach 2012 gewann Eric Bibb erneut den Preis als Acoustic Artist oft he Year, die Tedeschi Trucks Band wurde wieder Band of the Year, nebst einer Auszeichnung in zwei weiteren Kategorien. Auch Curtis Salgado konnte gleich in drei Kategorien punkten. Tab Benoit heimste dieses Mal den Preis als Contemporary Blues Male Artist, im letzten Jahr gewann er in den Kategorien B.B. King Entertainer und Contemporary Blues Album. Je zwei Preise gewannen Janiva Magness und Michael Burks, der die Preisverleihung leider nicht mehr erleben konnte. Zwei Preise gingen nach Europa: Bear Family Records und Eagle Rock Entertainment, beide Deutschland. Zwei der Preisträger werden in der laufenden Saison auch in der Schweiz zu sehen sein. Blues Now! bringt Curtis Salgado und Rick Estrin im Juni bzw. August ins Volkshaus nach Basel und für die kommende Saison stehen die Mannish Boys und Victor Wainwright auf der Agenda, ebenfalls in der Konzertreihe von Blues Now!
mehr zum Thema: Blues Music Awards 2013 |
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Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung
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Dicht gepackt
Reichhaltig präsentiert sich das diesjährige Programm des Rapperswiler blues’n’jazz. Fünfundzwanzig Gruppen führen auf vier Bühnen insgesamt einundreissig Konzerte auf. Dementsprechend vielfältig sind die verschiedenen Aufführungen verteilt und da sich die vier Bühnen eine Spielzeit teilen müssen, muss man sich entscheiden, oder man bummelt von Bühne zu Bühne und lässt sich treiben – oder einfangen. Das Ambiente der Rosenstadt macht es leicht, das Ganze eine grosse Bühne zu empfinden. Stilistisch enthält das Festival ein breites Angebot von diversen Blues-Stilen und New Orleans Jazz, aber auch mutige Experimente. Wir fassen die Auftritte des Festivals hier zusammen und verweisen im Übrigen auf den besonders bemerkenswerten Webauftritt des Festivals, prallvoll mit Informationen über alle Formationen, Videoclips sowie Links zu den jeweiligen Websites der Künstler.
mehr zum Thema: blues n jazz 2013 in Rapperswil |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Die schottische Formation Blues ‘n’ Trouble besteht seit runden 30 Jahren, wenn auch mit wechselndem Personal. Die aktuelle Veröffentlichung ist die erste seit neun Jahren. Sie enthält 13 Titel, darunter acht Eigenkompositionen und bietet fetzigen, groovigen Blues mit Blues-Harp und Gitarre als hauptsächliche Solo-Instrumente. Gelegentliche musikalische Ausflüge in rockigere Stilverwandte tun dem Album gut, die CD bringt eine abwechslungsreiche Auswahl und die Gesangsstimme des Bandleaders Tim Elliott ist – insbesondere auf langsameren Nummern – grossartig. mehr zum Thema: Blues n Trouble Try Anything Twice |
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Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung
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Das andere Internet Radio
Es gibt erfreulich viele neue Alben, aber wie behält man den Überblick über all die Neuerscheinungen? Natürlich gibt es Fachzeitschriften und alle Musikverlage bieten Newsletter und Websites, in der mächtigen Werbeflut fällt es jedoch oft schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Auch die Künstler selbst versorgen uns mit Neuem und die allermeisten unterhalten ebenfalls einen Newsletter Dienst und betreiben eigene Websites, aber erst mal muss man die Musiker kennen. Neues zu entdecken, ist also mit grossem Aufwand verbunden, ganz abgesehen davon, dass man ja die neuen Alben auch anhören möchte. Eine sprudelnde Quelle der Information ist das Internet mit seinen kaum mehr zu zählenden Stationen. Die meisten davon spielen sich durch das gesamte Angebot ihres Archivs, oder nudeln die diversen Billboards rauf und runter. Als Alternative hat sich Spotify ganz gut etabliert, verfolgt jedoch einen grundsätzlich anderen Ansatz, bietet aber zwangsläufig einiges an neuem Material, ist allerdings stilistisch weit gefasst.mehr zum Thema: Blues Debut |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Ein Freund machte mich neulich auf die CD aufmerksam, die ich hier empfehlen möchte: Es ist eine Zusammenarbeit des malinesischen Gitarristen