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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Grosser Sound

Es ist eine Zeit für Jubiläen: Nicht nur die Street Parade wird 20. 2011 erreicht auch die 1991 gegründete Schweizer Blues «Supergroup» Bluesaholics die magische Zahl. Die Jubiläums-CD Back in Blue, die erste Veröffentlichung seit 2005 ist eine Feier ihrer Musik, aber auch Beweis ihrer Vielseitigkeit anlässlich ihrer «Volljährigkeit»: Blues und mehr als Blues bieten die 13 Titel, darunter Rocksongs, Balladen und sogar Reggaeklänge, und zur grossen Freude auch etwas Ungewöhnliches: ein Dialekt-Blues und eine Dialekt-Adaption von CCRs Have You Ever Seen the Rain. Ein tolles Album einer Band, die zeigt, wie abwechslungsreich druckvoller Blues sein kann.
mehr zum Thema: Bluesaholics Back In Blue 2010 |
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Geschrieben von Webmaster
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Blue Monday ab Herbst 2011
1992 wurde die Kulturfabrik Kofmehl eröffnet und steht
seit 2005 am Kofmehlweg 1 an der Peripherie Solothurns. Das Gebäude am alten
Standort musste damals der Westumfahrung weichen. Was zunächst Kopfzerbrechen
verursacht, entwickelte sich dank einer grossartigen Solidaritätsaktion zu
einem Glücksfall: es konnte ein Neubau mit einer Kapazität von 1000 Personen
gebaut werden. Mit etwa 75‘000 Besuchern an rund 200 Anlässen pro Jahr ist das Kofmehl
ein grosser Erfolg. Die Arbeit der achtköpfigen Leitung um Patrik «Pipo» Kofmehl und der 250 zum grössten Teil ehrenamtlichen
Helfer betreibt damit erfolgreiche Förderung der Jugendkultur, wie sie in der
gleichnamigen Stiftung definiert ist. Für das Programm verantwortlich ist Chrigu Stuber. 2003 verlieh der Regierungsrat
des Kantons Solothurn der Kulturfabrik Kofmehl den Anerkennungspreis für
Kulturvermittlung.
mehr zum Thema: Kulturfabrik Kofmehl, Solothurn |
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Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung
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Drei Abende und ein Tag, so lange dauert das Openair Festival
im Walliser Winzerstädtchen in einem grosszügigen Areal mit prächtigem
Alpenpanorama auf der einen und dem Rathaus auf der anderen Seite, das nachts
spektakulär beleuchtet ist.
Die Konzerte finden auf der Hauptbühne statt und die
kleinere Dorfbühne wird während der Umbaupausen bespielt. Klugerweise befindet
sie sich im «Village», wo man sich verpflegen und CDs sowie allerlei
Merchandising Artikel kaufen kann.
Das Lineup schliesst einiges an Gruppen ein, die hierzulande
erst wenig bekannt sind. Insbesondere sind mehrere bekannte französische
Bluesmusiker zu erleben. Wir stellen die wichtigsten Teilnehmer vor.
mehr zum Thema: Sierre Blues Festival 2011 - Programm |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Fossil
Seasick Steve ist anscheinend ein lebendes Fossil. Der siebzigjährige Musiker aus Oakland in Kalifornien ist stets bemüht, seine Authentizität zur Schau zu stellen, und das gelingt ihm so anstrengungslos, dass man zum Schluss kommt, dass der Mann tatsächlich so ist, wie er sich gibt: ein zottelbärtiger Südstaaten-Traktorfarmer-und-Freizeit-Bluesman wie die Blueser der Gründerzeit. Aber Seasick Steve ist auch musikalisch verblüffend nahe dran an den grossen Vorbildern des ungehobelten, rohen Blues: Bukka White, Leadbelly oder Son House. In ihrer Tradition und ausgerüstet mit einer schönen Stimme schafft der Gitarrist mitreissende Roots-Musik. Aber in perfekter Aufnahmequalität und Transparenz ist diese Musik ein grosses Vergnügen.
