3. Sierre Blues Festival - Der Macher
Unter dem Motto Universalität
des Blues geht das Walliser Festival dieses Jahr in die dritte Runde. Vom
25. Bis 28. August gehört das Winzerstädtchen an der Grenze zwischen dem Ober-
und Unterwallis dem Blues. Neben dem Festivalgelände mit den Abendkonzerten auf
der Hauptbühne und der Dorfbühne werden auch in diesem Jahr die Strassen,
Restaurants und öffentlichen Einrichtungen Sierres zur Bühne für Musiker aus
der ganzen Welt und den zwölf Takten in all seinen Schattierungen. In dieser
Folge von Beiträgen stellen wir das Festival vor.
Wir beginnen mit einem Blick hinter die Kulissen und stellen den Präsidenten des Festivals, Silvio Caldelari vor.
Neben einer Vielzahl freiwilliger Helfer weist die Website
des Festivals ein Komitee mit fünfzehn Mitgliedern aus. Motor des Ganzen ist
der Silvio Caldelari. Der 48 jährige
Präsident des Festivals betrieb fünfzehn Jahre lang eine Bluesbar in Sierre und
ist damit ein ausgewiesener Profi in Sachen Bluesveranstaltungen. Er arbeitet
für eine Brauerei im Wallis. Obwohl in Bern geboren, ist er Sierrer, legt aber
Wert darauf nicht bloss Walliser und Schweizer, sondern Weltbürger zu sein. Der
frisch gebackene Vater einer Tochter spielt seit einiger Zeit Bluesharp, nach eigenem Bekunden noch am Anfang. Neben seiner Familie gehören
Eishockey und Harley Davidson zu seinen Leidenschaften und natürlich Blues und
Rock. Bescheiden meint er, sein Interesse sei es, Leute glücklich zu machen und
darüber selbst glücklich zu sein.
Wir haben mit ihm über das Festival geplaudert:
bluesnews: Das Sierre Blues
Festival geht in die dritte Runde. Läuft bisher alles wie geplant?
Silvio Caldelari: Ja alles geht und wir
sind im Plan ein bisschen voraus.
Sierre liegt an der
Sprachgrenze des Valais. Es spricht damit sowohl die deutschsprachige, als auch
die französisch sprechende Schweiz an. Wie gross ist Besucheranteil aus den jeweiligen
Landesteilen?
Da wir als
zweisprachiges Festival auftreten (Partnerschaft mit den beiden Zeitungen Nouvelliste
und Walliserbote , den 2 Radios Rhône FM und Radio Rottu, sowie dem zweisprachigen,
kantonalen Fernsehen Canal/Kanal 9 und unsere Website auch in 2
Sprachen (sogar 3 mit Englisch) eingerichtet haben, hoffen wir auf 50% von jeder
Seite des Kantons und der Schweiz.
Glaubst Du, dass es
Unterschiede gibt zwischen Bluesfreunden aus der Deutschschweiz und der
Romandie gibt? Wenn ja, welche?
Ich glaube nicht. Vielleicht
klingt es «neu» Bluesfestivals in der Westschweiz zu organisieren, während die
Deutschschweiz und der Tessin eine längere Tradition im Durchführen von
Festivals haben, aber Bluesfans sind überall gleich.
Im letzten Jahr
konnte man in ganz Sierre während des Festivals auch tagsüber an verschiedenen
Orten Blues hören. Die Stadt war sozusagen über die ganze Zeit in Musik
eingetaucht. Wird das auch in diesem Jahr der Fall sein?
Ja klar. Wir möchten
auf diese Weise der Stadt, die uns sehr unterstützt, etwas zurückgeben und das
ist diese Belebung der Stadt. So haben auch die Leute Spass, die am Abend nicht
unbedingt die Möglichkeit haben, das Festival zu besuchen.
Das Programm bietet
Blues in diversen Stilen mit internationalen Künstlern. Wir würden jedoch Status
Quo nicht als Bluesband, sondern als pure Rockband einordnen. Wieso wurde
gerade diese Band als Headliner für ein Bluesfestival ausgesucht?
Klar wird diese Wahl einige
Puristen unter den Bluesfans erschrecken. Wir wollten aber eine Band, die viel
Publikum bringt und zwar aus zwei Gründen: Erstens soll dieses Publikum unser
Festival kennen lernen und zweitens am gleichen Abend Blues Künstler und
Blueskultur erleben.
Nehmen wir an, es
gibt keine Budgetprobleme oder andere Hindernisse. Welche Band wäre Dein Traum
für das Festival?
Zwei Träume: erstens
AC / DC und zweitens Eric Clapton und seine Freunde im Crossroads Guitar
Festival. Fantastisch. . .
Am Sonntag steht Blues in School auf dem Programm. Was
genau wird da geboten?
Unsere OK Mitglied Annick Voland ist verantwortlich dafür,
das Programm Blues in School in unsere Schule zu bringen. Wir haben das letztes
Jahr zum ersten Mal mit einem kleinen Konzert mit 20 Kindern in einer 3. Primar
Schulklasse angefangen. Dieses Jahr werden 80 Schüler mit dem Walliser Sänger Paul Mac Bonvin auf der Bühne stehen
und singen. (Paul Mac Bonvin ist Winzer, Gastronom und Country- und Rocksänger in Sierre. d.R.)
Auf welche Band
freust Du Dich persönlich am meisten?
Ich bin gespannt auf
Kara Grainger und Janiva Magness. Aber da wir dieses Jahr das ganze Programm zu
zweit zusammengestellt haben, freuen wir uns auf alle. . .
Sind schon alle
Tickets verkauft, oder hat es noch Plätze?
Es gibt noch Plätze
aber wir haben schon fast 2'000 Tickets verkauft. Ich glaube wir sind nicht zu
teuer und das Wallis ist so schön. . . Willkommen am Sierre Blues Festival 2011
Silvio Caldelari,
vielen Dank für das Gespräch.
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