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Bloogle Live Blues Anlässe Festivals CH

Piazza Blues Bellinzona 2010 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   

Geballte Ladung

Ein beeindruckendes Programm haben der künstlerische Leiter Fritz Jakober und seine Leute für das diesjährige Bluesfestival in Bellinzona zusammen gestellt, das vom 15. Bis 17. Juli 2010 stattfindet. Mit einem vielversprechenden Mix aus grossen Namen und interessanten jüngeren Künstlern präsentieren sie ein Lineup, das schwer zu toppen ist. Es dürfte die Reputation des Festivals noch einmal steigern, das schon jetzt zu den feinsten Europas gehört.

Ein Programm also, das die Herzen aller Bluesliebhaber höher schlagen lässt. Bewährte internationale Superstars, neue vielversprechende Talente und einheimische Musiker. Mehr Blues an einem Festival kann man sich kaum vorstellen. Bluesfreunde müssen für ein solches Angebot durch halb Europa reisen, das hier im  zauberhaften Ambiente der Tessiner Hauptstadt geboten wird.

 

Programm
Donnerstag, 15. Juli 2010

Eröffnen wird das Festival die Sean Carney Band. Er spielt swingenden Jump Blues. Er gehört zu den besten Nachwuchs Bluesern in den USA und gewann 2007 die International Blues Challenge, den Albert King Award und den Titel «Beste Band in Columbus».

Mit San Pedro Slim tritt ein Sänger und Harpspieler aus Kalifornien auf. Er schreibt seine Songs selbst und ist ausserdem ein begabter Zeichner. Er spielt wunderbar groovenden West Coast Blues.

Seit seinem dritten, 2006 erschienenen Album People Gonna Talk gehört der britische R&B und Bluessänger, Songschreiber und Gitarrist James Hunter er zu den Erneuerern des Soul und Blues. Die CD war für den Grammy in der Kategorie Bestes Traditionelles Bluesalbum nominiert. Er lässt den Sound der Hitfabriken Motown und Stax neu aufleben. Rolling Stone meinte zu James Hunter: «. . .ein Genuss, den man nicht verpassen sollte»

Freitag 16. Juli 2010

Blues Culture, das sind das Hamburger Blues Urgestein Abi Wallenstein, der Harper Steve Baker und der Cajonspieler Martin Röttger. Sie sind nicht so leicht einzuordnen, stehen für erdigen Blues genauso, wie für stampfenden Boogie und fetzigen Rock. Abi Wallenstein und Steve Baker arbeiten seit zwanzig jahren zusammen, 2002 stiess Martin Röttger dazu und seither treten sie als Blues Culture auf.

Cedric Burnside, Schlagzeuger und Sänger ist ein Enkel von R.L. Burnside. Er und Malcolm Lightnin' sind ein Powerduo das funkigen Mississippi Country Blues spielt. Ihre CD 2 Man Wrecking Crew wurde 2009 als Debütalbum des Jahres ausgezeichnet.

Rick Estrin, der kalifornische Sänger und Harp Spieler bildete zusammen mit Charlie Baty die Band Little Charlie & The Nightcats, die seit Mitte der siebziger Jahre erfolgreich tourte. Als Frontmann der Band wurde er oft mit Charlie Baty verwechselt. Nachdem dieser sich zurückgezogen hatte, nannte sich die Band daher konsequenterweise Rick Estrin & the Nightcats. Rick Estrin und die Band sind für mehrere Preise der Blues Foundation nominiert: B.B. King Entertainer des Jahres, Harmonicaspieler des Jahres, zeitgenössisches Bluesalbum des Jahres und Band des Jahres.


Ein Höhepunkt in dieser Ausgabe des Piazza Blues ist ohne Zweifel Buddy Guy. Einen Musiker seines Kalibers vorzustellen ist fast schon kühn, denn er ist über die Kreise der reinen Bluesliebhaber hinaus bekannt. Unzählige Musiker wurden von ihm beeinflusst. Seit 1964 ohne Unterbruch an der Spitze, hat er eine der umfangreichsten Diskographien geschaffen, inzwischen sind es gegen hundert LPs bzw. CDs. Grammys und Blues Awards dürften bei ihm zuhause einen eigenen Schrank füllen. Natürloich wurde er in die Blues Hall Of Fame und Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen (1985 bzw. 2005) Abgesehen von seinen Fähigkeiten als Interpret ist er ein grossartiger Entertainer und eine Show mit ihm bleibt jedem, der sie erlebt hat, unvergesslich.

Samstag, 17. Juli 2010

Mit Marco Marchi & The Mojo Workers aus Lugano kommt die erste einheimische Gruppe auf die Piazza. Ein akustisches Trio, das authentischen Delta Blues, Folk, Country Blues bis zu den Anfängen des Chicago Blues spielt und Anfang 2009 gegründet wurde.

Philipp Fankhauser ist der zweite Schweizer Künstler am Festival. Er ist am Piazza Blues 2006 bereits aufgetreten. Philipp Fankhauser ist bestimmt der profilierteste und wohl der international bekannteste Schweizer Bluesmusiker. 2004 trat er als mit seiner Band erste europäische Gruppe am Chicago Blues Festival auf. 2005 wurde er für die Nomination des Grammy in der Kategorie Bestes zeitgenössisches Bluesalbum vorgeschlagen. Seine Konzerte sind regelmässig im voraus und rasch ausverkauft.

Stevie Ray Vaughan hat in vielen Interviews betont, er würde gerne so spielen können, wie sein Bruder Jimmie Vaughan. Er hat vier Grammys gewonnen, zwei davon im gleichen Jahr (1990) Nach dem Tod seines Bruders auf dessen Karrierehöhepunkt zog er sich für einige Jahre zurück. Hier tritt er mit seiner Tilt-A-Whirl Band auf und bringt  Lou Ann Barton nach Bellinzona, der Texas Bluessängerin schlechthin. Zu erwarten ist harter und rockiger Texasblues vom allerbesten.

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei und so steht mit Robert Cray der dritte Höhepunkt des Piazza Blues an. Auch er wurde mit fünf Grammys ausgezeichnet. Seine Musik ist breit gefächert mit einem Schwerpunkt im Soul, sein Gitarrenspiel klar und modern und seine Stimme ausdrucksvoll.

Links
Sean Carney Band
San Pedro Slim
James Hunter
Blues Culture
Cedric Burnside & Malcolm Lightnin'  
Rick Estrin & the Nightcats 
Buddy Guy
Marco Marchi & The Mojo Workers
Philipp Fankhauser
Jimmie Vaughan
Lou Ann Barton
Robert Cray

 

 

 

 

 

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