mehr zum Thema: Seasick Steve Man From Another Time |
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Geschrieben von Webmaster
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3. Sierre Blues Festival - Der Macher
Unter dem Motto Universalität
des Blues geht das Walliser Festival dieses Jahr in die dritte Runde. Vom
25. Bis 28. August gehört das Winzerstädtchen an der Grenze zwischen dem Ober-
und Unterwallis dem Blues. Neben dem Festivalgelände mit den Abendkonzerten auf
der Hauptbühne und der Dorfbühne werden auch in diesem Jahr die Strassen,
Restaurants und öffentlichen Einrichtungen Sierres zur Bühne für Musiker aus
der ganzen Welt und den zwölf Takten in all seinen Schattierungen. In dieser
Folge von Beiträgen stellen wir das Festival vor.
Wir beginnen mit einem Blick hinter die Kulissen und stellen den Präsidenten des Festivals, Silvio Caldelari vor.
mehr zum Thema: Sierre Blues Festival 2011 |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Der Schamane
Buddy Guy spielt an jedem Konzert, was sein Herz ihm an diesem Abend vorgibt, deshalb sind Konzerte des Louisiana-Bluesman aus Chicago immer sehr speziell. Am Abend, da die DVD aufgenommen wurde, war er augenscheinlich gut drauf und er spielte ein tolles Konzert, bei dem er sich um eine tolle Show bemüht und dabei nichts auslässt. Das Konzert ist eine gute Stunde grossartige Unterhaltung mit einem hervorragenden Headliner und einer tollen Band im Rücken. Da es so wenige Konzertmitschnitte von Buddy Guy gibt, stellt diese DVD eine gute Gelegenheit dar, den Bluesman in Hochform kennen zu lernen oder wieder zu treffen. mehr zum Thema: Buddy Guy at Glastonbury DVD |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Mehr als Klub 27?
Alle Clischées von Kerzen, die an beiden Enden brennen und «Live fast, die young» haben sich leider wieder einmal bewahrheitet: Amy Winehouse ist gestorben. Das ist tragisch und schade, viele Jahre möglicherweise grossartigen musikalischen Schaffens werden nun nicht realisiert, die Musik, insbesondere der Soul, haben eine grosse Zukunftshoffnung verloren. Was bleibt von der exzentrischen Engländerin ausser der der tollen CD Back to Black, der Eindruck einer Frisur und des irren Makeups? Sie wird als Pop-Ikone natürlich unsterblich werden, kanonisiert im «Klub 27», aber wäre es nicht schön, wenn darüber hinaus noch etwas bliebe? Ein Plädoyer für einen respektvollen Umgang mit dem musikalischen Erbe von Amy Winehouse.
mehr zum Thema: Zum Tod von Amy Winehouse |
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Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung
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Looking for The Feeling
Portrait und Interview mit dem Konzertfotografen und Bildkünstler.
Man findet Dragan
Tasic an so gut wie allen wichtigen Konzerten und Festivals, immer nahe der
Bühne auf der Suche nach dem richtigen Blickwinkel und der perfekten Szene, die
seine Objekte so zeigt, dass man beim Betrachten fast die Musik zu hören
glaubt. Farbige Reportagen und kunstvolle schwarzweisse Portraits nahezu aller
Grössen aus Jazz und Blues hat er so im Laufe der Zeit zu einer beachtlichen
Sammlung von rund 100‘000 Bildern von über 2000 Musikern zusammen getragen.
Dabei geht es ihm vor allem darum, die Emotionen der Musiker einzufangen, die
sich in Bewegungen und Gesichtern ausdrücken. Dabei entstehen intime und ausdrucksstarke
Bilder, die tiefe Einblicke in die Gefühle geben, welche die Musiker während ihrer
Darbietung bewegen. «Blue Cry» nennt Dragan Tasic diese eindrucksvollen
Darstellungen. Sein riesiges Archiv ist auf seiner Website zu sehen.
