close

Besucher seit 6.11.2008

JoomlaWatch Stats 1.2.8b by Matej Koval

Länder

59.9%SWITZERLAND SWITZERLAND
17.2%GERMANY GERMANY
8.9%UNITED STATES UNITED STATES
2.5%AUSTRIA AUSTRIA
2.4%JAPAN JAPAN

Besucher

Today:  33


Top Panel
Besucher
Top Panel
FunkyVirus
ALLE  |0-9  | A  | B  | C  | D  | E  | F  | G  | H  | I  | J  | K  | L  | M  | N  | O  | P  | Q  | R  | S  | T  | U  | V  | W  | X  | Y  | Z

Bloogle Musik Rezensionen Konzerte

Exbluesive - Big Daddy Wilson PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
Sanfte Klänge im Galery
Der 19. November 2010 gehörte den ruhigen Klängen. Mit Big Daddy Wilson holte Exbluesive einen sanften, poetischen Musiker auf die Bühne, dessen Stärken in seiner einmaligen Stimme, den Texten seiner Songs und seiner Persönlichkeit liegen. Der in Deutschland lebende Mann aus North Carolina ist unverkennbar. Wir konnten ihn zuletzt am Bluesfestival 2009 in Basel erleben, wo er einen beachteten und begeisternden Auftritt hatte.

Als Support Act spielte Ralf Brauner. Der Gitarrist aus Trier besticht durch virtuoses Fingerpicking und Slidespiel, sowohl akustisch, als auch elektrisch und sein Repertoire schliesst viele Eigenkompositionen ein. An diesem Abend allerdings konzentrierte er sich jedoch auf Songs anderer Musiker, namentlich Jimmie Rodgers, Robert Johnson, Keb Mo und Big Bill Broonzy und spielte ausschliesslich eine akustische Gitarre. Seine Darbietung ist ein Stück Kammermusik, perfekt dargeboten und von beeindruckender Tiefe. Er spielte zunächst zehn Titel solo, dann kam Alison Joy Williams dazu, eine Sängerin aus Nashville, die selbst Songs schreibt und auch schon 2 CDs veröffentlicht hat. (Crossroad 2005 und Blonde Hair Blues 2009)

Für den letzten Song schliesslich kam Malte Rösner dazu, ein etwa 12 jähriger Junge, der Cajon spielt und allgemein als regionales Nachwuchstalent gehandelt wird. Er machte seine Sache gut, wir konnten allerdings nichts feststellen, was uns zu solchen Superlativen verleiten würde, ausser seinem Alter. Allerdings war auch sein Einsatz zu kurz, schliesslich muss auch ein Kind erstmal in Fahrt kommen. Es war aber auf alle Fälle ein guter Entschluss, etwas zusätzliche Farbe in das Set zu bringen, akustische Darbietungen neigen dazu, etwas eintönig zu werden.

Schliesslich trat Big Daddy Wilson auf. Der Sänger mit der Milch- und Honigstimme trat hier anders als angekündigt mit Jochen Bens (Gitarre) und Andreas Müller (Bass) auf. Er selbst hat eine Conga, einen High Hat und eine Snare, that’s it. Damit ist er seine eigene Rhythmusgruppe und erreicht damit, zusammen mit seiner einmaligen Stimme, diese ganz spezielle Atmosphäre. Er versteht es, mit seinen Balladen eine intime Stimmung aufzubauen und kann ein Publikum buchstäblich verzaubern. Die Begleitung unterstützte dies mit zurückhaltendem Gitarren- bzw. Basspiel. Damit war die Band etwas kleiner instrumentiert, als jene in Basel und damit klang es ruhiger, akustischer.

Sein Set eröffnete er mit Drag Your Spirit Down, einem langsamen Blues, dessen hypnotischer Rhythmus er mit seiner Conga perfekt unterstrich um so gleich zu Beginn etwas von der Magie herbei zu zaubern, für die er bekannt ist. Mit I Heard The Angels und Walk A Mile In My Shoes setzte er im gleichen Stil fort. Seine Texte sind gefühlvoll und er wirkt die ganze Zeit sehr verbindlich, man hat den Eindruck hat, ein enger Freund würde von sich berichten. Dabei singt er von Gefühlen, die wir alle kennen. Nicht die typischen Standard Bluesgeschichten, sondern alltägliches.. Die meisten Songs stammen aus seiner Feder, er singt aber auch Klassiker (Motherless Child) Sanft (Walk A Mile In My Shoes, Grandmas Hands) aber auch fetzig (Intercity Train, Texas Boogie) Blues is a feeling ! Feel me, ist auf seiner Website zu lesen. Man kann ihn fühlen.

An diesem Abend ist ihm das nur teilweise gelungen. Das lag nicht an ihm. An seiner Performance gab es nichts auszusetzen. Trotzdem wollte der Funke letzten Endes nicht so richtig überspringen. Das warum gehört zu den ewigen Rätseln des Blues. Vielleicht lag es auch am kleinen Publikum. Man hätte den Musikern etwas mehr Zuhörer gegönnt, Das Galery war nicht üppig gefüllt. Die Exbluesive Konzerte sind doch noch nicht genügend in der Szene bekannt  Immerhin lässt die Qualität der bisherigen Auftritte hoffen, dass dies sich bald ändern wird. Nach unseren Beobachtungen sind sie auch in der lokalen Presse zu wenig  präsent. Zufällige Besucher dürfen nämlich in diesem Lokal an diesem Ort keine zu erwarten sein.

Kommentare (0)add comment

Kommentar schreiben

busy
 
< Zurück   Weiter >