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Diven-Rock

LaylaZoeBreakingFreeCDCoverAls Diva bezeichnet man in der Musik normalerweise eine Frau mit einer wirklich grossen Stimme, die sich basierend auf ihrem einzigartigen Gesang gewisse Sonderrechte herauszunehmen erlaubt. In einem positiven Sinn verstanden, kann es aber auch ein Genre bezeichnen, in dem die Weibliche Gesangsstimme die Mitte der Bühne besetzt und das alleinige Spotlight auf sich zieht. Darum handelt es sich bei diesem Album: die Band begleitet und unterstützt, aber sie drängt sich nicht in den Vordergrund. So wirkt Breaking Free (Hörprobe) der aktuell im Blues-Caravan auftretenden Layla Zoe. Die Musik ist allerdings nicht als Blues zu bezeichnen, es ist Rockmusik, manchmal etwas sanfter, manchmal etwas härter, perfekte und mitreissende Rockmusik. Da kommt viel Power, die es wohl braucht, um die grosse Stimme von Layla Zoe aufzuwiegen. Man wird unweigerlich an grosse 80er/90er-Diven erinnert wie Sheena Easton oder Jennifer Rush.

Auf Breaking Free ist alles mit der grossen Kelle angemacht: Die Schlagzeugsets klingen wie Explosionen, die Verzerrer stehen auf 11, Gefangene werden keine gemacht! Auch die gelegentlichen Balladen klingen nach Auftritten vor 40'000 Fans. Das Vorbild ist irgendwo im «Classic Rock» zu sehen: Breaking Free etwa lehnt sich deutlich an AC/DC als Sound-Ideal an. Why We Hurt the Ones We Love ist ein Gitarrenriff mit gelegentlichen Arpeggien und insgesamt viel Druck. Der mit über 11 Minuten längste Titel Highway of Tears ist eine sehr langsame Rock Ballade in bester Tradition der Scorpions oder anderer Bands der sonst härteren Gangart. Sweet Angel zeigt dann die Singer-Songwriter-Seite, eine Rock/Country-Ballade mit perfektem Gitarrensolo. Somit ist für jeden was dabei, und Wild Horses als ambitioniertes Stones-Cover klingt beim ersten mal ungewohnt, beim zweiten Mal denkte man schon: … wieso eigentlich nicht? Layla Zoe kann sich mit Jagger vergleichen, das ist doch keine schlechte Feststellung aus dieser CD. Aber als – im positiven Sinn gemeint – Diva darf man sich auch einem solchen Anspruch stellen. Zoe gibt alles und das kann ganz schön intensiv werden, aber allein ihre Stimme ist Grund genug hier mal reinzuhören. Ach, und das einzige, was mich wirklich störte? Auf der sanften Piano-Ballade He Loves Me gibt es die Refrainzeile «He Told Me I was a Good womàn», also mit Betonung der letzten Silbe. Das klingt scheusslich!

1 Backstage Queen 6:15
2 Why Do We Hurt the Ones We Love 5:14
3 Wild One 4:58
4 Highway of Tears 11:06
5 Breaking Free 6:21
6 Work Horse 4:48
7 Sweet Angel 8:00
8 Run Away 6:06
9 Wild Horses 5:50
10 A Good Man 5:28
11 He Loves Me 5:30

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