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Bevor Ingvay mit eigenen, starken Alben in der deutschen Szene Fuss fasste, machte er sich einen Namen als gefragter Tontechniker bei Künstlern wie Heinz Rudolf Kunze oder Roger Cicero. Es wundert daher nicht, dass seine Produktionen – «Still Moving» ist sein fünftes Werk – einen vollen, warmen Klang ausstrahlen. Seine Inspirationen holt sich Ingvay an der Schnittstelle von Southern Rock und New Country, wobei er sich nicht zu schade ist, wenn nötig auch eine Prise Blues einzuflechten.

Zusammen mit seiner routinierten Band – die verschiedenen Musiker spielten u.a. schon für Randy Crawford, BAP, Louisiana Red oder Rea Garvey – entwickelt Ingvay einen runden, fliessenden Groove, den er mit einem melodiösen Soundteppich paart. Seine Songs besitzen Charme und behandeln Themen, welche von der Reise durch das tägliche Leben erzählen. Sein Gesang ist eher unaufgeregt lakonisch, aber durchwegs griffig, seine Gitarre steht stets im Dienste des Songs. Was bedeutet: Yngvay gelingt das Kunststück, mit «Still Moving» ein feines Gitarrenalbum aus dem Ärmel zu schütteln, welches auf übertriebene Griffbrettakrobatik verzichten kann. Anspieltipps: Das leicht an ZZ Top erinnernde «Get Up», das mit Radio-Potential behaftete «Home By The River» und das folkig-akustische «Almost There».

Yngvay (voc, g), Matthias Meusel (dr), Uwe Seemann (b), Ulrich Rode (g), Maik Schott (keys)

(DL, Vinyl, www.ingvay.com)