Im musikalischen Schaffen Stevie Ray Vaughans gibt es eine Aufnahme des Songs Willie the Wimp auf dem Album Live
Alive. Darauf berichtet der Texaner von wundersamen Dingen: ein Mann in
einem Cadillac-Sarg. Bluesnews lüftet das Geheimnis hinter dem kleinen
liebenswerten Blues in A, den Stevie Ray
Vaughan gerne auf seinen frühen Konzerten spielte, der aber später etwas
aus dem Repertoire rutschte. Der Song ist eine Beschreibung eines unglaublichen
Begräbnisses, eben jenes von Willie «The Wimp», einem Gangsterboss aus Chicago.
Sterling A. Brown (1901–1989) war kein Musiker, kein Musikproduzent und kein Instrumentenbauer. Trotzdem gibt es eine CD von ihm - eine CD mit seinen Texten. Er war ein Intellektueller und Uni-Professor, der als Dichter wunderschöne Zeilen auf das Leben der einfachen Leute im Südern der USA verfasst hat, namentlich das Leben der Schwarzen. Er schreibt damit über das Leben, in welchem der Blues geboren wurde, seine Gedichte beschreiben das Leben. Durch ihre Rhythmik und ihren Drive sind es Blues-Gedichte, und sie sind ein Vergnügen zu lesen.
Der Titel Frankie and Johnny gehört zum Kernbestand der amerikanischen Musikkultur. Wer den Song schrieb, lässt sich nicht ausmachen, ein Interpret sagt, dass der Titel etwa 150 Jahre als sei, also eine Begebenheit erzählt, die sich in der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs ereignete (in der Wikipedia steht, dass der Song 1863 bei der Belagerung von Vicksburg bereits gesungen worden sei). Damit ist der Titel wesentlich älter als Gershwin oder W.C. Handy, und er erzählt die Geschichte eines Paares, die irgendwie schief ging. Aber was genau passierte, was die Auswirkungen davon waren und um wen es sich überhaupt handelt, dies wird von jedem anders erzählt.
Ein Beispiel für Erotische Prahlereien in Bluestexten
Willie Dixon ist tausendfach bekannt als Komponist unsterblicher Klassiker wie Spoonful, I Just Want To Make Love to You, Smokestack Lightnin’ und natürlich Hoochie Coochie Man. Aber der Bassist und Arrangeur hinter vielen grossen Aufnahmen der Chess-Studios war auch selbst ein toller Sänger und vor allem Komponist von vielen weniger bekannten Stücken. Heute stellt Bluesnews ein eher unbekanntes Stück vor.
Viele Songs sind ja inzwischen auf Youtube hörbar oder können heruntergeladen werden. Meine Suche nach dem hier vorzustellenden Song aber blieb bisher erfolglos. Es handelt sich dabei um die weitgehend unbekannte Perle When I Make Love, der auf der CD I Think I Got The Blues erschienen ist. Dieser Song preist in bekannter Manier, die sexuellen Qualitäten des Sängers an. Willie Dixon hat mehrere solcher Songs geschrieben, auch 300 Pounds of Joy oder Built for Comfort sind Titel, in denen ein Mann unverhohlen mit seinen Fähigkeiten im Bett prahlt. Die Bekanntesten dieser Titel sind wohl Mannish Boy, Crawlin' King Snake, King Bee oder Hoochie Coochie Man.
Memphis Minnie hat viele Songs geschrieben, darunter Bumble Bee, Mean Mistreater, Hoodoo Lady.
1939 traf sie Little Son Joe, mit dem sie ab diesem Zeitpunkt zusammenspielte. Er erschien ab dann bis zu ihrem Tod als Komponist auf allen ihren Platten . Zuvor hatte Minnie ihre Lieder selbst komponiert, während Little Son Joe bis zu seinem Zusammenkommen mit Minnie nie als Komponist erschienen war. Man kann also annehmen, dass diese Songs aus ihrer Feder stammen.