Zum 43. Mal findet dieses Jahr das Jazz Festival Montreux statt. Ein üppiges
Programm bietet während 16 Tagen musikalische Leckerbissen und internationale
Topstars aus allen Bereichen des Jazz.Obwohl kein reines Blues Festival, hat
der Blues immer seinen festen Platz innerhalb der Veranstaltung.Die
Organisatoren um Claude Nobs haben es verstanden, die Grenzen der musikalischen
Kategorien flexibel zu handhaben, was Ihnen auch immer wieder Kritik der
Puristen eingebracht hat. Wir möchten hier keinen Beitrag zu dieser Diskussion
leisten. Immerhin ist auf diese Weise ein Festival herangewachsen, das ohne
Zweifel der bedeutendste Anlass dieser Art in der Schweiz und wohl einer der
wichtigsten weltweit geworden ist. Wie jeder etablierte Grossanlass hat auch
Montreux seine Schattenseiten, nicht zuletzt die inzwischen üppigen
Eintrittspreis, für die allerdings auch etwas geboten wird.
Die Website des Festivals ist sehr ausführlich und informativ, wir werden
deshalb die ganzen Informationen über das Festival nicht erneut en detail
auflisten und beschränken uns hier, als auch im Blueskalender auf die
Highlights die uns als Bluesfreunde besonders interessieren. Im übrigen
verweisen mit Links auf die Angebote des Veranstalters.
Welcher
Gitarrist hat noch nie davon geträumt, die perfekte Gitarre zu spielen, das
Instrument seiner Träume. Welcher Bassist würde nicht gerne ein Instrument
spielen, dass genau seinen Vorstellungen von Klang und Bespielbarkeit
entspricht? Ossy Hürlimann kann Gitarristen- und Bassistenträume wahr werden
lassen. Unter der Marke Madera Guitars baut er von Grund auf E-Bässe und E-Gitarren und er trägt sich mit dem
Gedanken, auch akustische Gitarren zu bauen. Seine Instrumente sich bestechend
schöne Kunstwerke, die in der Schönheit des Holzes schwelgen. Nun gibt es
natürlich eine Reihe von Gitarrenbauer, aber der erfahrene Blues-Bassist und -Gitarrist
Ossy Hürlimann versteht viel davon, das perfekte Werkzeug für das spezifische
Bedürfnis des Musikers zu bauen. Dabei sind die Gitarren und Bässe zwar kein
Schnäppchen, aber für die Qualität auf jeden Fall eher preisgünstig
veranschlagt. Bluesnews.ch hat den Instrumentenbauer in seinem Haus und seiner
Werkstatt in Ziefen (BL) zu einem Porträt getroffen. In einer Diashow zeigen wir Beispiele und Details aus Ossys Werken.
Vom 16. Bis 18. Juli findet in Bellinzona
das Piazza Blues Festival nun bereits zum einundzwanzigsten Mal statt. Was 1989
als Projekt einer Gruppe von Bluesliebhabern begann hat sich zu einem der
grossen europäischen Festivals entwickelt. Das hat nicht nur mit dem
unvergleichlichen Ambiente zu tun, sondern ist auch und vor allem ein Resultat der
künstlerischen Auswahl. Die Konzerte finden auf der Piazza Governo, unter der imposanten Kulisse des Castelgrande statt.
Eigentlich alle bedeutenden Bluesman und -women sind in
dieser Zeit in Bellinzona aufgetreten. Auch das Lineupdes diesjährigen Festivals wird diesem
Anspruch gerecht. Der künstlerische Leiter Fritz
Jakober konnte Musiker engagieren, die ein attraktives Festival
versprechen.
Wir stellen die Musiker in kompakter Form vor, für Details gibt es eine sehr schöne Website des Veranstalters , die dieses Jahr neu gestaltet worden ist. Natürlich sind die exakten Termnine auch im Blueskalender zu finden. Ausserdem sprachen wir mit Fritz Jakober über das Festival und seine Gedanken dazu.
Nach dem Ableben
von Koko Taylor vom 3. Juni wird
erst allmählich klar, welches Loch ihr Tod hinterlassen hat. Mit der kleinen
Frau ging eine grosse Sängerin verloren, und wer sie live gesehen hat, wird das
bestimmt niemals vergessen. Koko Taylor (1928-2009),
die «Queen of the Blues» trug ihren Titel zurecht, wenn sie mit grosse
Souveränität und Stolz ihre Musik spielte. Gleichzeitig war sie eine weibliche
Naturgewalt, eine Urmutter, dies von tief in ihrem Bauch einen Gesang hervorbrachte,
der vielleicht nicht edel und wohlgeformt war, der aber eine unbändige Kraft
und den Blues in reinster Form verkörperte. Koko Taylor gab stets alles und manchmal noch etwas mehr, sie liess
sich mit allem, was sie hatte, auf einen Song ein und brachte ihn über die
Bühne oder ins Mischpult, als gäbe es nichts anderes auf der Welt. Bluesnews.ch
würdigt die Musik der Königin, die nie eine «Grande Dame» war, die aber ein
Blueslokal oder eine Konzertbühne in der Hand halten konnte, als wäre es
nichts, und die Swing hatte, dieses gewisse musikalische Extra.
