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Bloogle Live Blues Anlässe Festivals CH

Blues Festival Basel 2011 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   

Das Bluesfestival Basel gehört zu den frühen Festivals im Jahreskalender. Die zwölfte Ausgabe wird dieses Jahr vom 12. bis 17. April 2011 zu erleben sein. Folgende Abende sind geplant: Swiss Talent Blues Night, Canadian Bluesnight, US Bluesnight By Helvetia, Swiss Chicago Blues Night, Swiss Blues Award Night, nebst dem traditionellen Blues Brunch am Sonntag. Bluesnews stellt hier Abende und die Musiker vor. Für jeden Abend verlosen wir jeweils 2 Eintrittskarten. Näheres dazu am Ende des Artikels.

Dies sind die ersten beiden Abende, Di. 12.4.2011 und Mi. 13.4.2011

12. April 2011: Swiss Talent Bluesnight in der Galery Music Bar Pratteln

Der Eröffnungsabend des Festivals gehört dem Nachwuchs. Die Förderung junger Talente wird vom Festival ausdrücklich unterstützt und so werden dieses Jahr zum ersten Mal an der Swiss Talent Blues Night drei Bands spielen, die zuvor aus acht Gruppen ausgesucht worden waren. Wir berichteten in diesem Artikel darüber.  Eine Fachjury wird die beste Band prämieren, die dann im nächsten Jahr an einem der Hauptabende auftreten kann.

13. April 2011: Canadian Blues Night im Volkshaus Basel

Kanada hat etliche grossartige Bluesmusiker hervorgebracht. Grund genug, einen Abend zwei Vertretern Kanadas zu widmen. Die Wahl fiel auf Layla Zoe und J.W. Jones.

Layla Zoe

Die begabte Layla Zoe wurde und wird mit den üblichen Superlativen und Vergleichen bedacht (Janis Joplins Reinkarnation, Kanadas Darling des Blues) wie sie Musikjournalisten gerne benutzen und seither voneinander abschreiben. Sie bringt zwei der wichtigsten Eigenschaften mit sich, die solche Vergleiche rechtfertigen: eine mächtige Stimme, die unter die Haut geht und die Fähigkeit, sich mit Haut und Haaren dem Song und dem Publikum hinzugeben und ihre ganzen Gefühle auf den Song zu fokussieren. Das rothaarige Energiebündel mit den auffallenden Tätowierungen hat mit Jeff Healey, Marty Sammon, Dary Wright und Pete Galanis zusammen gearbeitet. Inzwischen tritt sie mit ihrer eigenen Band auf: Layla Zoe (Gesang), Roy Herrington (Gitarre), Armin Alic (Bass), Mickey Neher (Schlagzeug) und Martin Scholz (Keyboard). Sie ist auch in Europa keine Unbekannte und hat hier auch mehrere Preise gewonnen. Bisher hat sie 5 CDs veröffentlicht: Born Under A Bad Sign, Jeff Healey and Layla Pt2, Birthday Song, That’s why I’m Crying und You Won’t Call.

Website: http://www.layla.ca/
MySpace: http://www.myspace.com/laylazoe


J.W. Jones

J.W. Jones konnten wir 2010 bereits am Geneva Blues Summit erleben. Unter den jungen, neuen Bluesgitarristen gehört er zweifellos zu den herausragenden Erscheinungen. Nicht umsonst wurde er für zwei Maple Blues Awards nominiert, ein Preis, der etwa dem Grammy entspricht. Seine stupenden Soli sind ein Feuerwerk an Spielarten und Einfällen, die er mit lässiger Selbstverständlichkeit aus dem Ärmel schüttelt. Dabei zitiert er augenzwinkernd andere Gitarristen und Stile, die er in sein Spiel ein streut. T-Bone Walker, SRV, Jimmie Vaughan, BB King, Buddy Guy, Robert Cray, oder auch Duke Robillard klingen an, ohne dass deren Stile zum Klischee  werden. Sein handwerkliches Können und sein Spielwitz sind beeindruckend. Er ist allerdings in erster Linie Gitarrist und nicht Sänger, versucht aber gar nicht erst, mit einer «Bluesstimme» zu singen. Seine Stimme ist aber durchaus sympathisch und seine Texte frisch und modern.

Der 1980 geborene JW Jones hat nach ersten Demos 1998 und 99 seit 2000 6 CDs veröffentlicht. Bereits sein Debutalbum  Defibrillatin' wurde zu Recht allgemein mit Aufmerksamkeit und Wohlwollen aufgenommen. Das letzte, erschienene Album wurde im Studio von Sun Records in Memphis eingespielt und wird dabei von Hubert Sumlin und Charlie Musselwhite unterstützt. Die meisten Songs in allen Veröffentlichungen stammen aus seiner Feder. 

«Klang und Effekte entstehen am Instrument und nicht in der Elektronik», lautet sein Credo. Er selbst hält sich an diese Erkenntnis und spielt auch ganz ohne Effektgeräte  und verwendet in der Regel während des ganzen Sets die gleiche Les Paul.

Seine beiden Begleiter stehen ihm in punkto Können in nichts nach.  Jeff Asselin ist ein bekannter Schlagzeuger in der Jazzszene Ottawas und tritt dort mit  seinem Bruder Brian James Asselin auf, der auch auf 2 der CDs der JW Jones Band mitgespielt hat. Er ist ein sichtbar leidenschaftlicher Schlagzeuger, dessen Stil sich durch enorme Kraft und Präzision auszeichnet. Seine staubtrockene Spielweise  und seine physische Präsenz sind beeindruckend. Wie Pistolenschüsse treffen seine Schläge den Takt punktgenau.

Clooney nennt die Band gerne Martin Régimbald, und in der Tat erinnert der Bassist äusserlich an den charmanten Superstar. Er spielt auch passabel Gitarre, wie man sich manchmal in einer amüsanten Showeinlage überzeugen kann, bei der während des Songs erst JW. Jones seine Gitarre hinstellt und mit dem Schlagzeuger zunächst vierhändig spielt, um ihn schliesslich fliegend zu ersetzen. Asselin spielt das gleiche Spiel mit dem Bassisten, während dieser nun den Part des Gitarristen übernimmt. Das Ganze - ohne hörbaren Unterbruch - geht dann auch wieder zurück.

Website: http://www.jw-jones.com/
MySpace: http://www.myspace.com/jw-jones

Für diesen Abend verlosen wir 2 Eintrittskarten. Einfach Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst und in die Mail eintragen, ob Steh- oder Sitzplätze gewünscht werden, dann abschicken. Ende der Verlosung ist Ende Januar 2011.

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