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Den Geheimnissen des Blues auf der Spur... Folge 2

Die Wahrheit über Robert Johnson's Crossroad-Mythos

Das war ganz schön dreist, Euren Lesehunger gleich zur Eröffnung meiner Kolumne mit einem satten 15-Minüter zu füttern ... Well, für mich war es ein Test: Gibt's da draussen in der Welt des Blues ein paar Verrückte die es sich antun, meinen Müll zu lesen?? Mit Sicherheit beantworten lässt sich die Frage nicht, aber Licht am Horizont ist durchaus zu erblicken: Wenn sich zig-Tausende durch Keith Richards' 700-Seiten-schwere Biografie wühlen, dabei die auf über 300 Seiten (!) heroisch und bis ins kleinste Detail beschriebenen Drogen-Exzesse tapfer ertragen, nur um irgendwo vielleicht doch was Neues über den Blues zu erfahren – dann müssen wir uns über Geduld und Tiefgang der Leserschaft keinerlei Sorgen machen. Wenn das kein wahres Musik-Interesse ist! So will ich denn von dieser Geduld schamlos profitieren und lege die Latte diesmal noch höher; eine gute halbe Stunde müsst Ihr investieren, dafür sei Euch aber ein multi-mediales Spektakel mit Bild und Ton garantiert.

OK, so lasst uns versuchen, hier eine möglichst sinnvolle Brücke zu schlagen zu meinem Essay über den Stolz, die Würde und Seele des (Schweizer) Blues. Mit der etwas bizarren Frage: «Was hat der berühmte Crossroad-Mythos von Robert Johnson mit eben diesem Stolz zu tun ??» Sehr viel, meine ich - und will auch gleich zur leidenschaftlichen Begründung ausholen:

Artwork by Ricardo Pustanio Die Facts sind bekannt: Kaum einer wird (zu Recht?) mehr verehrt, über keinen werden spannendere Mythen erzählt, keiner hat die Geschichte des Delta-Blues nachhaltiger geprägt als Robert Johnson (1911-1938). Dabei begann alles so unspektakulär, denn als Teenager Robert sich in den Pausen immer wieder die Gitarre eines seiner Vorbilder (Charley Patton, Son House, Willie Brown) schnappte, klang es schauderhaft. No talent! Als er für fast ein Jahr wie vom Erdboden verschluckt war, vermisste ihn keiner. Dann tauchte der Junge plötzlich wieder auf, in einer Juke Joint in Robinsonville (Mississippi), stieg mit seiner ‚Gibson Kalamazoo' auf die Bühne - und alle waren schockiert: Johnson sang und spielte wie verhext; die Frauen waren begeistert, die Männer und Musiker sprachlos, misstrauisch. Wenn einer in so kurzer Zeit alle an die Wand spielt, können nur dämonische Kräfte mit von der Partie sein - so entstand der Mythos. Seit über 70 Jahren wird nun über dessen Wahrheitsgehalt spekuliert. Natürlich kann sich die heutige, von Objektivität besessene intellektuelle Elite mit einigen ziemlich plausiblen Erklärungen beruhigen: Da war einerseits der grenzenlose Neid seiner ehemaligen Idole; Son House z.B. hatte wahrlich gute Gründe, das Gerücht vom Teufels-Pakt in die Welt zu setzen. Andererseits wird betont, dass die Crossroad-Geschichte ihren Ursprung in einem westafrikanischen Götter-Ritual des Voodoo-Kultes hat. Und nicht zuletzt weiss man auch, dass ‚Devil Songs' damals einfach beliebt waren, jeder der alten Blues-Sänger musste sie drauf haben, wenn er im Geschäft bleiben wollte. Also alles nur Humbug oder billige Unterhaltung, die Geschichte mit dem Teufel?