Eine grosse Stimme des Blues ist für immer verstummt. Koko Taylor Die Queen Of The Blues starb gestern, 3. Juni 2009 an den Komplikationen einer Magenoperation im Mai. Noch am 7. Mai hatte sie zum 29. Mal den Blues Music Award für die beste traditionelle weibliche Interpretin gewonnen.
Koko Taylor wurde am 28. September 1928 in Memphis geboren, und siedelte 1954 nach Chicago über und wurde dort von Willie Dixon entdeckt. Kokos unvergleichliche Stimme und Präsenz machten sie bald zu einer der erfolgreichsten und bekanntesten Bluessängerinen. Sie hat bis heute mit ihrer Art zu singen, viele Sängerinen beeinflusst, nicht zuletzt Janis Joplin und Susan Tedeschi. Für viele war sie die Bluessängerin überhaupt. Sie wird unvergessen bleiben.
Summerblues Basel. Unter diesem Titel findet am 26. Juni 2009 zum ersten Mal ein Sommer Bluesfestival in Basel statt.
Der Verein Summerblues Basel organisiert Livemusik auf 5 Bühnen mit 13 Bands sowie 1
Streetband rund um den Claraplatz versprechen für einen Abend ein einzigartiges
Freiluft Blueserlebnis. Am Samstag, 27. Juni 2009 gibt es zusätzlich von 11.00 - 13.00 h auf dem
swissôtel LE PLAZA, Messeplatz einen Blues Apéro mit
B.B. And The Blues Shacks
Zenker AG, Generalimporteur von Gibson, hat sich was besonderes einfallen lassen. Beim Kauf einer Gibson Lucille hat der Käufer die Möglichkeit BB King am Jazz Festival in Montreux zu treffen für ein „Meet&Greet“ und kann sein Instrument unterschreiben lassen. Näheres dazu unter www.zenker.ch
Zu Zeiten König Arthurs lief Merlin, der alte Zauberer, vielleicht
mit spitzem Hut und einem nachtblauen Kleid mit Sternen und Monden drauf in
Camelot umher, wie es uns die romantische Wahrnehmung . des 19. Jahrhunderts
glaubhaft machen will. Am vergangenen Dienstagabend, dem 19. Mai war im
Jazzhaus in Freiburg im Breisgau ein moderner Zauberer auf der Bühne zu
bewundern, der jetzt auch in die Schweiz kommt: John Mayall. Anders als der englische Magier aus den Tagen König
Arthurs war dieser hier in ein weisses Hemd gekleidet, das nach kürzester Zeit
nass geschwitzt war, weil es ein «heisses» Konzert war, das John Mayall mit seiner neuen Formation The New Band während knapp zwei Stunden
gab.
Johnny Winter, der 65 jährige texanische Gitarrist ist seit Anfang Mai in Europa auf Tour und gab auch zwei Konzerte in der Schweiz, das erste in der Mühle Hunziken. Reto Toscano ist Photograph und seine Leidenschaft und sein Spezialgebiet ist der Blues. Er hat das Talent, die besondere Stimmung eines Blueskonzertes in wunderbaren Bildern einzufangen. Auf seiner Picasa Website kann man sich davon überzeugen. Auch vom Johnny Winter Konzert werden in den nächsten Tagen Bilder eingestellt. Reto hat das Konzert besucht und hier ist sein Bericht dazu:
Es war ein Hochgenuss Johnny Winter gestern in der Mühle zu erleben!
Eine seiner Platten aus den späten 70-ern steht bei mir immer noch im Regal und ihr Titel für den gestrigen Abend DIE Überschrift: Still Alive & Well! Johnny at his Best, wenn man Mal von der körperlichen Verfassung des Maestros absieht.
Zwischenzeitlich hat man sich ja schon ein wenig an den sitzenden Bluesman gewöhnt und dass er fast nichts mehr sieht, ist auch eine bekannte Tatsache. Gefragt habe ich mich bloss, ob er auch Schwierigkeiten mit dem Gehör hat. Für meine Ohren, war der Gig gestern etwas zu laut, aber ansonsten Spitzenmässig!
