Ehrliche, direkte, aus dem Alltag gegriffene Songs, wirkungsvoll und rau interpretiert ohne jegliche Effekthascherei: Peter Karp verkörpert brillantes Storytelling in Blues-lastigem Rootsrock wie kaum ein Zweiter. Für sein neues Album geht Karp musikalisch wie textlich zurück in seine Jugend und erinnert sich an jenes Leben am Rande des New Jersey Turnpike, wo Hafenkräne, Fabrikhallen, Industriekomplexe und Einwanderer aus aller Herren Länder das tägliche Dasein in der Agglomeration westlich von New York City bestimmten.
Peter Karp wäre nicht Peter Karp, würde er dem Ganzen nicht aussagekräftige, poetische Songs über Verlust, Ängste, Schicksal aber auch Liebe und Hoffnung abgewinnen können. Er packt seine Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken in packende Grooves, scheppernde Riffs und lakonischen, eindringlichen Gesang. Selber ein unverwechselbarer Gitarrist mit ureigenem Approach, ist sich Karp nicht zu schade, den einen oder anderen seiner Songs mit der genialen Saitenarbeit von Rick Vito, von Mark Johnson und von Sue Foley (mit welcher er vor rund 15 Jahren die beiden aufsehenerregenden Alben «He Said She Said» und «Beyond The Crossroads» aufgenommen hat) anzureichern. Gastbeiträge leisten zudem der Harmonica-Wizard Dennis Gruenling sowie die Keyboarder John Ginty und Dave Keyes (hier für einmal am Akkordeon).
Geben wir das Schlusswort dem Ex-Stones-Gitarrist Mick Taylor. Er umschreibt Peter Karp’s Stellung und Einfluss in der Musikszene bestens mit den anerkennenden Worten: «Guys like Peter Karp, James Taylor and Bob Dylan embody Americana Blues, and us English guys are inspired by it!»
Peter Karp (voc, g, keys), Mike Catapano (dr), Niles Terrat (b), Rick Vito (g), Sue Foley (g, b), Dennis Gruenling (harm), Mark Johnson (g), Jim Eingher (org), Maximilian Liebmann (b), Doug Howard (b), Gram Hopkins (dr), Dave Keyes (acc) plus backing voc & horns
(CD, Vinyl, DL, Rose Cottage Records, www.peterkarp.com). Für Europa: www.makemydayrecords.de