Wir stellen den engagiertenFotografen vor und unterhalten uns mit ihm im Kurzinterview.
mehr zum Thema: Dragan Tasic |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Zeitreise
Unter dem Titel «Rock 'n' Roll Revue» ist bei Youtube ein Video zu finden, das einen Kurzfilm zeigt von einer Produktionsfirma «Studio Films Inc». Im Produktionsjahr 1955 hiess dies anscheinend Showtime at the Apollo: Variety Time. Der Film zeigt eine dieser amerikanischen Shows der 50er Jahre mit viel Musik, etwas Comedy, Bands mit identischen Anzügen und insgesamt guter Unterhaltung für jung und alt! Die Show ist ein Zeitdokument, denn es treten grosse Stars des Jazz und Blues auf. Conférencier, wie der Emcee damals mindestens hierzulande noch hiess, war der bekannte Bandleader Willie Bryant. Er begrüsst zur Harlem Variety Review, und dies ist eine Feier Schwarzer Musik. Der Groove ist jazzig, aber dies ist nicht der Coole Jazz des Bebop, dies ist was später zumeist Rhythm & Blues genannt wurde, und die halbe Stunde, welch die Show dauert, wird tolle Unterhaltung geboten.
mehr zum Thema: Showtime at the Apollo |
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Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung
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Funky Bluesrock
Im Blues sind Dialektsongs nicht besonders populär.
Allerdings gibt es auf diesem Feld auch nicht besonders viel Attraktives zu
finden. Nun hat die Markus Gisin Band die hörenswerte CD Hotel Mama herausgebracht, die 10 Eigenkompositionen enthält. Zwei
davon sind rein instrumental (Sometimes I
Hate My Band und Police), eine
ist in Englisch gesungen, die übrigen sind in Dialekt. Der namensgebende Titel
«Hotel Mama» ist neben der Dialektversion in einer englischen Übersetzung zu
hören. Es ist die erste CD nach Bluesmagie,
die 2004 aufgenommen wurde. Gisin musste
nach einer bedrohlichen Krankheit einen längeren Spitalaufenthalt erdulden,
einige Titel sind in dieser Zeit entstanden. Heraus gekommen ist eine schöne
Scheibe mit funkigem Bluesrock. Die Texte sind politisch (Träumli), persönlich (Himmelstür
Rock), witzig (Hotel Mama),
nachdenklich (Zit)
oder gesellschaftskritisch (Uf der Gass)
.
mehr zum Thema: Markus Gisin Blues Band - Hotel Mama |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Das Schulenglisch überwunden
Eines der Grundprobleme der Bluesmusik: Blues und amerikanisches Englisch gehören zusammen! Aber wie kriegt man als Schweizer eine solche korrekt klingende Aussprache hin? Diese Problematik beschäftigte Walt Baumgartner, und er fand für sich eine so einfache wie kreative Lösung: er suchte und fand Voice-Training, aber nicht für ein sauberes Bühnenenglisch, sondern für amerikanisch-englische Alltagssprache. Es geht darum als Bluesman zu reden, wie dem Blues der Schnabel gewachsen ist, aber das ist ein steiniger Weg. Die jüngsten Aufnahmen zeigen jedoch: die Arbeit hat sich ausgezahlt, die Songs von Walt’s Blues Box klingen nicht nur musikalisch nach Blues, auch der Gesang wurde neben der Bluesharp zu Walt Baumgartners gleichberechtigtem Ausdrucksmittel und davon profitiert wiederum der Sound der Band.
mehr zum Thema: Walt Baumgartners Aussprachetraining |
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Geschrieben von Webmaster
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Die bacchantische Seite des Blues
Am Freitagabend vor den grossen Schulferien gehörte nun bereits zum dritten Mal dem Kleinbasler «Summerblues» Auf sechs Bühnen rund um den Claraplatz boten dabei fünfzehn Bands unterschiedlicher Gattung jedem, der dabei war, einen schönen Abend. Strassenfeste kommen in Basel traditionell gut an und die aufgelockerte Stimmung scheint sich auch auf die Musiker zu übertragen. So spielte es auch nur eine kleine Rolle, vor welcher der Bühnen man sich versammelte, um bei einem kühlen Bier oder einem Glas Wein den herrlichen Sommerabend zu geniessen und dabei Blues in allen seinen Schattierungen zu erleben - sofern man Platz fand. Gewiss sind es nicht nur Bluesfreunde, die das Eintagsfestival zu einem Erfolg machten. Gerade das zeigt aber die Attraktivität, Vielseitigkeit und Frische dieser Musik. Während am Bluesfestival die konzertante, «ernsthafte» Form gepflegt wird, geht es hier um pure Lebensfreude. Keep the Blues Alive ist eine gerne gebrauchte Floskel. Am Summerblues lebt er: prall und voller Vitalität.
