Bloogle Leute Musikerportraits |
| Walt Baumgartners Aussprachetraining |
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| Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik | |||||||||||
Das Schulenglisch überwunden
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Authentisch? Hey Folks! Jede möglichst genaue Kopie ist eine Nachahmung und somit sicher nicht authentisch. Wie sieht's denn z.B. beim Reggae aus? Das charmante Pigdin-English mit dem Extremakzent wäre ja nicht wegzudenken. Warum darf man denn nicht hören woher der Sänger wirklich stammt? Ich glaube dieses Problem haben nur Schweizer. Ausserdem hat der fantastische Gitarrist Johnny A. mal gesagt: Der eigene Stil entsteht durch die Unperfektionen. Hau-hau-hau! -LL |
roadie
said:
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Authentisch? Hi Didi das finde ich eine gute Definition. Authentisch kann sowohl als auch sein, denn man kann "echt" sein, wenn man originell ist, als auch, wenn man etwas bestehendes reproduziert. Nikolaus Harnoncourt meinte sinngemäss mal, nachdem er zum ersten Mal Musik mit "Originalinstrumenten" eingespielt hatte und gefragt wurde, ob nun die Musik "echt" klinge, sprich, wie vom Komponisten beabsichtigt: Nein - denn die Leute seien nicht original und die durchschnittlichen instrumentalen Fähigkeiten heutiger Musiker sei weitaus höher als damals. . . |
Dirty Didi
said:
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... Hi roadle. Es gibt immer mehrere Meinungen und die Wahrheit ist oft irgendwo dazwischen. Ich frage mich aber was bedeutet Authentisch? Diese Frage kann man wohl nur subjektiv beantworten. Eigentlich bedeutet es "Echtheit". Muss man sich also Fragen ist Musik echt wenn sie an ein vermeintliche Original möglichst nahe kommt, oder ist sie echt wenn der Darbieter ein eigenes Original erschaffen hat. Peter Kosch ein genialer Jazzpianist aus Heidelberg, leider schon lange tod, hat zu dem Thema einmal gesagt. "Musik ist ein schweres Instrument". |
roadie
said:
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Akzent So einfach ist es nun doch nicht. Wir Europäer haben zwar unsere eigene Kultur und Vergangenheit, doch darin kommt Blues nicht vor. Natürlich absorbiert eine Kultur fremde Einflüsse (Gott sei Dank) und passt sie an die eigene an. Von daher gesehen gibt es überhaupt nichts zu sagen gegen Blues, geschrieben und gesungen in irgend einer Sprache, oder auch übersetzt aus dem Original, was natürlich auch für den ostschweizer Dialekt gilt. Wenn ein Musiker sich aber entschliesst, in einer ihm fremden Sprache zu singen, dann gehört es zur Authentizität, dass er dies mit so wenig Akzent wie möglich tut. Respekt also vor Walter, der es sich offenbar nicht einfach gemacht hat, seine Aussprache zu perfektionieren. |
Dirty Didi
said:
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ostschweizer Dialekt Hi Freunde. Ich schätze Walt auch seit langem als echten Bluesman. Zu dem Thema juckts mich aber. Warum etwas Nachahmen was man nicht ist. Authentizität ist das Schlüsselwort. Wir Europäer haben unsere eigene Vergangenheit und Kultur und wenn unsereins Blues mach, ist das eine Ausdrucksform dieser Kultur. Zudem kann ein Dialekt sehr interessant sein. Gugt doch mal wieviele Showstars nur wegen Ihres Dialekts den Durchbruch geschafft haben. Ich denke da an Rudi Carrell, oder Howard Carpendale oder Bill Ramsey. Ostschweizer Dialekt ist geil und authentisch. Etwas mehr Selbstbewusstsein bitte meine Damen und Herren!!! Odda was moinat Ihr? es grüßt Euch der Dirty Didi |
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Eines der Grundprobleme der Bluesmusik: Blues und amerikanisches Englisch gehören zusammen! Aber wie kriegt man als Schweizer eine solche korrekt klingende Aussprache hin? Diese Problematik beschäftigte Walt Baumgartner, und er fand für sich eine so einfache wie kreative Lösung: er suchte und fand Voice-Training, aber nicht für ein sauberes Bühnenenglisch, sondern für amerikanisch-englische Alltagssprache. Es geht darum als Bluesman zu reden, wie dem Blues der Schnabel gewachsen ist, aber das ist ein steiniger Weg. Die jüngsten Aufnahmen zeigen jedoch: die Arbeit hat sich ausgezahlt, die Songs von Walt’s Blues Box klingen nicht nur musikalisch nach Blues, auch der Gesang wurde neben der Bluesharp zu Walt Baumgartners gleichberechtigtem Ausdrucksmittel und davon profitiert wiederum der Sound der Band.