Ali Farka Touré und dem Amerikaner Ry Cooder, der das Album unter dem Titel Talking Timbuktu auch produzierte. Die Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1993 von einer Session während Tourés US-Tour. Die CD zählt gemeinhin zur Musikrichtung «World Music», also zur traditionellen Musik, in diesem Fall Musik aus Mali. Auf Talking Timbuktu gibt es gemeinsame Klänge von Cooder, der bekanntlich den Blues gut kennt und oft spielt, der aber auch eine Reihe anderer Musikstile pflegt mit einem wahren Star der afrikanischen Musik zu hören. Sein Gegenüber Ali Farka Touré (1939-2006), der die Aufnahmen musikalisch wesentlich prägt ist ein aus Mali stammender Gitarrist, der Übernamen «Bluesman of Africa» oder «König des Wüsten-Blues» trägt, weil sein ausgezeichnetes Solo Gitarrenspiel bluesig klingt und seine Kompositionen ebenso mit einfachen hypnotischen Riffs arbeiten wie Blues-Boogie-Songs. Und weil der Blues von der westafrikanischen Bänkelsänger-Tradition ebenso beeinflusst wurde wie von der Weissen Folksmusik schottisch-Irischer Prägung schwingt bei dieser CD mit, dass es sich um eine Art Rückführung des Blues nach Westafrika handelt.
mehr zum Thema: Ali Farka Toure und Ry Cooder Talking Timbuktu |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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«Ain’t Nothing but the Real Thing, Babe»
Richard Koechli zeigt auf seiner neuesten Veröffentlichung, der Live-Kompilation Still Howlin‘, wieso er vollkommen zu Recht der aktuelle Preisträger des «Swiss Blues Award» ist. Die aktuelle CD-Veröffentlichung ist dicht gepackt mit 79 Minuten wunderbarer Musik der entspannten und dabei bewundernswert kompetenten Machart Richard Koechlis und seiner Begleitmusiker. Blues sind das Alpha und Omega seiner Musik, aber sie ist nicht begrenzt dadurch. Country- und Ragtime-Titel sind ebenso teil des Repertoires wie der elektrische Blues. Koechli selbst nennt es «Roots Music». Die Aufnahmen sind raue Live-Mitschnitte von vier Konzerten und dabei nicht die höchste Entwicklung von originalgetreuer Aufnahme. Das mag man bejammern, es macht aber nichts aus, denn wie ältere Chicago-Mitschnitte ist auch dies ein Tonzeugnis eines grossen Künstlers auf der Höhe seiner Kunst, live vor Publikum. Dabei erstarrt man nicht in Ehrfurcht, sondern erfreut zusehends sich an dieser perfekt gespielten Musik. Darauf deutet auch die hier gewählte Titelzeile hin: Koechli ist «the Real Thing». mehr zum Thema: Richard Koechli Still Howlin |
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Geschrieben von Webmaster
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Jubiläumsausgabe
Das Bluesfestival Baden kann dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiern. Das Team um Susanne Slavicek hat das Festival in dieser Zeit zu einem renommierten und interessanten Anlass ausgebaut und wurde dafür mit dem Swiss Blues Award 2012 ausgezeichnet. Dieses Jahr findet es vom 18. – 25. Mai 2013 statt.
Neben den Hauptkonzerten am 24. und 25. Mai gibt es wieder das Warm-Up am 18. Mai in der Badener Innenstadt mit The Voyageurs, der Wynavalley Oldtime Jazz Band und Ed Elastic, sowie die beliebten Beizenkonzerte am 21., 22. Und 23. Mai mit Penta - Tonic - Strings, dem irisch-deutschen Duo Matt Walsh & Janni Petsos, der unverwechselbaren Tessiner band Marco Marchi & The Mojo Workers, der Yvonne Moore Bluesband, der lettischen Latvian Blues Band und der Andy Egert Blues Band. Ausserdem gibt es die CD-Taufe der BluesKidz, der sehr erfolgreichen Nachwuchsförderung, bei der unter der Leitung von Sigi Nikitscher (musikalischer Leiter), Jo Meister (Projektleiter), sowie Bea Schneider (Gesang) fünf Jugendliche eigene Songs probt und eine CD produziert.
mehr zum Thema: 10. Bluesfestival Baden |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Older than my Old Man Now

Die aktuelle Veröffentlichung des englischen Songwriters und Sänger Loudon Wainwright III umfasst 15 Titel, und dominant ist dabei die klare und helle Stimme des Headliners, die irgendwo zwischen Paul Simon und James Taylor liegt, wenn Wainwright auch Engländer ist. Diese Stimme ist der Star aller Songs, wie sie auch daherkommen, und das ist äusserst vielseitig.
