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Der Jäger der fast verlorenen Schätze PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik   

BSides.jpg Im Internet sind wir neulich auf eine Website gestossen, die eine sehr verdienstvolle Arbeit leistet, die aber vor allem auch viel Spass macht und sehr unterhaltsam und informativ ist. Der Besuch der Website wird wärmstens empfohlen, denn darauf verbirgt sich viel gute Musik. Es ist eine Website, auf der die B-Seiten gewürdigt werden. Oder wie Red Kelly schreibt, das Pseudonym des Betreibers: «This page is dedicated to the poor, neglected «B» sides of all these 45s I have. Let's listen to 'em together...».

Auf der Seite kann man richtig gute Musik hören, tolle Details entdecken und eine Website bestaunen, die technisch sehr gut gemacht ist und die informativ und spannend, mit viel Aufwand und Liebe gestaltet wurde: Den Blog von Red Kelly. [http://redkelly.blogspot.com/]

 

mehr zum Thema: Der Jäger der fast verlorenen Schätze

 
Die besten Live CDs PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik   
Live CD der Woche

Der Blues lebt vom Live-Auftritt. So sehr ein gut gemachtes Studioalbum (z.B. Big Mama Thorntons With the Muddy Waters Blues Band) oder eine Privatproduktion zuhause (wie Luther Allisons Hand Me Down My Moonshine) grossartig sein kann, es lässt sich auch durchaus argumentieren, dass der Blues zunächst eine Musikform ist, die stark vom Live-Auftritt lebt. Die Interaktion zwischen Publikum und Performern ist seit den Tagen der Auftritte Charlie Pattons auf den Plantagen des Mississippi-Deltas oder jener Blind Lemon Jefferons in den Gesellschaften Chicagos ist unverzichtbarer Teil des Blues. Konzert-Alben sind ein anderes Thema, es gibt manche, die hassen sie und manche, die lieben sie. Ich gehöre zu den letzteren und versuche stets von einem Künstler wenn möglich eine Live-Aufnahme zu hören. In dieser Serie wird jede Woche eine Live CD vorgestellt.

Letzter Eintrag: Otis Rush & Friends featuring Eric Clapton and Luther Allison Live at Montreux

mehr zum Thema: Die besten Live CDs

 
Blue Nose Records PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   

Switzerland's biggest little blues label

 

bluenoselogo.jpg So nennt Dinu Logoz sein Blues Label. Seit 1996 verlegt er Soulful and Handmade Music. Blue Nose Records ist in Otelfingen zuhause.  Die angebotenen CDs sind ausnahmslos Raritäten, die in keiner Blues Sammlung fehlen dürfen, die Schweizer Blues beinhaltet.
 
Zur Zeit können die CDs zu einem sensationellen Nice Price von je Fr.  15.00, inklusive Versand und MWSt gekauft werden. Eine einmalige Gelegenheit, Eure Diskothek um einige wirkliche Perlen aus der Schweizer Bluesgeschichte zu ergänzen. Also nicht zögern.
 
CDs können mit diesem Formular bestellt werden, oder direkt bei: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst Unter der gleichen Adresse ist auch ein Prospekt zu erhalten. 
Die folgenden CDs sind erhältlich: 
 

mehr zum Thema: Blue Nose Records

 
Blues von Nicht Bluesern PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik   

Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass es auf CDs von John Lee Hooker Blues zu hören gibt. Er ist schliesslich ein Bluesman, d.h. ein für Blues bekannter Musiker.

Da aber der Blues die Grundlage der modernen Rock- und Pop-Musik ist, ist vielleicht wenig erstaunlich, dass auch Musiker, die nicht hauptsächlich als Blueser bezeichnet würden, lupenreine Blues-Alben eingespielt haben. Beispielsweise ist Eric Claptons Konzertmitschnitt Unplugged ein Bluesalbum, an dem es nicht viel zu diskutieren gibt. Bei Clapton ist ja auch bekannt, dass er eigentlich am liebsten ein Bluesman wäre wie seine Vorbilder Robert Johnson und Buddy Guy.

Hier also eine Auswahl an CDs von Musikern, die im CD-Handel normalerweise nicht unter «Blues» zu finden sind:

 

Jimi Hendrix Bluesjimihendrixblues.png

Manche dieser Titel wie „Born Under A Bad Sign" sind klassische Bluestitel, die Hendrix covert. Die Titel klingen selbstverständlich nach Hendrix, aber sie sind nicht volles Rohr psychedelisch, sondern klingen nach Bluesrock, erinnern also etwas an Claptons Bluesaufnahmen mit Cream. „Voodoo Chile Blues" ist zum Beispiel hier zu hören ohne das bekannte Wah-wah-Intro.

Hendrix liebstes Pedal gelangt dafür auf „Mannish Boy" zum Einsatz, das er deutlich schneller spielt als Muddy Waters, das aber gleichwohl als getreue Version bezeichnet werden kann.
Hear My Train A Comin" ist sogar ein akustischer Blues. Die etwas zurückhaltendere Gitarre im Vergleich zu anderen Hendrix-Aufnahmen lässt zudem mehr Raum für Jimis wunderbaren Gesang.

