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Bloogle Musik Rezensionen Konzerte

11. Bluesfestival Basel - Swiss Chicago Blues Night PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   

Die Propheten gelten im eigenen Land doch

Das bewiesen an diesem letzte Abend des Festivals gleich zwei Blueser. Chris Harper und Sam Burckhardt, die beiden in Chicago lebenden Schweizer Musiker brachten in 2 Sets unterschiedliche, aber qualitativ hoch stehende Musiker aus der Windy City auf die Bühne des 11. Blues Festival Basel.

Louis van der Haegen ist es damit gelungen, zwei in Chicago lebende und arbeitende Musiker für das Festival zu gewinnen, die nicht nur gut spielen, sondern durch ihre guten Kontakte auch aktuelle Bluesmusiker aus der Chicago Bluesszene für das Festival zu begeistern.

 

Chris Harper Swississippi

Chris Harpers Swississippi lieferte das erste Set der Swiss Chicago Blues Night, die am vierten Abend des 11. Blues Festival Basel stattfand. Chris Harper (Harmonika, Gesang) erschien mit Mike Wheeler (Gitarre), Larry Williams (Bass), Brian James (Keyboard) und Cleo Cole (Schlagzeug) Im Grunde genommen ist das die Mike Wheeler Band, nur dass dort noch Lawrence Fields am Saxophon mitspielt. Mike Wheeler gehört zu den neuen, jungen Chicagoer Bluesgitarristen und ist bekannt für seinen tollen Gesang. Er hat mit vielen Grössen des Blues zusammen gearbeitet. Auch Larry Williams hat einen ausgezeichneten Ruf und seine Meriten unter anderem mit B.B. King, Bobby Rush oder Koko Taylor erspielt. Er spielt auch bei Big James And The Chicago Playboys – wo auch Mike Wheeler mitspielt. Ein eingespieltes Team bewährter und anerkannter Musiker also, das einiges erwarten liess.

Mit einem Erdbeben beginnen und dann langsam steigern. Dies schien das Motto der Show zu sein. Die gut gelaunte Band startete das Set mit vollem Druck mit einem Medley und zu Anfang etwas unglücklich ausgesteuerten Sound. Sehr professionell lächelten die Musiker ins Publikum und strahlten Energie und gute Laune aus. Für meinen Geschmack ein wenig Überschmäh, vorerst kam jedenfalls bei mir mehr Show als Bluesgefühl an, das sollte sich erst nach etwa einem Drittel des Sets ändern. Nach dem Eingangssong trat Chris Harper auf und legte los.

Mit Early In The Morning wird Mike Wheeler seinem Ruf als guter Sänger gerecht. Nun hatte die Band zu sich gefunden und der Schwerpunkt verlagerte sich von der Show wieder mehr zur Musik. Ruhigere Titel wie Hole In The Wall und Can’t You See brachten Ruhe in die Show und wurden vom Publikum auch honoriert. Mit Jesse James King und Peaches Staten brachte Chris Harper schliesslich zwei weitere bekannte Namen auf die Bühne. Jesse James King entpuppte sich als guter Sänger und Organist mit Qualitäten als charmanter Unterhalter im Stil von Cab Calloway. Peaches Statens ist ein kleines Energiebündel mit einer souligen Stimme.

Alles in allem eine explosive Show mit einem Chris Harper, der abwechselnd sehr präsent war, sich aber auch zurücknehmen konnte, um die Bühne seinen Musikern zu überlassen.

Sam Burckhardt and Band und Zora Young

Das zweite Set der Swiss Chicago Blues Night brachte mit dem Swiss Blues Award Preisträger Sam Burckhardt nach Chris Harper einen weiteren Schweizer Musiker auf die Bühne, der in Chicago lebt. Seine Band bestand aus Steve Freund (Gitarre), Barrellhouse Chuck (Piano), Bob Stroger (Bass) und Kenny Smith (Schlagzeug), allesamt hochkarätige Musiker. Dazu war die ebenfalls renommierte Zora Young angekündigt.

Der Auftritt begann vielversprechend und entwickelte sich im weiteren Verlauf zum Highlight. Toll arrangiert und vielseitig wurde begeisternder Chicago Blues  gespielt. Sam Burckhardt brachte mit seinem Saxophonspiel eine jazzige Note in die Titel. Sein Spiel klingt auch in den heissesten Soli klar und transparent und schafft es, auch den angegrautesten Stücken aus dem Blueskanon neues Leben einzuhauchen. Das liegt natürlich auch an allen übrigen Musikern, die sich von ihrer besten Seite zeigten. Klassiker wie Key To The Highway als Duett von Stroger und Freund oder Keep On Drinkin‘ von Barrellhouse Chuck dargeboten, kamen frisch und inspiriert daher. Kenny Smith gehört zweifellos zu den besten Drummern, die zurzeit unterwegs sind, phantasievoll und präzise. Über das Ganze gesehen ein grossartiger Auftritt einer grossartigen Band.

Erst nach dem zehnten Titel trat Zora Young auf. Sie gehört, wie die Mitglieder der Band, zu der zunehmenden Zahl von Bluesmusikern, die oft und gerne durch Europa touren. Wahrscheinlich spielt es für ihre Performance keine allzu grosse Rolle, wer sie begleitet.  Aber mit dieser Band, mit der sie bereits zusammen arbeitet, nicht zuletzt beim Einspielen Ihrer CD Sunnyland im letzten Jahr, konnte sie ihre Qualitäten voll entfalten.  Diese liegen nicht nur darin, dass ihre Stimme locker einen Saal füllt, sondern vor allem in den leisen Tönen, mit welchen sie sich unter die Haut singt. Als willkommenes Sahnehäubchen gab es dann noch einen Auftritt Charlie Musselwhites gegen Ende des Sets. 

 

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