Was nämlich sofort auffällt, ist der umfassende musikalische Anspruch, er will von allem etwas: ein bisschen Songwriter à la Elton John, ein bisschen Folkeinschlag, Ragtime-Piano das klingt wie der Österreichische Kabarretist Georg Kreisler oder dessen amerikanischer Counterpart Tom Lehrer. Aber alles bleibt ein stilistische Tour de Force ohne echten Schwerpunkt. Auf The Here & the Now ist eine klar B.B.King nachempfundene Leadgitarre zu hören (nur Fill-Ins, keine Soli). Auf In C spielt er Solo-Klavier und singt einen anspruchsvollen Text dazu. Der Titelsong der CD ist dann als Country-Blues angelegt mit einer Jack-Bruce-gleichen Harp im Hintergrund, dazu Sprechgesang. Double-Lifetime ist ein Country-Song, der gut auf den Soundtrack von Oh Brother Where Art Thou gepasst hätte. I Remember Sex orientiert sich an den Amerikanischen Musicals.
mehr zum Thema: Loudon Wainwright III |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Blues All Over
Die CD Blues All Over der Britischen Formation Big Mama & The Crazy Blues Band beginnt ihre Studio-CD mit einem Umfang von 12 Titeln und 52 Minuten mit einem Stimmungsknaller: Let’s Start Again ist ein fetziger Chicago-Blues, bei dem alles dabei ist, was zu einem Blues gehört. Das könnte auch das Motto dieser CD sein: alles, was dazu gehört, die Band ist vielseitig aber dabei immer auf der Höhe der musikalischen Ansprüche, zusammengehalten wird alles von der tollen Jazz-Stimme. Alle Register werden gezogen: ein Jazziger Blues mit dem Titelsong Blues All Over, Klassiker (Sweet Georgia Brown, Reconsider Baby), Eigeninterpretationen wie Albert Kings Crosscut Saw. Der Slow Blues You Don’t Miss You Water geht ans Herz, andere Titel in die Füsse oder Hände.
Big Mama singt wunderbar, mehr in der Tradition von Jazz-Sängerinnen wie Ella Fitzgerald und Dee Dee Bridgewater als in jener der Bluesröhren Bessie Smith oder auch ihren Namenspatronin Big Mama Thornton. Aber sie kann wunderbar singen, hat dieses sexy Timbre in der Stimme und trifft jede Note perfekt. Bemerkenswert ist das mit den Lippen nachgespielte Trompetensolo in Sweet Georgia Brown, einer dieser augenzwinkernden Augenblicke, die zeigen, dass die Band Freude hat an der Musik und diese überträgt sich aufs Publikum.
mehr zum Thema: Big Mama And The Crazy Blues Band |
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Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung
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Nomen est Omen
Seit seinem Start im März 2010 hat sich Blues Now! in 22 Konzerten einen ausgezeichneten Namen erarbeitet und ist zu einem Garant für qualitativ hochstehende Acts geworden. Mittlerweile sieht man deshalb an den Konzerten im Volkshaus in Basel Bluesfreunde aus allen Gegenden der Schweiz, die sich darauf verlassen können, dass sie ein bemerkenswerter Abend erwartet, der auch eine weite Anreise rechtfertigt. Auch das zweite Konzert dieses Jahres vom 19. April 2013 mit Karen Lovely reiht sich in die erfreuliche Serie ein.
Lovely war bisher in der Schweiz noch nicht aufgetreten. Die Sängerin aus Portland, OR tauchte 1987 das erste Mal während ihres Aufenthaltes in London auf, unterbrach aber ihre Karriere zeitweise bis sie 2007 wieder in der Bluesszene in den USA aktiv wurde und mächtig Staub aufwirbelte. Ihre Alben Lucky Girl (2008) und Still The Rain (2010) erreichten vordere Positionen in diversen Charts. 2009 und 2010 gewann sie den «Muddy Award» in zwei Kategorien: Best Female Vocalist und Performance Of The Year. 2010 belegte sie mit ihrer Band den zweiten Platz in der «International Blues Challenge» und wurde 2011 in 3 Kategorien für den «Blues Music Award» nominiert: Best Contemporary Blues Album, Best Contemporary Blues Female Artist und Best Song «Still The Rain». Man konnte also gespannt sein.