 

 1. Hear My Train A Comin' (Acoustic)
2. Born Under A Bad Sign
3. Red House
4. Catfish Blues
5. Voodoo Chile Blues
6. Mannish Boy
7. Once I Had A Woman
8. Bleeding Heart
9. Jam 292
10. Electric Church Red House
11. Hear My Train A Comin' (Electric)

 

Elvis Presley Tiger Manelvispresleytigerman.png

Bei Elvis Presley ist bekannt, dass seine Wurzeln gleichermassen im Blues und im Gospel lagen. Schliesslich war Elvis perfekt weil er wie ein Schwarzer singen konnte, aber eben weiss war. Die Geschichte des 1968 NBC-Christmas Specials ist gleichermassen bekannt: Colonel Parker, Elvis' Manager wollte, dass Presley eine Weihnachts-Show spielt, auf der er im Smoking einige Weihnachtslieder runternudelt, ähnlich wie es in den USA immer wieder getan wurde (von Nat King Cole gibt es unfreiwillig komische Weihnachts-Specials mit knisterndem Feuer und so viel Schmalz,. dass Lametta aus den Fernseh-Lautsprechern zu dringen scheint).

Elvis hatte keine Lust auf ein schmalziges Weihnachts-Special, und er setzte sich für einmal über seinen Manager hinweg und nahm eine Fernsehshow auf, die als Comeback Special in die Geschichte einging: Elvis trat im schwarzen Lederoverall auf und sang kaum seine Crooner-Hits wie „Are You Lonesome Tonight", sondern spielte alte Blues-Nummern wie Jimmy Reeds „That's Allright" oder „One Night" oder „Blue Suede Shoes". Begleitet wird er neben seinem unerschütterlich brillanten Gitarristen Scotty Moore von einem sehr guten Percussionisten, der mit Tamburin und Schellenring eine intime aber stets deutlich zu vernehmende Begleitung hinkriegt. Die Weihnachtslieder zum Schluss, „Santa Claus is Back in Town" und „Blue Christmas" bieten Spass und dann doch noch etwas Puderzucker.

 1. Heartbreak Hotel
2. Baby What You Want Me To Do
3. Introductions 8PM
4. That's All Right
5. Are You Lonesome Tonight?
6. Baby What You Want Me To Do
7. Blue Suede Shoes  
8. One Night  
9. Love Me
10. Trying To Get To You
11. Lawdy, Miss Clawdy
12. Santa Claus Is Back In Town
13. Blue Christmas
14. Tiger Man
15. When My Blue Moon Turns To Gold Again
16. Memories

 

The Willy Deville Acoustic Trio Live in Berlinwillydevilleliveinberlin.png

Dieses Doppelalbum (auch als Konzert-Mitschnitt auf DVD erhältlich) von Willy de Ville zeigt den wandlungsfähigen Frontman der Band Mink de Ville mit einem Kontrabassisten und einem Pianisten in Höchstform. De Ville spielt wunderbare Stücke, interpretiert alte Gassenhauer wie „Spanish Harlem" so, dass man den Blues herausschmeckt. Die CD ist nicht durchgehend Blues und kann für Puristen als zu heterogen erscheinen, aber auf jeden Fall ist es ein wunderbares Album, volle toller Stücke. De Ville gelingt es, selbst vielgespielte Lieder wie „Let It Be Me" (von den Everly Brothers) oder „Trouble in Mind" neu und erfrischend einzuspielen. Ausserdem regt dieses Doppelalbum dazu an, die Unterschiede zwischen Blues und Akustischer Musik neu zu überdenken.

 

 

Disk 1

1. St Peter's street
2. Betty and Dupree
3. It's too late she's gone
4. Spanish Harlem
5. Trouble in mind
6. Storybook love
7. Big blue diamond
8. Shake sugaree
9. Let it be me
10. That it the way to make a broken heart 

Disk 2

1. I'm blue so blue
2. Keep a knocking / Sea cruise
3. Shake rattle and roll
4. Rambling on my mind
5. One night of sin (Live)
6. Steady drivin' man (Live)
7. Goin' over the hill (Live)
8. Bamboo road (Live)
9. Who's gonna shoe your pretty little foot (Live)
10. Carmelita (Live)

 
The Instant Blues Collection PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik   
10 CDs, mit denen man eine Blues-Sammlung aufbauen kann.

Die hier porträtierten CDs wollen eine repräsentative Auswahl an Blues-Musik in verschiedenen Stilen bieten. Jede CD ist ein vielgespielter Liebling der BLUESNEWS-Redakteure, das heisst die Musik «verleidet» einem nicht, sondern diese Alben hört man wieder und wieder. Es wurde zudem darauf geachtet, dass die CDs nicht absolute Schlager sind, die ein auch marginal interessierter Hörer vielleicht sowieso schon kennt. Aus diesem Grund wurde von Hooker nicht einer der beiden bekannten (und ausgezeichneten) Alben Chill Out oder The Healer empfohlen, sondern das weniger bekannte Live-Album Live at the Café à Go-Go.

Auffällig an der Auswahl ist, dass sehr viele Live-Alben dabei sind. Das hat mit meiner Vorliebe für Live-Alben zu tun. Grundsätzlich ziehe ich eine Live-Aufnahme einer Studio-Version vor, denn Musik ist meiner Meinung nach weniger das Spielen richtiger Töne als eine Möglichkeit, Gefühle auszudrücken. Dies geschieht nun mal auf einer Bühne besser und anders als im Studio mit ständigen Unterbrechungen.

 

mehr zum Thema: The Instant Blues Collection