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Bloogle Live Blues Anlässe Festivals CH

Swiss Blues Night im Sudhaus Warteck PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   

louisvanderhaegen.jpg Wo früher die kupfernen Sudkessel standen, fand am Mittwoch, den 9. April im Rahmen des 9. Blues Festival Basel die Swiss Blues Night im Sudhaus Warteck pp statt. Man kann am Boden die kreisrunden Angrenzungen noch in den Fliesen sehen, wo die Kessel einmal standen. Blues statt Bier? Blues und Bier! Gegenüber der Bühne eine Bar mit ein paar Tischen, etwas erhöht, man darf sogar rauchen (jaja). Hier kann man etwas trinken oder auch sein Getränk zum einem der Tische in der Theaterbestuhlung mitnehmen.  Eher Blueskneipenatmosphäre als Konzertstimmung.

Ein aufgeräumter  Louis van der Haegen kündigte einen abwechslungsreichen und musikalisch vielversprechenden Abend an, bei dem auch das Publikum wählen sollte, welche der drei Bands ein Engagement für die Blues Night in Gossau vom 5. Juli erhalten wird. Um es vorweg zu nehmen, die Wahl fiel zu Recht knapp aus, alle drei Gruppen waren glänzend aufgelegt und in guter Form.

harprisebluesfestbs.jpgHarprise & His Blues Crew waren der schwungvollen Auftakt des Abends. Die Band lieferte eine saubere Nummer nach der anderen. Der erst kurz vor dem Gig zur Band gestossene Michel Chanmongkhon alias IceB ist eine echte Bereicherung. Sein Gitarrensound ist markant und unverwechselbar. Wo sein Vorbild Albert Collins Klapperschlangenrasseln in der Gitarre hat, scheint er Wüstenstaub zu haben, so total trocken ist sein Anschlag.  iceb.jpgNik Works Bass spielt einen prägnanten und transparenten Bass, der junge Sascha Frischknecht bildet mit einem sicheren Gefühl für die richtige Lautstärke und einem erfrischenden Groove die solide Basis sowohl für  die Musik als auch für Harprises gekonnte Bühnenshow, gar nicht einfach auf der kleinen Bühne. Grossartig auch René „Hammond" Weber, der das Publikum mit seinen Soli in Stimmung brachte.

 

 

Der zweite Teil des Abends bestritt die Crossover Blues Band. Das Energiebündel Evelyne Pequignot überzeugte mit ihrer Professionalität und erfrischenden evelynpequignot.jpgNatürlichkeit und präsentierte dem Publikum rockigen und modern interpretierten Blues, der Coverversionen und eigene Stücke beinhaltete. Mit Hoochie Coochie Lady gelang der Baslerin eine ironische Coverversion des Klassikers von Muddy Waters. Evelynes Bühnenpräsenz und Stimme, wie auch die Band mit Loris Mariuzzo an der Gitarre, Ady Schulthess am Bass, Adrian Larcher am Schlagzeug und Päde Brunner am Keyboard sangen und spielten sich in die Herzen des Publikums.

Mit dem Auftritt von Walt's Blues Box konnte das Publikum den dritten Teil des Abends geniessen. Ein fulminantes Harpsolo zu Beginn, wie als Antwort auf Harprises Auftritt, zeigte Walter Baumgartners Qualitäten als Mundharmonikaspieler. Eine Version von Train Train, die dann alle Facetten des Harpspiels zeigte und die Grenzen zwischen Blues und Jodel, Harmonika undwaltbluesboxbluesfestbs.jpg Stimme sprengte, bevor der Rest der Band die Bühne betrat: Joe Schwach (Gitarre), Felix Widmer (Keyboards), Markus Schelling (Bass) und Marco Besomi (Schlagzeug). Nach dem ersten Stück stiess die Upperclass Windmachine dazu: Roman Weissert und Raffaele Lunardi (Saxophone), sowie Silvan Kieser (Trompete). Diese Formation hat sich schon in der Vergangenheit bewährt und wieder zeigte sich die vereinte Combo in bester Spiellaune. Funkiger Blues mit soliden Bläsereinsätzen, abwechslungsreich und voller Power.

Das Publikum war zu Recht begeistert von allen drei Bands, entsprechend knapp fiel die Wahl der besten Band aus und jede erhielt fast gleich viel Stimmen. Walt's Blues Box hatte etwas mehr Glück als die anderen und gewann den Wettbewerb. Louis van der Haegen hatte es einmal mehr geschafft, einen schönen Abend mit herrlichem Blues und grossartigen Interpreten zu organisieren. Ich kann nur jedem empfehlen, an den Gigs des Blues Festival Basel teilzunehmen und sich davon zu überzeugen, was für eine attraktive Bluesszene wir in der Schweiz haben.

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