/**/
close

Besucher seit 6.11.2008

JoomlaWatch Stats 1.2.8b by Matej Koval

Länder

59.1%SWITZERLAND SWITZERLAND
24.9%GERMANY GERMANY
4.3%UNITED STATES UNITED STATES
3.9%AUSTRIA AUSTRIA
1.1%FRANCE FRANCE

Besucher

Today:  22


Top Panel
Besucher
Top Panel
Bluesfest Eutin
BluesNJazz
Bluesfestival Baden
ALLE  |0-9  | A  | B  | C  | D  | E  | F  | G  | H  | I  | J  | K  | L  | M  | N  | O  | P  | Q  | R  | S  | T  | U  | V  | W  | X  | Y  | Z

Bloogle Musik Rezensionen Konzerte

Female Blues Night 2012 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
Frauenpower erster Teil

Der Blues hat bekanntlich viele Gesichter. Das hat die Female Blues Night des 13. Blues Festivals Basel am 28. März 2012 einmal mehr deutlich demonstriert. Die beiden Sets hätten kaum unterschiedlicher sein können und spannten den Bogen vom ursprünglichem Deltablues bis zum modernen Bluesrock. Auf der einen Seite die 47 jährige Pianistin Eden Brent, dreifache Blues Music Award Gewinnerin, die auch Titel aus der Gründerzeit des Blues im Repertoire hat und damit die Klassik des Blues repräsentiert; andrerseits Girls with Guitars, drei knapp über zwanzigjährige Frauen, die für dynamischen, modernen Blues stehen.


Eden Brent

Knallrotes Abendkleid und hüftlange, blonde Haare. Ein Hauch von femme fatale wehte mit ihr auf die Bühne, konterkariert nur durch den wackeligen Gang auf den High Heels. Die Solopianistin Eden Brent aus Greenville im Herzen des Mississippi begann den Abend mit einem Kabinettstück am Flügel. Sie hat Musik studiert und spielt alle Variationen des Blues und Boogie Woogie, oder auch Ragtime virtuos. Darüber hinaus bringt sie eine Stimme mit, die streckenweise Erinnerungen an Memphis Minnie und Bessie Smith weckt, deren Send Me To The Electric Chair aus dem Jahr 1927 sie auch spielte.

Es war einer von vielen Titeln, die sich mit den harten Seiten des Lebens befassen. Melancholie und schiere Lebenslust liegen nah beieinander. Auch wenn sie durchaus kraftvoll losfetzen kann (What'd I Say, Big Fat Woman, Pinetop Boogie, Mississippi One), lässt sie Raum für ruhigere Titel, insbesondere ihre Eigenkompositionen. Ihr Spielvermögen erlaubt ihr das 12 Takt Schema zu sprengen und jazzige Elemente in ihre Interpretationen einzuflechten, ohne dass der Blues verloren geht. Daneben fällt die starke linke Hand auf.  Das Gespür für die gemeinsamen Wurzeln zieht sich durch die Auswahl der Titel und formt das Set zu einem Ganzen. Nachdem sie den ganzen Auftritt lang Schwerarbeit am Piano geleistet hat, überrascht sie mit einer zauberhaft zärtlichen Zugabe: Goodnight Moon.

Blues Caravan

Marketing ist alles. Das gilt zunehmend auch für den Blues. Jedenfalls sind die Zeiten längst vorbei, als es genügte, einfach gute Musik zu spielen. So werden die Auftritte zu Shows und das Optische gewinnt an Bedeutung. Das wissen auch die Girls With Guitars und setzen gekonnt ein, was die diversen Girlie Gruppen der Übermutter Madonna abgekuckt haben: Sex sells. Also zeigen sie viel Bein und tragen hohe Absätze. Damit verführen sie dazu, sie in die falsche Ecke zu stellen. Tatsächlich sind sie mehr als nur eine Augenweide, sie wissen ihre Instrumente auch zu bedienen. Samantha Fish (Gitarre) aus den USA und die beiden Engländerinnen Dani Wilde (Gitarre, Gesang) und Victoria Smith (Bass) ist die Zusammensetzung der Blues Caravan. Der Schlagzeuger Denis Palatin, der auch bei Ana Popovic für Rhythmus sorgt, lieferte den Beat für die drei Damen. Eine gute Wahl!

Die Karawane lieferte ein unterhaltsames Set ab, das allerlei Vorbilder durchschimmern liess und zeigte modernen, elektrischen Bluesrock. Weitgehend sauberes Gitarrenspiel beider Gitarristinnen, das mit Sicherheit noch reifen wird. Fishs Spiel war für meinen Geschmack mit etwas zuviel Pop angereichert ist, Wildes Soli fand ich intensiver. Gespür für's Publikum und inzwischen reichlich Erfahrung bringen die Damen sowieso mit. Trotzdem hinterliessen sie keinen wirklich prägenden Eindruck, das dürfte einfach der Jugend geschuldet sein. Mit ziemlicher Sicherheit haben sie aber das Beste noch vor sich.

 

Kommentare (0)add comment

Kommentar schreiben

busy
 
< Zurück   Weiter >
/* */ /**/ /* */