Mühli-Pesche hat um 20.00 Uhr die Show eröffnet: mit einer Überraschung!
Moonwalker ist ein Musik Club mit einem dichten Programm aus Parties, Cabaret und Konzerten, darunter auch Blues-, Rock- und Bluesrockkonzerte. Der Club befindet sich direkt neben dem Bahnhof Aarburg-Oftringen. Es gibt eine Member Card (Fr. 600.-/Jahr) für unbeschränkten Eintritt während eines Jahres. Interessant dabei ist, dass die Member Card unpersönlich ist und damit übertragbar.
Am Samstag, 9. Mai wurden die 30. Blues Music Awards 2009 verliehen. In einer allgemein als besonders gelungenen Veranstaltung wurden die Preise in den inzwischen 26 verschiedenen Kategorien verliehen.
Acoustic Album of the Year: Mississippi Number One - Eden Brent
Acoustic Artist of the Year: Eden Brent
Album of the Year: Skin Deep - Buddy Guy
Band of the Year: Lil' Ed & the Blues Imperials
B.B. King Entertainer of the Year: Janiva Magness
Best New Artist Debut: 2 Man Wrecking Crew - Cedric Burnside & Lightnin' Malcolm
Wie wir erst neulich
zufällig sahen, ist kürzlich einer der bemerkenswertesten Musiker der New
Orleans-Szene verstorben, der phantasische Snooks
Eaglin (1936-2009). Snooks Eaglin
kam am 21. Januar als Fird Eaglin, Jr.
in New Orleans zur Welt, die er nach einer Herzattacke am 18. Februar dieses
Jahres wieder verliess. Der Name Snooks erhielt
er in Anspielung auf eine Figur im Radio der 1940er Jahre, die schelmische
«Baby Snooks» http://en.wikipedia.org/wiki/Baby_Snooks]. Dazwischen liegen 72 Jahre seines Lebens, von denen er 67 mit der Gitarre und
seinem Gesang bestritten hat. Eaglin,
der zu Beginn seiner Karriere als «Blind»
Snooks Eaglin bekannt war, nachdem er als Einjähriger sein Augenlicht
verloren hatte, war primär ein Strassenmusiker in New Orleans, aber durch seine
Aufnahmen wurde er auch einem weiteren Kreis bekannt. Eaglin war ein äusserst vielseitiger Musiker, der neben einer
Vielzahl von Blues-Stilen und dem typischen New Orleans-Sound auch Jazz, Funk, Rock'n'Roll,
Country oder lateinamerikanisch und karibisch inspirierte Musik spielte.
6. Bluesfestival Baden erneut voller Überraschungen
Vom 16. bis 23. Mai 2009 findet das 6. Bluesfestival Baden statt. Ein attraktives und qualitativ vielversprechendes Programm bietet täglich, ausser am 18. Mai garantiert tolle Blueserlebnisse. An verschiedenen Spielorten finden Gigs statt, die thematisch zusammengefasst wurden. Das Programm ist sehr umfangreich, weshalb wir uns auf die unten stehende Zusammenfassung beschränken. Die einzelnen Anlässe sind mit den entsprechenden Inhalten der Website des Veranstalters verlinkt.
Im Internet sind wir neulich auf eine Website gestossen, die
eine sehr verdienstvolle Arbeit leistet, die aber vor allem auch viel Spass
macht und sehr unterhaltsam und informativ ist. Der Besuch der Website wird
wärmstens empfohlen, denn darauf verbirgt sich viel gute Musik. Es ist eine Website,
auf der die B-Seiten gewürdigt werden. Oder wie Red Kelly schreibt, das Pseudonym des
Betreibers: «This page is dedicated to the poor, neglected «B» sides of all these
45s I have. Let's listen to 'em together...».
Auf der Seite kann man richtig gute Musik hören, tolle
Details entdecken und eine Website bestaunen, die technisch sehr gut gemacht
ist und die informativ und spannend, mit viel Aufwand und Liebe gestaltet
wurde: Den Blog von Red Kelly. [http://redkelly.blogspot.com/]
Der einzigartige Bluesman John Hurt hatte nicht nur eine sehr spezielle, weil zweigeteilte Karriere,
er ist auch die Verkörperung des Anspruchs, dass Blues mehr ist als nur Musik über
Trauer, Verzweiflung und verlassene Liebe. John
Hurt ist sozusagen die «Gute Seele» des Blues, er spielt die Musik, aber er
sieht aus wie ein buddhistischer Erleuchteter, und seine mit grosser
Virtuosität gespielten und gesungenen Lieder sind der Beweis dafür, dass der
Blues fröhlich, verspielt und zärtlich sein kann. Selbst wenn er, etwa in Monday Morning Blues, von einem
Aufenthalt im Gefängnis singt oder von dem Blues, der einen zu Beginn der Woche
überkommen kann, so hat man bei John
Hurts feiner Musik und seiner sanften Stimme stets das Gefühl, dass er
diese Zeiten lange hinter sich hat. Mit seiner eigenen Technik des
Fingerpicking wurde Mississippi John
Hurt zu einem stilbildenden Gitarristen des Blues und Youtube und ähnliche
Plattformen sind voll von Instruktionsvideos, wie man den scheinbar so
einfachen Stil dieses Meisters des Picking kopieren lernen kann.
