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Nico Brinas Jubiläums-Gala

Man sieht es ihm kaum an, aber er steht seit dreissig Jahren auf der Bühne. Als Teenager war Nico Brina 1984 Mitgründer der Rock'n'Roll-Band „Jive Boys", mit welcher er auch zum ersten Mal auf der Bühne stand. 1989 löste sich die Band auf und Nico Brina wagte den grossen Schritt ins Profilager.Der Rock'n'Roll, Boogie und Bluespianist feierte sein Jubiläum am 1. Februar 2014 mit einer Galashow und begeisterte den komplett ausverkauften Saal restlos. Rund drei Stunden lang dauerte die rasante musikalische Tour durch die drei Jahrzehnte seiner bisherigen Karriere. Begleitet wurde er von den beiden Schlagzeugern Tobias Schramm und Charlie Weibel, sowie dem Gitarristen Pete Borel. Im Laufe des Abends traten ausserdem verschiedene Weggefährten auf: «Elvis» Erwin Grädel war bis 2010 als Frontsänger der Rock'n'Roll Band Daddy & The Willyshakers einer der bekanntesten Elvis Imitatoren hierzulande, bevor er die Band aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste. Lukas Weiss ist der steppende Partner im über dreizehn Jahre alten Projekt Tap and Boogie, in dem Steptanz und Boogie zu einer Einheit verschmelzen. Die beiden Tänzer und Tanzlehrer Sonja & Franky (Pink Cadillac) sind Schweizer-, Europa- und Weltmeister im Boogie Woogie und Rock'n'Roll.

Der 45 jährige Pianist, Bandleader, Produzent und Komponist hat sich in den dreissig Jahren national und international einen guten Ruf erspielt und wurde dafür unter anderem 1995 mit dem Prix Walo ausgezeichnet,wurde 2006 vom Departement des Äusseren zum Boogie Woogie-, Blues- und Rock'n'Roll Botschafter von Santo Domingo erkoren, wo er seit Jahren regelmässig auf Tour ist. 1996 gelang ihm der Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde mit seinem «Nico's High Speed Boogie». Zusammen mit dem Stepptänzer Lukas Weiss wurde er 2004 von der deutschen Sportnation an die olympischen Spiele in Athen eingeladen.

 
Den Schwerpunkt legte Brina auf die Show und beschränkte sich zum grossen Teil auf die Filetstücke seines eigenen Schaffens und der Klassiker aus den 50er und 60er Jahre, dies aber mit einer fulminanten Performance. Da war alles dabei, was die Herzen der Fans höher schlagen lässt: beeindruckende Bassläufe und sprudelnde Melodien mit Händen und Füssen, im Stehen und im Sitzen dargeboten. Die beiden Schlagzeuger lieferten dazu den perfekten Beat und Pete Borel steuerte in den bluesigeren Titel etwas von seinem Können dazu. Die Auftritte der Gäste rundeten die Show mit ihren Beiträgen ab. I was born to be a Boogie Man war der erste Titel des Sets. Am Ende des Abends und nach drei durchgeschwitzten Jackets wusste jeder im Saal wieso er diesen Titel geschrieben hat. Wer mit fünfzehn Jahren auf der Bühne steht und dreissig Jahre danach immer noch eine derart explosive Show abliefert, darf – muss sich so nennen. Minutenlanger, stehender Applaus war der Dank für dieses Feuerwerk der Spielfreude.

 

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