Bloogle Musik Diskographien |
| Der Jäger der fast verlorenen Schätze |
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| Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik | |
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Auf der Seite kann man richtig gute Musik hören, tolle Details entdecken und eine Website bestaunen, die technisch sehr gut gemacht ist und die informativ und spannend, mit viel Aufwand und Liebe gestaltet wurde: Den Blog von Red Kelly. [http://redkelly.blogspot.com/]
Die A-Seite war also wichtig und meistens die erfolgreiche Seite, während die B-Seite ohne Bedeutung blieb. Die wenigen Ausnahmen wie Reinhard Meys Superhit Über den Wolken (als B-Seite von Mann aus Alemannia) oder Gloria Gaynors I Will Survive (als B-Seite von Substitute) bestätigen die Regel. Bei Re-Issues von Künstlern, best-of-Kompilationen und dergleichen werden in der Egel nur die A-Seiten auf CD transferiert, die Aufnahmen, die die B-Seiten waren, gehen dadurch verloren. Red Kelly hat nun seine gesamten Singles digitalisiert, bzw. ist noch immer dabei, und er veröffentlicht die Songs auf der Seite [http://redkelly.blogspot.com/]. Auf der rechten Seite ist nach etwa einem Drittel der Website der «Artist Index» zu entdecken, von dem aus man auf eine Menge Unterseiten zu den jeweiligen Musikern hat, jede mit einem Titel, einer B-Seite als Hörbeispiel in voller Länge ausgestattet. Die dazu gegebenen schriftlichen Informationen sind reichhaltig, und in der Regel ist das Hörbeispiel vorbei, ehe man die Seite zu Ende gelesen hat. So findet sich beispielsweise eine Aufnahme von Chuck Berry, auf der er Guitar Slims Hit von 1954 covert: The Things that I Used to Do. Dazu gibt es einen schwärmerischen aber umfassenden Artikel zu Chuck Berry, bei dem sehr viele Begriffe auf externe Webseiten verlinkt sind. Diese Artikel sind mit grosser Sorgfalt verfasst und sie sind informativ. Auf dieser spannend geschriebenen und unterhaltsamen Website kann man vieles entdecken, ungeahnte Schätze warten darauf, gehoben zu werden. Red Kellys Seite beinhaltet nicht nur Bluesmusiker, auch Soul, R&B, Rock'n'Roll und Rap sind vertreten. An Bluesern sind die folgenden Musiker vertreten: Chuck Berry, Bobby Bland, Booker T & the M.G.'s, Charles Brown, Ruth Brown, Solomon Burke, Bo Diddley, Willie Dixon, Doctor John, Slim Harpo, Etta James, Louis Jordan, King Curtis, Little Milton, Mighty Sam McClain, Esther Phillips, Professor Longhair, Irma Thomas, Allen Toussaint und Ike Turner. Es folgt nun noch eine Liste sämtlicher im Moment auf seinem B-Seiten Archiv enthaltenen Künstler. Die Zahlen hinter manchen Namen bezeichnen Musiker mit mehreren Titeln: Johnny Adams (2), Sam Baker, Lee Bates, Les Baxter, Chuck Berry, Bill Black's Combo, Bobby Bland, Eddie Bo, Booker T & the M.G.'s, Don Bryant, Charles Brimmer, Charles Brown, Charles "Soul" Brown, James Brown (4), Ruth Brown, Solomon Burke (3), Bobby Byrd (2), Roy C (2), Chick Carbo, Carl Carlton, James Carr, Clarence Carter, Otis Clay (3), Arthur Conley (3), Sam Cooke, Don Covay, Tyrone Davis, William DeVaughan, Bo Diddley, Willie Dixon, Doctor John, Renaldo Domino, Lee Dorsey (2), The Drifters, Roberta Flack, King Floyd (5), Aretha Franklin, Barbara George, The Golden Toadstools, Grandmaster Flash & the Furious Five, Slim Harpo (3), Betty Harris, Isaac Hayes, Joe Haywood (2), Roy Head, Jimi Hendrix, Willie Hightower (2), Jessie Hill, Z.Z. Hill (2), J. Hines & The Boys (2), The Impressions, Luther Ingram, Ray J., George Jackson (2), Ralph "Soul" Jackson (2), Etta James, Waylon Jennings, Mable John, Syl Johnson (3), Johnny Jones, Louis Jordan, Sax Kari, Chris Kenner, King Curtis (2), Robert Knight, Kool & The Gang, Betty LaVette, Lazy Lester, Les Sultans, Little Buster (2), Little Milton, Little Richard, Little Willie John, Los Andinos, Barbara Lynn, Herbie Mann, The Masqueraders, Clyde McPhatter, The Meters (2), Mighty Sam, Buddy Miles, Gene 'Bowlegs' Miller, Jimmy