mehr zum Thema: Summerblues Basel 2011 |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Die Alpen rocken
Darum werden Musik-Festivals abgehalten: Tolle Stimmung, eine Stadt, die an allen Ecken swingt und ein beeindruckendes Line-up bot am «blues’n’jazz rapperswil-jona 2011» eine Mischung von Pop, Jazz, Soul, Zydaco und Blues, die bei angenehmer Atmosphäre Musikfans unterschiedlicher Stilrichtungen und verschiedenen Alters begeisterten. Auch im Blues-Bereich wurde viel geboten: Sonny Landreth, Watermelon Slim & Super Chickan, Nerak Roth Patterson Blues Duo, Kent DuChaine, Ana Popovic und Philipp Fankhauser boten tolle Auftritte.
mehr zum Thema: blues-n-jazz rapperswil 2011 |
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Geschrieben von Rolf Winter, Redaktionsleitung
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Erfüllte Erwartungen
Es sei mir erspart, zum x-ten Mal zu wiederholen, welche
Topstars der britischen und internationalen Blues- und Rockszene John Mayall entdeckt und gefördert hat.
Kaum beschäftigt man sich etwas näher mit Blues, erfährt man alles über seine
enormen Verdienste im so genannten weissen Blues. Die zahlreichen Superlative
sprechen für sich: Godfather Of The
British Blues, Vater des weissen Blues und natürlich: Legende. Dabei ist er eine zurückhaltende und bescheidene Person. Tatsächlich besuche ich seine Gigs immer mit einem
respektvollen Gefühl vor seinem Werk und der sicheren Erwartung, nun einen
Abend mit gutem Blues zu erleben. Auch am Samstag, 25. Juni 2011 erfüllte dieses
Konzert im gut besuchten Kofmehl in
Solothurn die Erwartung. Pünktlich um 20 Uhr legte die Band los.
mehr zum Thema: John Mayall im Kofmehl Solothurn |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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50000 Saiten
Da mag man sich denken: Schon wieder eine Blues-Autobiograpie? Ja, aber diese ist anders. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass die Generation der Nachkriegs-Musiker beginnt, ihre Memoiren aufzuschreiben. Nach Keith Richards und Klaus Voormann legt Hans Theessink mit Big Bill’s Guitar als ein weiterer Europäer seine Memoiren vor, in denen er eine Reihe von Informationsperlen mit einer sympathischen Nonchallance präsentiert. In Form eines langen Interviews spricht der Niederländer über seinen Werdegang, aber auch sein Verständnis der Musik. Dabei lässt er die Leser ganz nahe an sich heran und es ist deshalb ein intimes und berührendes Buch geworden. Der Zugang wurde nicht leicht gemacht, aber im Gespräch bestätigt Theessink, was auf den Alben zu hören ist: Gradlinigkeit, Authentizität und Bescheidenheit zeichnen diesen grossartigen Musiker aus.
