Das Cover zeigt einen mittelalterlichen Spielmann, eine Laute zupfend, vor einem windschiefen Baum sitzend. Nein, dies ist weder Renaissance-Musik noch Lagerfeuer-Folk. Das Trio Dead Wolf aus Deutschland verfolgt auf «Blues For The Apocalypse», ihrem dritten Album, einen eigenständigen Roots-Rock-Kurs, den die Band selber als «Heavy Garage Blues» tituliert.
Ihre Inspirationen holen Dominik Wolf, Martin Fehling und Florian Strober im Spannungsfeld von Bands wie The Gun Club oder The Cramps, aber auch im Mississippi Hill Country Blues eines Junior Kimbrough oder eines R.L. Burnside. An letztere Beiden erinnern die linearen Rhythmen, hypnotischen Grooves und bissigen Riffs des Gebotenen. Getragen werden die neun Songs des Albums von lakonischem, Understatement-triefendem (Sprech-)Gesang, angezerrtem Gitarrensound und gradlinigem Schlagzeug. Dead Wolf kreieren damit ohne jedwelche Hektik eine spezielle Stimmung, manchmal gar eine düstere Atmosphäre. Nix für Blues-Puristen, jedoch äusserst spannend im Ansatz. Besonders aufgefallen: das Slidegitarren-Epos «Blues For Mark Holder».
Dominik Wolf (voc, g), Martin Fehling (b, g), Florian Strober (dr)
(CD, Vinyl, DL, www.offlabelrecords.de)
