Zum Hauptinhalt springen

Greg Piccolo, einst einer der führenden Köpfe bei der New England R’n’B-Truppe Roomful Of Blues, gefällt mit einem Solo-Album, auf welchem er frisch und frei von der Leber weg seinem Songwriter-Talent frönt. Und da hat sich einiges angesammelt in den vergangenen Jahren: Stories, gesegnet mit Humor, mit Lebensfreude, aber auch mit Nachdenklichem, mit persönlichen Erfahrungen einer Karriere, die mittlerweile auch schon sechs Jahrzehnte dauert. 

Diese Geschichten bettet Piccolo ein in die verschiedensten musikalischen Settings im Dreieck Rhythm’n’Blues, Soul und Rock’n’Roll. Da finden die beiden feinen Piano-Balladen «She Couldn’t Stay» und «Guilty» (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Stück von Randy Newman) ebenso einen Platz wie das von einem fetten Bläsersatz angetriebene «I’m Movin’ On», das hip swingende «Dream Girl», das laid-back rockende «Don’t Tell Me The Truth», das mit einem Reggae-Rhythmus unterlegte «People Are Hot», die Memphis-Soul-Nummer «The Truth Is A Sly Fox» oder das an Doug Sahm/Augie Meyers erinnernde «I’ve Lost Faith».

Natürlich darf auch das eine oder andere heisse Sax-Solo des Maestros nicht fehlen – was Summa Summarum bedeutet: Greg Piccolo liefert ein Album mit Charme, Pep und einer positiven Aura. Trotzdem schwingt ein Wehmutstropfen mit, ist diese Platte doch die letzte Arbeit des legendären Produzenten und Tontechnikers Terry Manning (Led Zeppelin, ZZ Top, Joe Cocker, Al Green, Fabulous Thunderbirds, Staple Singers u.v.m.) vor dessen Tod im März 2025.

Greg Piccolo (voc, sax), Shinichi Otsu (keys, b-voc)), Bob Ruggiero (dr, b-voc), Dean Shot (g, b-voc), Paul Tomasello (b, b-voc), Mark Kazanoff (sax), Al Gomez (tp), 14 Karat Soul (b-voc)

(CD, Vinyl, DL, www.momojorecords.com)