mehr zum Thema: Karen Lovely |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Schlusspunkt
Zwei fulminante Auftritte von Bluecerne and Friends und Lurrie Bell & Sam Burckhardt with The Living History Band und dazwischen die Verleihung des Swiss Blues Award an Richard Koechli. Das war der krönende Abschluss des 14. Blues Festivals Basel im Volkshaus am 13. April Samstagabend. Die Stimmung war gut und die beiden Formationen zeigten unterschiedliche Aspekte der Musik, wobei das zweite Set mehr nach dem Geschmack von Blues-Puristen war. Bluecerne feuerten das Publikum an mit einem Mix aus Soul- und Funk-Titeln und gelegentlichen Blues dazwischen. Beeindruckend war, wie in der zweiten Hälfte des Sets der Luzerner die Horn-Section auf fünf Mann verstärkt wurde und Backgroundsängerinnen den Sound zusätzlich anreicherten.
Der Samstag am Blues Festival Basel begann mit einem Set der Schweizer Formation Bluecerne, die eine druckvolle und mitreissende Musik bieten, tanzbar, klatschbar, ein Stimmungsmacher. Die eigentlichen Mitglieder des Septetts Renato Cazzaniga (Gesang), Heinz «Moby» Arnold (Keyboards, Hammond), Roli Mosimann (Gitarre), Michi Bütikofer (Bass) und Pit Furrer (Schlagzeug), Patrick Röösli (Tenorsaxophon) und Beda Wenk (Trompete) sind ausgezeichnet aufeinander eingespielt. Sie brachten ein schönes Set, bei dem insbesondere der Otis Rush-Titel So Many Road, So Many Trains toll ankam. Die Band zeigte eine stilistische Vielfalt mit Titeln wie Pretty Baby, die einem Cabaret-Arrangement entstiegen schienen oder Funk-Titeln wie She’s Dynamite und schliesslich Soul-Krachern wie That’s The Way Love Turned Out For Me oder I Was Just a Poor Boy, die am Samstag zu ausgiebigen Showpieces ausgedehnt wurden. Bei diesen Nummern gibt es einen gewissen «Schubiduh»-Faktor, an dem sich Blues-Puristen stören mögen, aber das Publikum sprach toll drauf an und ging mit. Die Soli wurden weitgehend von Roli Mosimanns Gitarre und Heinz «Moby» Arnolds Tastenarbeit bestritten.
mehr zum Thema: 14. Bluesfestival Basel 2013 - Gala Blues Night |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Die Rohe Kraft des Jimmy Dawkins

Der grosse Jimmy Dawkins ist gestorben. Er war einer der Chicago-Bluesgitarristen, denen die Anerkennung und der grosse Erfolg verweigert blieben. So blieb er leider ein Geheimtipp, doch er war ein wichtiger Wegbereiter und Protagonist des West Side Blues, des jungen und aufrührerischen Bluessounds, der Ende der 1960er Jahre aus den Klubs der West Side Chicagos kam. Einzigartig an Jimmy Dawkins war sein einzigartiges Gitarrenspiel ebenso gepaart mit seinem wie sein lakonischer Gesang, mit dem er zum Ausdruck zu bringen schien, dass der Blues Ausdrucksweise einer Klage über die harte und oftmals ungerechte Wirklichkeit der menschlichen Existenz war. Aber auch des Trostes, der in wahrer Freundschaft und Liebe verborgen ist.
Jimmy Dawkins ist Anfang April verstorben, manche Quellen geben den 10. April an, andere den 12. April 2013. «Delmark Records», das Label, für das Dawkins zu Beginn seiner Karriere Aufnahmen gemacht hatte, bestätigte seinen Tod. Die Todesursache wurde noch nicht bekannt gegeben, aber die spielt für eine musikalische Würdigung auch keine Rolle. mehr zum Thema: Jimmy Dawkins 1936-2013 |
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Geschrieben von Webmaster
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Richard Koechli ausgezeichnet
Am Schlussabend des 14. Bluesfestivals Basel 2013 wird jeweils der Swiss Blues Award verliehen. In der Moderation von Christoph Arnet wurden die drei Nominierten Fabian Anderhub, Richard Koechli und Rolf Winter einem Videoclip vorgestellt. Anschliessend überreichte der Basler Regierungsrat Baschi Dürr dem Preisträger den Scheck mit dem Preisgeld, eine vergoldete Bluesharp auf einem Sockel und die obligate Urkunde. Richard Koechli war zum zweiten Mal für den Preis nominiert.
