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Bloogle Musik Rezensionen Konzerte

Henrik Freischlader im Galery Pratteln PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
exbluesiver Start im Dreyeckland

Auf seiner Schweiz Tour im Mai 2010 trat Henrik Freischlader am 14. Mai in der Galery Music Bar in Pratteln auf. Das Konzert wurde als erstes Konzert des exbluesive - Bluesclub im Dreyeckland organisiert, der gerade dabei ist, sich zu formieren, um im Grossraum Basel regelmässig Blueskonzerte durchzuführen. Wir werden noch ausführlich über den neuen Club berichten.

Die Galery Music Bar in Pratteln ist ein Lokal, das sich ausgezeichnet für diese Art von Anlässen eignet, das Ambiente ist angenehm und die Lage günstig. Trotzdem ist ein erstes Konzert immer auch ein kleines Abenteuer, umso erfreulicher, dass der Abend sehr gut besucht war, Henrik Freischlader hat offenbar genügend Bluesfreunde in der Schweiz, was auch nicht erstaunt, denn zweifellos gehört er zum Besten, das die deutsche Bluesszene zu bieten hat und auch die Galery hat sich inzwischen als Musiklokal etabliert. Kokett staunte er bei der Ansprache über seine Bekanntheit in der Schweiz.

Freischlader hat seine Band komplett neu besetzt und spielt mit Moritz „Mr. Mo“ Fuhrhop (Hammond Orgel), Theofilos Fotiadis (Bass) und Hardy Fischötter am Schlagzeug. Offenbar war es eine grundsätzliche Änderung, denn man konnte einen «neuen» Henrik Freischlader erleben. Das letzte Mal, als ich ihn in Winterthur vor zwei Jahren sah, wirkte er ernster, um nicht zu sagen verbissener und spielte kompromisslos fast brachialen Bluesrock. Dieses Mal wirkte er sehr entspannt, spielerischer und das ganze vorgetragene Repertoire kam luftiger daher. Die Songs sind bluesiger und es gibt mehr leisere Töne und auch der Rest der Band findet mehr Raum für Improvisationen.

Die neue Formation harmoniert gut. Es gab weitgehend, aber nicht nur Songs aus der neuen CD Recorded By Martin Meinschäfer. Moritz Fuhrhop zeigte sein Können  an der Orgel und die Freunde ausgedehnter Schlagzeugsoli kamen bei einem sehr ausgedehnten Solo Hardy Fischötters besonders auf ihre Rechnung, denn er dem demonstrierte, wie man mit dem Schlagzeug Musik machen kann und dies über eine solange Zeit, dass sich der Rest der Band eine Pause gönnte. . .

Auch Freischladers Qualitäten als Unterhalter kamen zum Tragen, im Nu hatte er mit dem Publikum Kontakt und verwob seine wirklich hervorragende Performance mit launigen und offensichtlich spontanen Dialogen. Kein Wunder, stand das Publikum im Nu in Flammen und konnte auch zum Mitmachen animiert werden, was hierzulande ja nicht eben von selbst geschieht.

Ein gelungener Anfang für die Veranstalter und für die Freunde des Wuppertalers eine Bestätigung, kein Konzert mit ihm auszulassen. Mir jedenfalls gefällt der neue Freischlader gut und das Echo im Publikum bestätigte mich in meiner Meinung.

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