Bluespower aus Arkansas
6. September 2011. Es war das fünfte Konzert in diesem Jahr
und das elfte seit Beginn der Konzertreihe Blues Now! Im Frühjahr 2010. Einmal
mehr bewies Patrick Kaiser ein
feines Händchen für die Auswahl der Künstler. Das scheint sich herumgesprochen
zu haben, das Konzert war ausverkauft.
Ironman, so lautet der Nickname des massigen
Mannes aus Milwaukee und er steht für
seine Standfestigkeit trotz intensivem körperlichem Einsatz während seiner
Auftritte. Noch als Teenager siedelt die Familie nach Arkansas zurück, wo die
Familie herkommt. Er spielte in der Hausband des familieneigenen Clubs, der
recht erfolgreich war. Aber erst Ende der neunziger Jahre, nach dem Erscheinen
seines Debutalbums wurde er von einem breiteren Publikum wahr genommen und
brachte auch zwei Alben in die Charts (Iron
Man und I Smell Smoke).
Nur ein Set, ohne Pause, so wurde er
angekündigt, im Nachhinein fragt man sich, ob man zwei Sets derart intensiven
Blues aushalten würde. Dann trat Michael
«Ironman» Burks auf und legte mit einem hypnotischen Bluesrock los. Spätestens
nach dem dritten Song wusste jeder im Sudhaus, weshalb Michael Burks zu den derzeitigen Topacts gehört. Er spielt
«klassischen» elektrischen Blues - und wie! Inspiriert von Albert King, Freddie King und Albert
Collins oder B.B. King spielt er
mit einer tiefen Intensität und einer ansteckenden Leidenschaft. Dazu kommt
eine kehlige, gefühlvolle Stimme. Kraftvolles Gitarrenspiel, das jeden
Bluesliebhaber dieses Stils begeistert- Herrliche Soli mit einem tollen Gespür
für's Timing. Dabei spielt er eigene Songs mit attraktiven Texten und haucht
Klassikern neuen Dampf ein. (Hideaway, Thill Is Gone) Aber kein vereinsamter
Gitarrenhero, abgekoppelt vom Publikum, sondern er unterhält das Publikum auch,
erinnert dabei an Albert Collins, dessen Gitarrenunterhaltung er auf seine
Weise weiterführt.
Satte zwei Stunden dauerte sein Auftritt,
dann war auch der letzte Zipfel seines Hemds durchnässt. Eine buchstäblich
schweisstreibende Show, für Musiker und Publikum.
Michael "Ironman" Burks (Gitarre / Gesang)
Wayne Sharp (Hammond B3)
Terrence Grayson (Bass)
Chuck “Popcorn” Louden (Schlagzeug)
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