Bloogle Infos Über den Blues |
| British Bluesrock |
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| Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik | |||
British Invasion - Fish 'n' Chips und BluesrockEin wenig Blues/Rock GeschichteDas Rock-Highlight des vergangenen Jahres 2007 war wohl unzweifelhaft die zwischenzeitliche Wiedervereinigung von Jimmy Page, Robert Plant und John Paul Jones, drei der vier ursprünglichen Gründungsmitgliedern von Led Zepplin. Die drei sicherten sich die Dienste von Jason Bonham, dem Sohn des Drummers der Originalformation John Bohnam, der 1980 auf tragische Weise ums Leben gekommen war, worauf sich die Band auflöste.Wiedervereinigungen ehemaliger Bluesrock-Bands sind keine Neuigkeit, So gab es im May 2005 die grossartigen Konzerte von Cream in der Royal Albert Hall (und später im Madison Square Garden in New York). Die Wiedervereinigung von Led Zepplin hatte interessanterweise gegenüber Cream dieselbe Verspätung wie die ursprüngliche Gründung: Cream wurde gegründet im Juli 1966 und erlebt ihre kurzzeitige Wiedergeburt im Mai 2005, Led Zepplin kam im September 1968 zusammen und der Wiederauftritt war im Dezember 2007. Nun waren Led Zepplin eine der wichtigsten Bands der Geschichte der Rockmusik, sie leiteten die Entwicklung des Hard Rock ein, ohne den Heavy Metal nicht denkbar gewesen wäre, von neueren Entwicklungen wie Speed Metal oder Trash Metal ganz abgesehen. Aber eine solch erfolgreiche und einflussreiche Band wie Led Zepplin wirft weitere und grundlegende Fragen auf: Wie ist es möglich, dass auf den relativ kleinen britischen Inseln eine solche schier unglaubliche Dichte von einflussreichen Bands zusammenkommen konnte, die in ihrer jeweiligen weiteren musikalischen Entwicklung die Rockmusik grundlegend prägten? Alle diese Bands waren ursprünglich als Bluesbands geformt worden, und während ihr Blues oftmals wenig bekannt ist, so sind die frühen Aufnahmen doch häufig sehr stark blues-lastig. Wie kommt es, das die Britische Blues-Szene so reichhaltig und facettenreich sein konnte? Die Britischen Bluesrock-Bands stützten sich auf Vorläufer der 50er Jahre: Sängerin Petula Clark, Jazz-Pianist George Shearing, der Skiffle- und Jug-Band Pionier Lonnie Donnegan oder Cliff Richard waren die Britischen Musikstars der 50er Jahre. Ihnen folgte in den 60ern die Blues-Welle: Alexis Korner, John Mayall, Dusty Springfield. Und dann kamen natürlich die Beatles und die Rolling Stones, Bands die sich ebenfalls an den Vorbildern des Delta-Blues orientiert hatten. Ähnliches gilt für weniger bekannte Gruppen: die Yardbirds, Pink Floyd (benannt nach den beiden Carolina Bluesern Pink Anderson und Floyd Council), Die Animals mit ihrem Frontman Eric Burdon, und in gewissem geringerem Mass selbst Bands wie Mannfred Mann's Earth Band, The Hollies oder Herman's Hermits. Wichtige Musiker in der Bluesszene sind auch Joe Cocker und Van Morrison. Viele dieser Bands bauten ihren Erfolg und Ruhm auf einer Kombination von klassischen Blues-Elementen mit Folk-Musik Versatzstücken aus der Schottischen Celtic Tradition. Und gegenüber den amerikanischen Musikern hatten sie den Vorteil, nicht mit der Rassenproblematik zu kämpfen zu haben. Der Blues wurde für seinen musikalischen Ausdruck geliebt, nicht für die Tatsache als suspekt angesehen, dass die Musik ursprünglich von schwarzen Musikern gespielt worden war. Der Blues wurde im Delta geboren, aber seine Pubertät und damit seine Reifung zum Erwachsenen erlebte er in England. Kommentare (1)
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Webmaster
said:
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Warum Grossbritannien? Eine gute Frage, warum denn soviele Bands in GB entstanden sind. Wahrscheinlich gibt es keine klare Antwort. Es ist ja auch eine Ironie des Schicksals, dass die amerikanische Musik ausgerechnet in einem Teil der Gesellschaft entstanden ist, der nicht nur gelitten hat und benachteiligt war (und ist?), sondern dessen kulturelle Äusserungen vom anderen Teil der Gesellschaft nicht als kulturwürdig betrachtet worden sind (dies übrigens nicht nur in den USA). Wieso sich diese Musik dennoch zur Basis der amerikanischen Musik durchsetzen konnte, ist ebenso rätselhaft, wie eben die Frage nach den Gründen für die Unzahl von Bands in GB. Es ist eben doch so, dass sich die Kunst eigene Wege sucht - und sie auch immer findet. Dennis |
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