mehr zum Thema: Hans Theesink Big Bills Guitar |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Die One-Man-Band ist nicht tot
Blues ist die Musik der Kreativität. Aus Mangel und Armut geboren, ist der Blues seit seinen Anfängen kreativ und erfinderisch gewesen: Jug-Bands benutzten leere Tonkrüge als Bässe, Waschbretter als Rhythmus-Instrument, Zinkwannen wurden zu Washtubbässen. Eine spezielle Form des Blues sind die One-Man-Bands, Solisten, die neben Singen und Gitarrenspiel oftmals auch ein Rhythmus-Instrument haben. Berühmt in dieser Sparte war etwa Joe «Hill» Louis (1921–1957), ein Strassenmusiker im Handy Park in Memphis und Radiomusiker für den Sender WDIA. Gibt es — von Strassenmusikern abgesehen —auch keine One-Man-Bands mehr, so gibt es doch sicher den einen oder die andere, die sich gerne selbst begleiten würden. Für ambitionierte Roots-Musiker mit Solo-Hintergrund fand die Redaktion ein begeisterndes Begleitinstrument: die Foot-Drum.
mehr zum Thema: Farmers Deluxe Foot Drums |
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Geschrieben von Webmaster
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Robert Johnson's Crossroad-Mythos, Teil 2
Weiter geht es mit dem Crossroad Mythos. Im Grunde genommen enthält die Geschichte alle Zutaten, die man für einen erfolgreichen Film braucht: junger Held, Verführung, Erfolg und Misserfolg, Sieg und Niederlage, der Soundtrack ist eigentlich auch schon geschrieben. Wie aber geht Hollywood damit um? In seiner neusten Kolumne geht Richard Koechli dieser Frage nach. Wie üblich kritisch, humorvoll und interessant. . .
Aktuelle Kolumne
April Kolumne
Februar Kolumne
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Mehr als Five Long Years
Bluesfreunden ist Eddie Boyd (1914–1994) als Pianist und Komponist bekannt. Seine Titel Five Long Years und Third Degree wurden von zahlreichen Grössen gecovert, der erste kann zurecht in Ansprung nehmen, als Slow Blues ein Klassiker geworden zu sein. Eddie Boyd hat aber mehr zu bieten als diese Titel. Er ist als Bandleader und Musiker wenig erfolgreich gewesen, was weniger mit seinen musikalischen Fähigkeiten zu tun hat als mit seinem fehlenden Lebensglück. Eddie Boyd verzweifelte am Rassismus und der Brutalität, ein schwerer Unfall warf ihn zurück und er hatte auch noch ein schlechtes Verhältnis zu Leonard Chess. Seine Musik aber ist von einer feinen Qualität und sein Gesang intim und persönlich.
mehr zum Thema: Blues Masters from the Past Eddie Boyd |
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Louisiana-Bluesman Kenny
Neal ist Künstler mit tollem «Stammbaum»: Sein Vater war Raful Neal (1936-2004), ein Harp-Spieler
erster Güte, von dessen zehn Kindern neun als Bluesmusiker auftreten. Der
bekannteste ist Kenny, der als
Gitarrist, Bandleader, Komponist und Sänger die Tradition Baton Rouges lebendig erhält.
Mittlerweile 54 Jahre alt, hat Kenny Neal
zahlreiche Alben veröffentlicht und er kennt das Geschäft durch und durch.
Diese neueste CD ist ein grossartiges Werk, Er spielt 12 Titel auf diesem
Album, allesamt perfekt gespielt, mit ausgewogener und grosser Band, der Gesang
ist Klasse, Neals Stimme ist
butterweich und zart, perfekt für seine Form des funky Blues. Dieses Album ist
wirklich eine reife Leistung, Blind,
Crippled, or Crazy ist ein Hammersong, das von fetten Hörnern unterstützte VooDoo Mama ist ein witziger Song, der
musikalisch und textlich mit den Klischees des Voodoo spielt und durch tolle
Bläsersoli hervorsticht. Wie sein frühes Vorbild Slim Harpo bleibt seine Variante des Blues fröhlich und
lebensbejahend, auch wenn der Text Missstände beklagt. Die Gitarrensoli Neals sind nach wie vor grossartig,
wenn auch seltener als auf früheren Alben, er lässt den Mitmusikern mehr Raum,
bleibt dabei aber stets hörbar in Kontrolle. Kenny Neal verdient mit seiner Musik viel Anerkennung, und wenn es
an dieser Musik etwas zu kritisieren gäbe dann, dass sie etwas sehr steril
klingt. Der viel zitierte «Dräck», den viele Leute im Blues wollen, fehlt hier.
