Rolling Stone
publiziert eine Liste der 100 besten Sängerinnen und Sänger.
bluesnews.ch fragt nach, wer vom
Blues darunter ist und diskutiert die Relevanz dieser Liste im Bezug
auf unser Kernthema, den Blues.
Seit einigen Jahren
erfreut sich in der Redaktion des Rolling
Stone die Hitliste grösster
Beliebtheit. Das Leitmedium des Rock‘n'Roll hatte schon die 100
besten Gitarristen, die 500 besten Songs, die 100 besten Alben etc.
etc. In der aktuellen Ausgabe von Rolling
Stone (Nr. 1066 vom 27.11.08) haben
189 Kenner der Materie darüber abgestimmt, wer der beste Sänger
oder die beste Sängerin aller Zeiten ist.
In der grossen Zeit
der Langspielplatte (LP) oder, wie sie heute heisst, der
Vinyl-Scheibe waren die Gestaltung des Covers eine hoch angesehene
Kunst. Ein schönes Cover konnte als ein erster Eindruck der Scheibe
potentielle Käufer anziehen. Da ein LP-Cover stolze 31,4 Zentimeter
im Quadrat ist, lässt sich darauf einiges darstellen. Die
Titelbilder der Langspielplatten konnten künstlerisch gestaltet
sein, informativ, farbig oder schwarz-weiss und das Cover war zur
Zeit der LPs noch stärker die Visitenkarte eines Albums. Heute kann
man in gewissen CD-Geschäften JEDE CD an Kopfhörer-Stationen unter
einen Scanner halten kann, der den Strichcode liest und dann
Ausschnitte aus den Songs der CD abspielt. Zur Zeit der LPs musste
man an eine Theke und der oder die Angestellte des Geschäfts
dahinter legte die LP auf. Weil das aufwändig war, musste man
versuchten, so viele Informationen als möglich aus dem Cover zu
lesen, und das heisst Vorder- und Rückseite. In unserer Diashow zeigen wir eine Auswahl besonders schöner Cover.
Es mag ja
sein, dass Bono ein Sondergesandter
der Uno ist, dass er in Davos am WEF mit den Mächtigen spricht und dass er mit U2 seit 20 Jahren eine der
erfolgreichsten Band der Musikgeschichte führt. Aber es gibt eben doch höhere
Mächte.
So beugte Bono das Knie vor dem König. B.B: King war in Los Angeles und nahm
einen «Lifetime achievement award» entgegen des Thelonius Monk Instituts of
Jazz für sein Lebenswerk, als Bono
und the Edge, Bandleader und
Gitarrist von U2 auf die Bühne kamen,
artig und ehrerbietig grüssten und dann spielten sie gemeinsam eine Version
ihres zusammen geschriebenen Titels When
Love Comes to Town.
Was sagt
die Bluesnews-Redaktion dazu: Lang lebe der König!
Wir sprechen mit Don P. Gründer der Band Don P. & The blue Jags über seine Beziehung zum Blues, die Situation in der Schweizer Bluesszene und sein Pläne.
Don, erinnerst Du Dich noch an Dein erstes Blueserlebnis?
Daran erinnere ich mich noch sehr gut: Mein erster bewusster Kontakt mit Blues war
so ungefähr mit 14 Jahren, als ein Freund mir eine 4-Spur Kassette von Johnny Winter - bist du verwandt mit ihm? :-)), zum hören gab. Das hat mich umgehauen.
Ich habe dann überall nach Musik von JW und weiteren Bluesmusikern gesucht um mehr Blues zu hören. So bekam ich dann allmählich mit, dass es viele verschiedene Bluesstile gibt. Damals spielte ich Schlagzeug und trommelte jede freie Minute zu diesen Bluesnummern.
Das Konzert
von Eric Clapton im Zürcher
Hallenstadion vom Sommer 2008 war meiner Meinung nach nicht sehr befriedigend.
Entsprechend gab hier es auf Bluesnews.ch eine vielleicht stark persönlich
geprägte, aber gleichwohl negative Besprechung seines Auftritts. Wie aus der
Konzertkritik deutlich wurde, ist als Grund für das wenig inspirierende Konzert
nicht die musikalische Fähigkeit des Headliners noch seiner Band
verantwortlich. In erster Linie lag es daran, dass der Künstler zu wenig mit
dem Publikum in Kontakt trat, zu wenig versuchte, mit dem Publikum eine
emotionale Bindung einzugehen.
Konzertbesucher
erwarten, dass der Künstler sein Herz auf die Bühne legt, dass er sich
verausgabt, als ob dies das einzig wirklich wichtige Konzert der Tournee wäre, der
Grund hierfür ist wohl, dass es für die Besucher genau das ist: das einzige
Konzert der Tournee. Entsprechend hoch sind die Erwartungen, und im Gegensatz
zur CD erwartet ein Publikum heute in erster Linie weniger die konzertante Aufführung
der Songs als ein emotionales Event. Gute Entertainer haben das schon immer
gewusst und haben es vermocht, das Publikum in ihren Bann zu ziehen und diese emotionale
Bindung herzustellen.