Der Luzerner Gitarrist, Bandleader, Studiomusiker, Komponist, Produzent und Buchautor widmet sich seit über zwanzig Jahren intensiv der amerikanischen Roots Musik. Seine grosse Genauigkeit geht weit über die Musik hinaus und befasst sich auch mit den Lebensumständen und Mythen der Gründerzeit und deren Einfluss auf Musik und Texte. So gelingt es ihm, fern aller Klischees, seine Songs mit aktuellen Inhalten zu füllen und damit glaubhaft in unsere Zeit zu transferieren, ohne dass man auch nur einen Moment das Gefühl hat, hier würde etwas Vergangenes museal repetiert. Seine Texte, die er englisch, französisch und in Dialekt darbietet, sind dabei gleichzeitig poetisch und ironisch, wenn es sein muss, auch bissig. Dazu kommt sein filigranes Slide-Gitarren Spiel, das zum Besten gehört, was man hierzulande hören kann. Seine Sachbücher sind über die Grenzen hinaus erfolgreich, sein «Best In The West» wurde ins Englische übersetzt und sein Buch «Masters Of Blues Guitar» über die Spieltechniken der wichtigsten Musiker des American Folk Blues erhielt 2011 den deutschen Musikeditionspreis. Als Produzent wirkt er für Künstler wie Dänu Brüggemann, Blues Max und Reto Burrell. Larry Garner, Yvonne Moore, Polo Hofer, die Keiser Twins, Luke Gasser, Jens Krüger, Jenny White, Nico Brina, Doris Ackermann und andere schätzen ihn als Gitarristen.
Der sympathische Preisträger nahm den Preis sichtlich bewegt entgegen. Wir freuen uns für einen grossartigen Musiker, einen liebenswerten Kollegen und amüsanten und nachdenklichen Geschichtenerzähler. Herzliche Gratulation, Richard!
Hier geht es zu seinen Kolumnen auf bluesnews.ch.
Foto: Boris Gass mehr zum Thema: 11. Swiss Blues Award 2013 verliehen |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Mediterranes Flair
 Der Frühling scheint sich doch noch in die Schweiz zu bequemen. Und dazu passte der vierte Abend im Volkshaus Basel. Der Freitagabend stand am Blues-Festival unter dem Motto «Italian-American Blues Night», und die beiden Konzerte vermittelten italienisches Lebensgefühl, sehr beschwingt, fröhlich und leicht. Der beste Beweis, dass Blues gemütlich und entspannt sein kann. Die beiden italienischen Bandformationen, die das musikalische Rückgrat bildeten, wurden verstärkt mit original US-Bluespower, einerseits in der Person von Gospel-Blues-Sängerin Mz Dee, andererseits durch Bob Margolin, den Bannerträger des authentischen und echten Chicago-Blues. Beide Konzerte zusammen zeigten die Vielfältigkeit des Blues auf, aber auch einmal mehr seine zeitlose Attraktivität. Der Blues lebt, oder - um in der Stimmung des Abend zu bleiben - viva il blues.
Der vierte Abend im Volkshaus Basel wurde dominiert von zwei italienischen Bands, die beide auf ihre eigene Art mitreissenden und tollen Blues spielten, und die ihren aus den USA stammenden Gästen bzw. Zugpferden bzw. Headlinern ein musikalisches Lager boten, auf das sich diese gemütlich betten konnten. Der Abend wurde eröffnet vom Maurizio Pugno Organ Trio, das seinen Namen vom Gitarristen erhält. Der Organist selbst heisst Alberto Marsico, und er spielt meisterlich eine Hammond-Orgel. Vervollständigt wird das Trio vom Schlagzeuger Gio Rossi, einem Drummer von höchster Klasse. Pugno spielt eine rote Telecaster mit Palisander-Griffbrett, also die Muddy Waters-Gitarre, und das ist bereits ein Hinweis auf den Vintage-Charakter ihres Sounds. Die Musik kommt bei allen drei aus den Händen, beeindruckend etwa die Vibratos und Bends, die Pugno aus der linken Hand holt. Stilistisch erinnerte er am ehesten an Jimmy Vaughan mit seiner modernen Vintage-Gitarre. Organist Alberto Marsico kommt die Doppelaufgabe zu, den wabernden Hammond-Teppich zum Sound beizusteuern, aber auch den Bass zu übernehmen, was er grossartig machte. An einer Stelle legte er sogar ein regelrechtes Bass-Solo auf die Tasten.
