Der auf Bluesnews.ch bereits mehrfach erwähnte Film Cadillac
Records mag vielleicht auch den einen oder die andere dazu veranlasst
haben, sich erneut oder zum ersten Mal intensiver mit Etta James zu beschäftigen. Bei mir war auf jeden Fall der Film der
Anstoss und ich wollte mich etwas ausführlicher mit der «Matriarchin des Blues»
beschäftigen. Hier eine Einschätzung anhand zweier sehr unterschiedlicher Live-CDs
jüngeren Datums.
Etta James ist
natürlich eine bekannte Grösse im Blues, die grosse Frauenstimme der
Klassischen Chess-Ära, die mit wunderbaren und zeitlosen Titeln wie I'd Rather go Blind oder ihrem ersten
Riesenhit, At Last von 1961 den
Bluesgesang in Chicago ebenso mitbestimmt hat wie Big Mama Thornton oder Koko
Taylor. Etta James hatte dabei stets
einen Hang zu R&B, also zu etwas plüschigeren Arragements mit mehr
Streichern und Hörnern. Ein Beispiel aus dieser Zeit ist ihr Titel Sugar on the Floor. Mit anderen Worten:
ihre frühen Aufnahmen, also jene, die Beyoncé
in Cadillac
Records covert, sind makellose Meisterwerke und die frühen Aufnahmen
von Etta James sind rückhaltlos zu
empfehlen.
Ende
Oktober wurde im Madison Square Garden das Silberjubiläum der «Rock'n'Roll Hall
of Fame» gefeiert. Über zwei Tage gab es Monsterkonzerte mit unterschiedlichen
Line-ups und die Crème der Rockmusik in allen Schattierungen gab sich ein
Stelldichein. Und natürlich war auch der Blues vertreten. Bluesnews.ch
berichtet vom Event und gibt eine Reihe von Links.
Am 29. und
30. Oktober 2009 gingen im New Yorker Madison Square Garden Konzerte über die
eigens konstruierte und aufgebaute Bühne, die was Grösse und Komplexität der
Organisation angeht in eine Liga gehören mit dem Konzert zu Bob Dylans 30. Bühnenjubiläum (16.10
1992, ebenfalls Madison Square Garden) oder «Live Aid». Die Konzerte feierten
das 25jährige Bestehen der «Rock'n'Roll Hall of Fame», einer Institution, die
inzwischen in Cleveland, Ohio eine Heimat gefunden hat, die aber zu ihren
Anfängen hauptsächlich aus einem Galaabend im Waldorf-Astoria bestand.
Seit 1976 spielt die Schwarzwälder Bluesband in der nahezu gleichen Besetzung Gitarren- und Harmonikabetonten Chicagoblues. Als Southside Andy Kelley and the Asbury Jukes von Andy Keller (Gitarre), Jürgen Herbstritt (Gesang), Andreas Phanke (Harmonika) und Werner Rudigier (Bass) gegründet. Nach dem Ausscheiden von Andreas Phanke1978 kamen Thomas Rudigier (Bruder von Werner, Gitarre), Tamer Demirel (Gitarre) und Markus Heinzler (Harmonika) zur Band und spielte fünf Jahre in dieser Besetzung. Danach musste die Band durch einige Turbulenzen, bis sie sich 1987 vorerst auflöste. Teile der Band spielten mit wechselnden Partnern unter verschiedenen Namen: Dr. Beat and the very very very dangerous Boogie StudentsLivin´the Blues, Blues Blind Herbie and the Blockheads, Chaos, The Wedding Band oder The Blues Gang.
Immer wieder werden die fehlenden Cover bei CDs und noch mehr bei heruntergeladenen Musikdateien beklagt und es wird bedauert, wie sehr doch die guten alten Vinylplatten in hübschen Kunstwerken verpackt waren. Zweifellos waren die LP-Cover wichtig und tatsächlich oft wunderbare graphische Kunstwerke. Wir haben auch schon hier darüber berichtet .
Unter dem Titel Peinliche Plattencover hat Danny Kringiel auf Spiegel Online sich nun erneut dieses Themas auf eine andere Weise angenommen und eine amüsante Zusammenstellung mit 43 Bildbeispielen veröffentlicht und kommentiert. Es handelt sich dabei um Plattencover von Metal Alben, die im besten Fall kindlich, aber durchaus auch unglaublich geschmacklos sind.