The Namedroppers aus New England sind ein Konglomerat an gestandenen Veteranen, die schon mit so verschiedenartigen Künstlern wie Johnny Winter, Edgar Winter, Black Oak Arkansas, Michael Bolton, Grace Slick, Felix Cavalier oder den Rascals gearbeitet haben.
Gemeinsam ist den Namedroppers ihre Liebe für knackigen Rhythm’n’Blues und Soul-triefenden Rock’n’Roll. Gleich vier der Bandmitglieder wechseln sich als Leadsänger ab, was der ganzen Sache Abwechslung verleiht. Und auch sonst bietet die Band auf ihrem sechste Album ein äusserst kurzweiliges Programm. Ob Original oder Cover, trotz fortschreitendem Alter stimmt der Groove und das Feuer lodert – was Gitarrist und Sänger Rafe Klein im Opener «Grey Haired Blues» mit folgenden Worten bestätigt: «Yeah, it’s true, my roof is covered in snow, but don’t be fooled, there’s a fire below!»
Simone Brown beweist ihre Gospel-gestählte Stimme im Aretha Franklin-Klassiker «Chain Of Fools», während Bobby «T» Torello im Rocker «Watch Pocket» ans Mikrofon tritt und neben seinen Drums gleich noch einen mit der Gitarre drauflegt. Mit Frank Durazzo’s «Don’t Cry Over Me» begeben sich die Namedroppers in die Herzschmerz-Ecke. Bob Dylan schliesslich wird mit «Gotta Serve Somebody» gewürdigt, und Muddy Waters wird mit einem «Mannish Boy» geehrt, welches sich mit originellen Rhythmuswechseln vom Original abhebt.
Rafe Klein (g, voc), Bobby T Torello (dr, g, voc), Scott Spray (b), Ron Rifkin (keys, voc), Simone Brown (voc), Crispin Cioe (sax), Kevin Monroe & Devotion (b-voc), Tim Dehuff (g), Jay Willie (g), Richard Hunter (harm)
(CD, DL, www.thenamedroppers.net)