mehr zum Thema: 14. Bluesfestival Basel 2013 - Italian-American Blues Night |
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Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung
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Freunde unter sich
Schon 1992, noch in den Anfängen seiner musikalischen Karriere trat er in Montreux auf und war zeitweise mit Philipp Fankhauser unterwegs. Trotzdem gilt er nach wie vor als Geheimtipp. Dabei war er keineswegs untätig, im Gegenteil. In den USA schrieb er mit grossem Erfolg Songs, unter anderem für Etta James, hierzulande zeigte er sich mit dem schottischen Pianisten Paddy Milner & The Big Sounds. Dieses Mal war er mit seiner Band Blues Ambassadors im Volkshaus in Basel im Vorprogramm bei Philipp Fankhauser, der ihn - seinen Freund - unbedingt als Support auf der Bühne sehen wollte, wie er im Verlauf seines Sets erklärte. Der Sänger und Songwriter Earl Thomas ist in erster Linie ein Performer. Er trat elegant gekleidet auf, tanzte auf der Bühne wie ein Derwisch, spielte Luftgittare, trug seine Songs mit vollem Körpereinsatz vor, sprach mit dem Publikum, scherzte eloquent über das älteste Problem der Welt, die Beziehungen aber auch über die Untiefen der Emanzipation. Sogar die Aufforderung zum Kauf seiner CDs verpackte er amüsant und locker auf diese Weise. Da stimmte alles, jede Bewegung sass. Das Repertoire bewegte sich hauptsächlich zwischen Soul und R & B.
mehr zum Thema: 14. Bluesfestival Basel 2013 - Swiss-American Blues Night |
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Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung
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Kontrastprogramm
Die «Opening Blues Night» des 14. Blues Festivals Basel 2013 bestand aus zwei unterschiedlichen Sets, deren Interpreten kaum unterschiedlicher sein könnten. Den ersten Teil bestritten Georg Schroeter, Marc Breitfelder und Eike Schröder als «Duo Grande», im zweiten Teil kam Sharrie Williams auf die Bühne. Während erstere die behüteten weissen Europäer repräsentieren, die sich den Blues als musikalische Kunstform ausgesucht haben, steht Sharrie Williams für ein Leben, das nur dank des Blues den Weg aus dem Elend überhaupt erst gefunden hat. So verschieden auch die Voraussetzungen waren, sie erreichten beide die Herzen des Publikums und so wurde der Abend zu einer eindrücklichen Demonstration der Kraft des Blues und seiner Vielfalt.
Das Trio Georg Schroeter, Marc Breitfelder und Schlagzeuger Eike Schröder legten einen begeisternden Auftakt des Abends hin und fesselten vom ersten Moment an mit allerfeinstem akustischem Blues, Boogie Woogie, Rock 'n' Roll und Bluesrock. Dabei bewegte sich die Auswahl der Songs weitgehend entlang ihrer beiden bisherigen Alben «Live At Blues Baltica» und «Sugar & Spice». Die beiden verstanden es, sich gegenseitig zu Höchstleistungen zu animieren. Dabei brillierten sie durch souveränen Umgang mit ihren Instrumenten und offensichtliche Spielfreude, nie wurde ihre Virtuosität nur Demonstration des Könnens, sondern blieb stets Dienerin der Songs.
