Nothing But The Blues - Kulturgeschichte
Im Bereich Kulturgeschichte gibt
es einige sehr gute und klassische Bücher. Hier soll der grosse Bildband Nothing But The Blues besprochen
werden.
Nothing But The Blues : The Music and The
Musicians (Lawrence Cohn, ed.) - .
432 S., Illustr. - . New York, London, Paris: Abbeville Publishers, 1993
- . ISBN 1-55859-271-7.
Dieses wunderbare Werk von elf verschiedenen Autoren,
kompiliert von Cohn, stellt eine umfassende Darstellung des Blues in all seinen
Facetten dar. Nicht nur wird darin der «Mainstream» abgehandelt
(Mississippi-Delta - Chicago - British Invasion - Texas), sondern der
Bluesbegriff wird weiter gefasst.
Cohn ist der Produzent der Roots 'n Blues Aufnahmen. Zudem
gab er die Doppel-CD-Box Robert Johnson
: The Complete Recordings heraus, die 1991 einen Grammy gewann..
Das Buch ist in thematische Kapitel aufgeteilt, geht also
nicht chronologisch durch die Jahrzehnte. Entsprechend gibt es ein Kapitel zu White Country Blues, in dem etwas Jimmie
Rodgers, The Yodelin' Breakman, erwähnt und gewürdigt wird. Aber auch Gene
Autry, der singende Cowboy kommt darin vor und andere Personen, die in der
Regel vollkommen unbekannt sind. Das Buch fordert den Leser dazu auf, immer
wieder die eigene Vorstellung und Definition des Blues zu hinterfragen.
Ein weiteres Kapitel befasst sich mit der Ostküstentradition
aus South Carolina und eines behandelt die Field-Trips von Alan Lomax, die
dieser für die Library of Congress unternahm. Damals wurde Leadbelly entdeckt,
und das Buch Lomax' Leistungen eindrücklich.
Neben ausgezeichneten Texten gibt es Bilder praktisch aller
erwähnten Musiker, was zur Folge hat, dass eine einmalige Dokumentation
vorliegt, was sowohl Breite als auch Tiefe angeht.
Im Anhang findet sich eine ausgezeichnete Diskographie und
ein gutes Register.
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