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Es ist eine
Selbstverständlichkeit, dass es auf CDs von John Lee Hooker Blues zu hören
gibt. Er ist schliesslich ein Bluesman, d.h. ein für Blues bekannter Musiker.
Da aber der Blues die
Grundlage der modernen Rock- und Pop-Musik ist, ist vielleicht wenig
erstaunlich, dass auch Musiker, die nicht hauptsächlich als Blueser bezeichnet
würden, lupenreine Blues-Alben eingespielt haben. Beispielsweise ist Eric
Claptons Konzertmitschnitt Unplugged
ein Bluesalbum, an dem es nicht viel zu diskutieren gibt. Bei Clapton ist ja
auch bekannt, dass er eigentlich am liebsten ein Bluesman wäre wie seine
Vorbilder Robert Johnson und Buddy Guy.
Hier also eine Auswahl
an CDs von Musikern, die im CD-Handel normalerweise nicht unter «Blues» zu
finden sind:
Jimi Hendrix Blues
Manche dieser Titel
wie „Born Under A Bad Sign" sind klassische Bluestitel, die Hendrix covert. Die
Titel klingen selbstverständlich nach Hendrix, aber sie sind nicht volles Rohr
psychedelisch, sondern klingen nach Bluesrock, erinnern also etwas an Claptons
Bluesaufnahmen mit Cream. „Voodoo Chile Blues" ist zum Beispiel hier zu hören
ohne das bekannte Wah-wah-Intro.
Hendrix liebstes Pedal
gelangt dafür auf „Mannish Boy" zum Einsatz, das er deutlich schneller spielt
als Muddy Waters, das aber gleichwohl als getreue Version bezeichnet werden
kann.
Hear My Train
A Comin" ist sogar ein akustischer Blues. Die etwas zurückhaltendere Gitarre
im Vergleich zu anderen Hendrix-Aufnahmen lässt zudem mehr Raum für Jimis
wunderbaren Gesang.
1. Hear My
Train A Comin' (Acoustic)
2. Born
Under A Bad Sign
3. Red
House
4. Catfish
Blues
5. Voodoo
Chile Blues
6. Mannish
Boy
7. Once I
Had A Woman
8. Bleeding
Heart
9. Jam 292
10.
Electric Church Red House
11. Hear My
Train A Comin' (Electric)
Elvis Presley Tiger Man
Bei Elvis Presley ist
bekannt, dass seine Wurzeln gleichermassen im Blues und im Gospel lagen.
Schliesslich war Elvis perfekt weil er wie ein Schwarzer singen konnte, aber
eben weiss war. Die Geschichte des 1968 NBC-Christmas Specials ist
gleichermassen bekannt: Colonel Parker, Elvis' Manager wollte, dass Presley
eine Weihnachts-Show spielt, auf der er im Smoking einige Weihnachtslieder
runternudelt, ähnlich wie es in den USA immer wieder getan wurde (von Nat King
Cole gibt es unfreiwillig komische Weihnachts-Specials mit knisterndem Feuer
und so viel Schmalz,. dass Lametta aus den Fernseh-Lautsprechern zu dringen
scheint).
Elvis hatte keine Lust
auf ein schmalziges Weihnachts-Special, und er setzte sich für einmal über
seinen Manager hinweg und nahm eine Fernsehshow auf, die als Comeback Special
in die Geschichte einging: Elvis trat im schwarzen Lederoverall auf und sang
kaum seine Crooner-Hits wie „Are You Lonesome Tonight", sondern spielte alte
Blues-Nummern wie Jimmy Reeds „That's Allright" oder „One Night" oder „Blue
Suede Shoes". Begleitet wird er neben seinem unerschütterlich brillanten
Gitarristen Scotty Moore von einem sehr guten Percussionisten, der mit Tamburin
und Schellenring eine intime aber stets deutlich zu vernehmende Begleitung
hinkriegt. Die Weihnachtslieder zum Schluss, „Santa Claus is Back in Town" und
„Blue Christmas" bieten Spass und dann doch noch etwas Puderzucker.
1. Heartbreak
Hotel
2. Baby
What You Want Me To Do
3.
Introductions 8PM
4. That's
All Right
5. Are You
Lonesome Tonight?
6. Baby
What You Want Me To Do
7. Blue
Suede Shoes
8. One
Night
9. Love Me
10. Trying
To Get To You
11. Lawdy,
Miss Clawdy
12. Santa
Claus Is Back In Town
13. Blue
Christmas
14. Tiger
Man
15. When My
Blue Moon Turns To Gold Again
16.
Memories
The Willy
Deville Acoustic Trio Live in Berlin
Dieses Doppelalbum
(auch als Konzert-Mitschnitt auf DVD erhältlich) von Willy de Ville zeigt den
wandlungsfähigen Frontman der Band Mink de Ville mit einem Kontrabassisten und
einem Pianisten in Höchstform. De Ville spielt wunderbare Stücke, interpretiert
alte Gassenhauer wie „Spanish Harlem" so, dass man den Blues herausschmeckt.
Die CD ist nicht durchgehend Blues und kann für Puristen als zu heterogen
erscheinen, aber auf jeden Fall ist es ein wunderbares Album, volle toller
Stücke. De Ville gelingt es, selbst vielgespielte Lieder wie „Let It Be Me"
(von den Everly Brothers) oder „Trouble in Mind" neu und erfrischend
einzuspielen. Ausserdem regt dieses Doppelalbum dazu an, die Unterschiede
zwischen Blues und Akustischer Musik neu zu überdenken.
Disk 1
1. St
Peter's street
2. Betty
and Dupree
3. It's too
late she's gone
4. Spanish
Harlem
5. Trouble
in mind
6.
Storybook love
7. Big blue
diamond
8. Shake
sugaree
9. Let it
be me
10. That it
the way to make a broken heart
Disk 2
1. I'm blue
so blue
2. Keep a
knocking / Sea cruise
3. Shake
rattle and roll
4. Rambling
on my mind
5. One
night of sin (Live)
6. Steady
drivin' man (Live)
7. Goin'
over the hill (Live)
8. Bamboo
road (Live)
9. Who's
gonna shoe your pretty little foot (Live)
10. Carmelita (Live)
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