McGriff, Amos Milburn, The Miracles, Willie Mitchell (2), Dorothy Moore, Oliver Morgan, Nathan & The Zydeco Cha-Chas, Art Neville, The Ovations, Robert Parker, Ann Peebles, Esther Phillips, Wilson Pickett (2), Pilgrim Travelers, Elvis Presley, Billy Preston (3), Professor Longhair, James & Bobby Purify, Lou Rawls, Eli 'Paperboy' Reed & the True Loves, Alvin Robinson (2), Roscoe Robinson (2), The Sandpebbles, Shirley & Lee, Joe Simon (2), Percy Sledge, Annette Snell, The Soul Children, Soul X 2, Southern Tones, Benny Spellman, Dusty Springfield, Candi Staton, Johnnie Taylor, Ted Taylor (2), Joe Tex, Irma Thomas, The Tikis, Kim Tolliver, Oscar Toney, Jr. (2), Allen Toussaint, Trio Los Montalvinos, Trio Palmar, The Triumphs, Ike Turner, Len Wade, Dinah Washington, Walter Washington, Lynn White, Percy Wiggins, Spencer Wiggins, Wild Magnolias, Jerry Wexler, Bob Wilson (2), Bobby Womack (2), O.V. Wright (6) Kommentare (0)
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Im Internet sind wir neulich auf eine Website gestossen, die
eine sehr verdienstvolle Arbeit leistet, die aber vor allem auch viel Spass
macht und sehr unterhaltsam und informativ ist. Der Besuch der Website wird
wärmstens empfohlen, denn darauf verbirgt sich viel gute Musik. Es ist eine Website,
auf der die B-Seiten gewürdigt werden.
Wer sich in den englischsprachigen Blog von Red Kelly
begibt, findet eine Website, die dazu dient, Musik publik zu machen, die sonst
vielleicht für immer verloren gehen könnte: Die B-Seiten der Singles von Red
Kellys persönlicher Plattensammlung (wir nehmen an, dass es sich nicht um den
Eishockeyspieler Leonard Patrick «Red» Kelly handelt, den achtfachen
Stanley-Cup Gewinner mit den Detroit Red Wings und den Toronto Maple Leafs,
sondern um einen Fan von ihm). Red Kelly hat eine grosse Sammlung mit 45er
Singles, und er hat die Rückseiten der Singles digitalisiert und veröffentlich
diese auf seiner Website. Dazu schreibt er ausführlich über die Musiker und
deren Werdegang, häufig mit interessanten Einblicken. Jede der so
veröffentlichten B-Seite kann man mit einem einfachen Click anhören (wenn man
einen Flash-Player installiert hat). Man muss dazu keine Mitgliedergebühren
zahlen oder sich nicht registrieren lassen. Die Titel kann man nicht
herunterladen, aber man kann sie beliebig oft anhören.
Für diejenigen Besucher unserer Website, die sich vielleicht
nicht im Klaren darüber sind, was eine B-Seite ist, hier ein kurzer
historischer Abriss: Die Schallplatte, die man heute meist Vinyl nennt, war das
den Markt beherrschende Medium für den Verkauf von Musik von 1910 bis in die
80er Jahre, als die Tonbandkassette und vor allem die CD den analogen Tonträger
zu verdrängen begannen. Für die grosse Blüte des Jazz und des Blues also war
die Vinyl-Analog-Schallplatte die dominierende Form, wie Musik verkauft wurde.
Am Anfang der Plattenindustrie waren die Schallplatten noch aus dem
zerbrechlichen Schellack. Diese liess man mit 78 Umdrehungen pro Minute auf dem
Plattenteller drehen, setzte die Nadel auf uns hörte die darauf befindliche
Musik. Diese ersten Platten waren Scheiben von 25 Zentimetern Durchmesser, und
auf ihnen war ein Lied von höchstens drei Minuten aufgezeichnet. 1948 führte
das Label Columbia dann die Langspielplatte ein, und 1949 folgte RCA-Victor mit
der «Single». Diese Tonträger waren aus Vinyl hergestellt und weil sie mit
niederen Umdrehungen von 33, bzw. 45 U/min gespielt werden konnten, war es
möglich, eine Schallplatte herzustellen, die länger lief, also mehr Lieder
enthielt (eben die Langspielplatte oder LP) oder wesentlich kleiner war.
Während die ersten Tonträger lediglich eine bedruckte Seite
hatte, kamen ab 1910 der beidseitige Druck und somit die Veröffentlichung von
zwei Songs gleichzeitig in Mode. Am Anfang gab es keine Gewichtung der Lieder,
aber mit dem Aufkommen der Jukebox und der grösseren Bedeutung des Radios wurde
es wichtig, eine A-Seite zu haben, die mit 