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Bloogle Musik Rezensionen Konzerte

Swiss American Blues Night 2012 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung   
Bayou am Rheinknie

Der vierte Abend des Bluesfestivals Basel 2012 brachte die Gewinnerin des Talentwettbewerbs 2011, Bluefonik als Support für Marcia Ball und ihre Band auf die Bühne. Der Abend vor ausverkauftem Volkshaus war der bisherige Höhepunkt des diesjährigen Festivals und brachte dem Basler Publikum ein unvergessliches Konzert. Marcia Ball mit ihrer sprühenden und sich aufs Publikum übertragenden Energie brachte den Saal zum Kochen und machte das Volkshaus zur Union Hall.

Bluefonik
Die Gruppe Bluefonik, die den letztjährigen Swiss Talent Blues Wettbewerb gewonnen hatte, trat dieses Jahr als Support für Marcia Ball auf. Malika Marmouq (Gesang, Harp), Claudio Vivarelli (Gitarre, Gesang), Marcel Mischler (Keys) und Dieter Meier (Schlagzeug). Ihr Set startete mit einem Song irgendwo zwischen Funk, R&B, Reggae und Westcoast Blues. Sie sind auch tatsächlich sehr vielseitig und offen, entsprechend vielseitig ist ihr Repertoire. Ab und zu hatten wir den Eindruck, eine stilistische Beschränkung würde gut tun. Frontfrau Malika Marmoucq ist ein Rampentier mit beeindruckender Präsenz und treibt ihre Band und das Publikum durch das Set. Sie singt mit einer mächtigen Stimme und spielt Harp. Ab und zu tritt sie damit mit Claudio Vivarelli in einen Dialog. Die Gruppe hat ein gutes Gespür für die Dramaturgie eines Sets. Alles in Allem ein guter Auftritt mit tollen Momenten. Aufgefallen sind uns Toni Joe Whites Undercover Agent for the Blues und eine eigenwillige Version von Rick Darnells Klassiker Thrill is Gone.
Marcia Ball
«Gumbo» heisst ein typisches Gericht in New Orleans. Es gibt viele Formen davon und enthält Zutaten aus allen Kulturen, die sich dort vermischt haben. So enthält auch die Musik New Orleans Elemente, die typisch sind. Swamp Blues, Louisiana Blues, Zydeco und Boogie Woogie. Marcia Ball gilt als die Königin des Louisiana Blues. Dass sie diesen Titel zu Recht trägt, bewies sie an der «Swiss American Bluesnight» des Bluesfestivals Basel, die am 30. März 2012 über die Bühne ging. Mit Mike Schermer hatte sie einen vorzüglichen Gitarristen dabei, ausserdem mit Thad Scott einen der zur Zeit besten Saxophonisten. Am Bass spielte Don Bennet und am Schlagzeug Damien Lanes. Marcia Ball hatte sich für ein Elektropiano entschieden. Das spielt aber keine Rolle. Man kann ihr irgendeine Art von Piano hinstellen und sie verwandelt jede Garage in einen tobenden Konzertsaal. Live ist sie am besten und ein Tanzschuppen ist ihr lieber als ein gediegener Klub.

Dann legte die schlanke, grosse Dame los. Sie holte alles an Groove aus dem Piano, was möglich ist. Das war New Orleans Pianokunst allererster Qualität. Das Volkshaus stand plötzlich irgendwo zwischen French Market und Bourbon Street. Die ganze Fülle der Musik, die im Vielvölkergemisch New Orlans entstanden ist, war zu hören und zu spüren. Ausser Fats Domino fällt uns niemand ein, der die Lebensfreude des Big Easy so dicht in ein Set oder einen Song zu packen weiss. Das ist aber noch nicht alles. Das gesamte Set hindurch drehte sie den Regler höher und höher und trieb das Tempo voran, bis der Groove das Publikum buchstäblich von den Sitzen spülte. Selbst die zum passiven Rumhängen verfühende Bestuhlung des Volkshauses war da kein Hindernis. Zwischendurch gab es zum Verschnaufen Sentimentales, Romantisches und Nachdenkliches: They're tryin' To Wash Us Away, Randy Newmans Song über die Flutkatastrophe, die er nach Katherina schrieb, oder This Used To Be Paradise. Aber danach hiess es gleich wieder The Party's still Going On. Auch die routiniertesten Künstler können nicht immer so gut drauf sein, wie sie und das Publikum es gerne hätten. Marcia Ball und ihre Band waren an diesem Abend besonders gut drauf. So kam das Publikum des Basler Blues Festival an diesem Abend zu einem besonderen Genuss.
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