mehr zum Thema: 14. Bluesfestival Basel 2013 - Opening Blues Night |
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Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung
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Plattform für den Nachwuchs
Die «Promo Blues Night» des Bluesfestivals Basel gibt Bands die Möglichkeit, sich auf der Bühne vorzustellen. Im öffentlichen Voting hatten sich drei Gruppen für den Auftritt durchgesetzt: die Hopeman Blues Band, Black Currant Jam und die Transatlantic Band traten nacheinander auf und spielten jeweils etwa 45 Minuten. Der Eintritt zu diesem Wettbewerb ist gratis, mit der Absicht, vor allem jungen Musikfreunden Gelegenheit zu geben Blues live zu hören, aber auch den Fans zu günstigem Support für ihre Lieblingsband zu verhelfen. Diese Rechnung ging gestern, am 9. April 2013 auf. Der Saal war dicht gepackt und das Durchschnittsalter des Publikums deutlich tiefer als gewohnt. Eine erfreuliche Entwicklung, haben doch gerade junge Menschen oft die bekannten Vorurteile gegenüber dem Blues: Es ist Musik einer vergangenen Zeit von alten Leuten für alte Leute, ausserdem klingt alles immer gleich. Dass der Blues sich ständig weiter entwickelt und eine breite Vielfalt an Varianten bietet, ist nicht Allen bekannt. An solchen Abenden gibt es Gelegenheit für ein Upgrade des Standpunktes.
Bewertet wurden Bluesgehalt, Gesang, Talent, Originalität und Bühnenpräsenz. Dabei werden die einzelnen Kriterien unterschiedlich gewichtet. Coverbands sind gut beraten, bei der Songauswahl klug vorzugehen. Gerade die allseits bekannten Gassenhauer sind so oft gecovert worden, dass es zwangsläufig mehrere grossartige Aufnahmen gibt, oder das Original ist bereits so gut, dass es kaum übertroffen werden kann. In beiden Fällen muss eine neue Version durch Kreativität und Originalität glänzen, damit Juroren beeindruckt sind.
Gewonnen hat den Wettbewerb die Transatlantic Band. Sie setzte sich in allen Bewertungskriterien gegen ihre Konkurrenten durch und konnte sowohl mit ihrer Songauswahl, als auch mit ihrer Show am meisten überzeugen. Die weiteren Plätze belegten Black Currant Jam und die Hopeman Blues Band.
Theresa Stucki (voc)
Felix Bolliger (p)
Urs Graf (git)
Claude Conradi (dr)
Roland Ernst (b)
mehr zum Thema: 14. Bluesfestival Basel 2013 - Promo Blues Night |
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Geschrieben von Webmaster
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Anmeldefrist beginnt
Anfang März fand die dritte European Blues Challenge (EBC) in Toulouse statt. Nun geht der Wettbewerb in die vierte Runde. Die Veranstaltung ist eine grossartige Möglichkeit, in der europäischen und internationalen Bluesszene bemerkt zu werden. Interessierte können sich über nationale Wettbewerbe in den einzelnen Ländern qualifizieren.
In der Schweiz ist dies die Swiss Blues Challenge (SBC) 2013. Ab sofort können sich Interessierte für diesen Wettbewerb anmelden. Die detaillierten Regeln für die Teilnahme und das Anmeldeformular können über folgende Links herunter geladen werden:
mehr zum Thema: 3. Swiss Blues Challenge |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Der Bluesman aus Oldenburg

Sänger und Gitarrist Thomas Schleiken spielt akustische Gitarrenmusik aus dem Bereich Rootsmusic seit vielen Jahren, wie man sofort erkennt, wenn man seine Musik hört. Nun aber hat er den nächsten Schritt gemacht, und ein eigenes Label gegründet, wo er erlesene akustische Musik verlegt, darunter seine eigene. Sein Label heisst «Blind Lemon Records», ein Hinweis auf die Verwehrung von Texas Bluesman «Blind» Lemon Jefferson (1893-1929). Nun liegen uns die ersten vier Werke seines Katalogs vor, und die Aufnahmen zeigen, dass Schleiken nicht nur eine Ahnung von der Musik hat, sondern auch ein geübtes Ohr für Andere, und deshalb sind seine ersten Veröffentlichungen allesamt ungewöhnlich gute Aufnahmen von hoher Virtuosität im Gitarrenspiel und ansprechendem Gesang. Die CDs enthalten teilweise grossartige und mitreissende Aufnahmen, sprühend vor Kreativität und Spielfreude, in denen die vier Künstler David Evans, Tom Shaka und Alwin Schönberger sehr unterschiedliche Aspekte des akustischen Blues zeigen. Schliesslich gibt es noch Thomas Schleikens eigene Veröffentlichung Beech Mountain Hill. Hier zeigt er sich als wahrer und getreulicher Schüler Mississippi John Hurts, in dessen Stil er schlicht perfekt Gitarre spielt. mehr zum Thema: Der Bluesman aus Oldenburg |
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