Unter diesem Motto stand der fünfte Abend
des Bluesfestivals und spannte einen Bogen von einem europäischen Vertreter des
zeitgenössischen Blues zu den Veteranen des Chicago Styles. Mit der Rudy Rotta Band im ersten und Hubert Sumlin, Bob Stroger und Willie „Big
Eyes" Smith im zweiten Set konnte man gespannt sein, was der Abend bringen
würde.
Der vierte Abend des Bluesfestivals bot
zwei Leckerbissen. Mit Big Daddy Wilson
kamen die Freunde des ruhigen, ursprünglichen Blues auf ihre Rechnung und die
Freunde des wilden und lauten Blues sahen ihre Erwartungen mit der Cla Nett & Lazy Poker All Stars Rhythm ‛n‘ Blues Revue erfüllt. Das Angebot der beiden Sets konnte unterschiedlicher nicht sein und demonstrierte eindrücklich, welche Bandbreite dieser Musik doch inne wohnt und beide Sets boten
hohes Niveau und tolle Stimmung.
Für die dritte Nacht des Bluesfestival
Basel wurden Coffee ‛n Cigarettes, eine deutsche Band und Watermelon Slim & The Workers angekündigt.
Letzterer war 2008 für sechs Awards nominiert und hatte zwei gewonnen: Best Blues Album of The Year und Best Band of The Year. Wenige Musiker
haben das bisher geschafft. Trotzdem ist er hierzulande nicht bekannt. Noch
nicht, kann man sagen. Der Abend versprach also ein weiteres Glanzlicht des
Festivals. Erstaunlich deshalb, dass der Saal des Volkshauses nicht brechend
voll war, sondern eher mässig besucht. Selber schuld! Wer sich Watermelon Slimnicht gönnen wollte,
hat einen grossartigen und begeisternden Auftritt verpasst. Und wer ihn erlebt
hat, wird das kaum wieder je vergessen.
Am zweiten
zweiten Abend des Bluesfestivals Basel ist das Festival ins Volkshaus am
Claraplatz umgezogen. Das Programm an diesem zweiten Abend war gestern Dienstag
der Auftritt zweiter Blues-Schwergewichte: John
Hammond Jr. und der wohl bekannteste Schweizer Bluesman, Philipp Fankhauser. Während Hammond
als Solist auftrat und vom Publikum mit warmem Applaus und freundlicher
Aufmerksamkeit begrüsst wurde, versetzte der Blueser aus Thun mit seiner
siebenköpfigen Band die Zuschauer in Ekstase. Der Abend begann pünktlich um 20:00 Uhr und
als um halb zwölf das Saallicht wieder anging, hatten alle im Saal für ihre Fr.
65.- Eintrittsgeld einen grosszügigen Gegenwert an Blues erhalten. Beide
Auftritte hatten ihren ganz speziellen Charakter, und die Kombination aus dem
akustischem Delta-Blues von Hammond und
dem modernen, funkigen Blues/Rock/Balladen von Fankhauser und Band kann man nur als sehr gelungenes Lineup
bezeichnen.
Blues und Rock. So wurde der Eröffnungsabend des 10. Basler
Bluesfestival im Grand Casino Basel angekündigt. Louis van der Haegen und Caesar Perrig kündigten die beiden ersten Bands an. Der Eventsaal des Casinos war ausverkauft, das Publikum gespann. Immerhin ist das Festival 10 Jahre alt und hat sich von einer Aussenseiterveranstaltung zu einem der grossen und bedeutenden Festival in der Schweiz genausert. Bereits im Vorfeld wurde die Veranstaltung als das bisher bluesigste und hochkarätigste angekündigt. und die Veranstalter konnten stolz darauf hinweisen, dass es in die Weltorganisation der Blues Foundation, Memphis, TN aufgenommen worden ist. Wir waren also gespannt auf das Eröffnungskonzert. Um es gleich vorweg zu nehmen: wir wurden nicht enttäuscht.