Bloogle Musik Medien |
| Blues-Friedhöfe im Internet |
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| Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik | |
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Für Bluesfans ist eine Reise in die USA eine feine Sache. Wenn man es gut anstellt, kann man viel Live-Musik hören und eine gute Zeit haben. Eine Bluesreise - oder Blues Pilgrimage (Pilgerfahrt) - wenn man lieber mag, kann für Bluesfans bedeuten, nach Chicago zu gehen und sich die Klubs auf der Southside anzuhören. Eine andere Möglichkeit ist die Reise in den Süden, ins Delta oder gleich bis nach New Orleans durch. Dabei sind beliebten Reisezeile die Gräber toter Bluesmusiker. Als Vorbereitung einer solchen Reise oder auch als Ersatz gibt es eine coole Webseite unter dem Namen www.deadbluesguys.com . Die Leute von «Tote Bluesjungs» zeigen von siebzig Blueskünstlern den Grabstein, häufig auch die Umgebung des Grabsteins, und dazu gibt es eine kleine Legende, in welcher der Ort und Friedhof genannt wird, in dem das Grab zu finden ist. Die Idee zur Website begann vor einigen Jahren, als die beiden Macher der Seite, Chefredator Jim Walton und «Publisher» Owen Weekley zu einer Hochzeit nach Texas fuhren und dabei die letzte Ruhestätte von Blind Lemon Jefferson besuchen wollten. Ihr lakonische Begründung auf der Website: Why? Why not? Und in der Tat, wieso soll man sich auch nicht für Gräber von Bluesmusikern interessieren. Die Gräber erzählen interessante Geschichten und sie sind zumeist mit bezaubernden kleinen Details ausgestattet, die man auf den Photos gut erkennen kann. Und bevor man wieder mal ins Delta reist, wäre vielleicht ein Besuch der Website deadbluesguys.com eine schöne Idee - nicht nur zu Halloween. Bei manchen der 70 ausgewählten Toten mag man sich fragen, wieso die bei den Bluesern stehen (Ellington, Miles Davis), aber meistens sind es waschechte Bluesmusiker, deren Gräber hier gezeigt werden. Selbstverständlich gibt es auch T-Shirts und andere Memorabilien zu finden- Und wenn man will kann man seine eigenen Bilder einsenden. Unter der Rubrik «Missing» steht zudem eine Wunschliste der Gräber, von denen ein Bild noch fehlt. Vielleicht ja ein Anstoss für eine Amerikareise, jetzt, da wieder ein sympathischer Mann im Weisen Haus residiert. Der lohnendste Ort wäre übrigens Worth, Illinois, ein Vorort im Süden von Chicago. Auf dem dortigen Restvale Cemetery liegen begraben: Muddy Waters, Earl Hooker, Big Walter Horton, Magic Sam, Valerie Wellington und Luther Tucker. Im selben Ort, bloss auf dem Lincoln Cemetery liegen Jug Ammons und Jimmy Reed.
Die Seite www.deadbluesguys.com zeigt die Gräber der folgenden Musiker
Albert King Kommentare (0)
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Wieso steht auf dem Grab von Stevie Ray Vaughan der Name Stephen Ray Vaughan? Die Fans stahlen immer wieder die Buchstaben oder sogar die Grabplatte und nach Jahren mit Behelfslösungen aus Klebeband oder so hat man nun offenbar einen falschen Namen in Kauf genommen. Solches und anderes erfährt man auf der Website, die sich dem Blues nach dem Leben annimmt.