Dies ist Lounge-Blues, Musik, die akzeptiert hat, dass die meisten Menschen
heute nicht mehr vor die Stereoanlage sitzen und eine CD hören. Somit ist dies
mit all seiner Perfektion und smoothem Feeling Begleitmusik für das Leben,
dabei ist es sicherlich ein Soundtrack für gute Stunden, seien sie im Auto,
beim Joggen oder im Bett.
Die Titel
sind: Hooked On Your Love, Bitter With
The Sweet, Down In The Swamp, Blind, Crippled, or Crazy, If Walls Could Talk, Things
Have Got to Change, New Lease On Life, Ain't Nothing You Can Do, Old Friends, Tell
Me Why, VooDoo Mama, You Don't Love Me
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Geschrieben von Marc Winter, Redaktion Musik
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Das jüngste Album von Errol
Dixon ist eine umfassende Kompilation von insgesamt 22 Aufnahmen über seine
gesamte Karriere: die erste Aufnahme stammt von 1961, die jüngste von 2003. Für
langjährige Verehrer des in der Schweiz wohnhaften Künstlers, die vielleicht
noch Vinyl-LPs im Schrank stehen haben und für Freunde des Piano-Blues ist
diese Kompilation sicher interessant. Living with the blues von 1995 ist
sogar mit fünf Titeln vertreten, andere frühere Alben sind mit weniger Titeln
vertreten. Eine Auflistung aller Titel der CD und ihrer Originalaufnahmen findet
sich auf der gediegenen Homepage des Künstlers [http://erroldixon.onnet.ch/?cid=235].
Der Mann beweist eindrücklich, wieso er seit langem Erfolge auf Bühne und in
den Medien feiert. Der Pianist und exzellente Sänger ist ein Meister des
Boogie-Woogie Pianos, und er würzt sein Repertoire mit gelegentlichen
Spirituals und Rock'n‘Roll-Stücken. Nun ist ein Rock'n'Roll am Klavier - etwa
bei Jerry Lee Lewis nun einmal
nichts anderes als ein schneller Boogie. Aber auch Spirituals wie When The Saints Go Marchin‘ In oder Mikel Row the Boat werden in der Dixon'schen Lesart zum Boogie. Das ist
zwar vielleicht wenig innovativ, aber dafür verbreitet Dixon mächtig Stimmung, wie er ja auch jüngst im Mai in «Benissimo»
unter Beweis stellte. Einzig bei Lucky
Old Sun ist die Melodie als Folge Arpeggien gespielt, nicht als Boogie-Shuffle.
Die CD bietet beste Unterhaltung und eine gelungene Mischung von Klassikern und
Eigenkompositionen. Ausserdem singt Dixon
wirklich mit einer grossartigen Soulstimme, die getrieben durch den
unbarmherzig bearbeiteten Flügel den Songs ihren Pep verleihen. Errol Dixon verdient sich zurecht den
Titel «the hardest working man on stage», und er hat Freude an seiner Musik,
die er mit dem Publikum teilt. Vielleicht hört man nicht jedesmal die ganze CD
durch, denn über 65 Minuten läuft auch perfekt ausgeführter der Boogie-Woogie
gerne etwas Gefahr, eintönig zu werden, aber es wird bei jedem einige
Lieblingsstücke geben.
Die Titel
sind: Midnight Train (1961), Sweet Loving Baby (1970), Bonner Strasse Blues (1975), I'm So In Love With You (1975), Vanessa Boogie, When The Saints Go Marching in, Boogie And The Blues (1987), Errols Boogie (1987), Mr. Boogie Woogie (1990), Open The Door (1990), Rock'n'Roll, Mikel Row The Boat (1992), Jack The Ripper, Baby Come Closer, Errols Boogie Woogie (1995), The Way I Feel, Jump For Joy,
The Fly, Up And Down, Lucky Old Sun
(1997), I Still Love You, Dance Mr. Blues
(2003).
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