Wieso sollte an der Story nichts Wahres sein? Weshalb können wir nicht glauben, dass es ihn gibt, diesen Pakt? Für mich keine Frage: es gibt sie, die Magie, und sie kommt nicht von dieser Welt (vielleicht ist unser einziger Fehler, dass wir sie deshalb dem Teufel zuschreiben). Ich spekuliere, dass sich hinter jener «teuflischen» Crossroad-Energie nicht nur tatsächlich eines der grössten Geheimnisse des Blues verbirgt, sondern dass dieser Mythos letztlich auf einer noch tieferen Ebene sogar die archetypische Geschichte der globalen Menschheit und ihrer Entwicklung erzählt. «Wow...! Was nimmt der für Drogen...??» Keine!

garymoorezeichnung.jpg Ich kann mich noch gut erinnern; damals vor rund 20 Jahren. Ich sass im Zug und las in einer Gitarren-Zeitschrift, wie Gary Moore in seltsamer Art und Weise darüber berichtete, wie er von einer noch lebenden Blues-Legende in die wahren Geheimnisse des Blues eingeweiht wurde. Es klang irgendwie suspekt, Gary wollte diese Geheimnisse nicht rausrücken, weil sie sozusagen nur für eine Gruppe von Auserwählten bestimmt seien (quasi für eine Geheim-Loge, die Blues-Freimaurer oder so...). Ich war leicht verärgert; warum sollte ausgerechnet Gary Moore in dieser Loge Einlass erhalten? (ich fand es ziemlich unverschämt, wie er damals z.B. in Montreux mit seinem Allerwelts-Sound und seiner Tempo-Bolzerei Albert Collins an die Wand zu spielen versuchte http://www.youtube.com/watch?v=BUxx3mdbndk). Ihr merkt, dass aus mir nie ein Gary Moore-Fan wurde, obwohl ich ihn später wirklich respektierte. Aber für diesen Wink bin ich ihm bis heute dankbar! Irgendwie hatte Gary meinen 'Gwunder' und meine Sehnsucht nach etwas Verborgenem gekitzelt; es gab sie also doch, diese Geheimnisse?

Seither sind Milliarden von Litern Wasser die Reuss runter gedüst, und wenn ich mir mittlerweile einbilde, den Blues-Freimaurern zumindest ein Stück weit auf die Schliche gekommen zu sein, ist das womöglich pure Anmassung. Wer weiss. Doch bitteschön, wenn der gute Gary den Geheim-Code schon mit ins Grab nimmt, bleibt uns ja nur die Möglichkeit, ein eigenes Passwort zu definieren! Und das, Ladies and Gentlemen, lautet folgendermassen...:

Äahhmm - jetzt muss ich Euch enttäuschen, fast so wie Gary damals mich verarschte. Ich kann es Euch nicht einfach so erklären, in einem Wort oder Satz. «Fiesling!» Ich will's aber immerhin versuchen, auf Umwegen. Vielleicht schaffe ich das mit symbolischen Beispielen, auf eine fast 'kontemplative' Art, mit ... Youtube-Links. So macht's Spass.

Gehen wir kurz zurück zu unserer Geschichte: Robert Johnson war - das gilt als historisch erwiesen - kein ausserordentliches Talent, strahlte vorerst keine Genialität aus und war auch alles andere als wegweisend in der frühen Blues-Geschichte (allein vom Alter her konnte er ohnehin nicht Teil der ersten Blues-Generation sein, Charley Patton z.B. war ihm rund 20 Jahre voraus). Im Grunde war Robert also ein stinknormales Greenhorn, das voller Bewunderung zu seinen Vorbildern hinaufschaute - genau so wie das ein knappes Jahrhundert danach mit jedem von uns passiert. Und dann ..., nicht mal ein Jahr später (!) kommt dieser Jüngling völlig verwandelt zurück, spielt und singt Dinge, die uns noch heute im tiefsten Mark erschüttern. Man muss sich das mal vorstellen: Wenn auch nur ein Drittel davon stimmt, ist es noch immer crazy!! Diesen unglaublichen Entwicklungs-Schritt in nur einem Jahr schafft kein Sterblicher! Musikalisch schon gar nicht (seine genialsten Nacheiferer brauchten ihr ganzes Leben dazu, um annähernd dieses Niveau zu erreichen!) - aber auch psychologisch sind solche Gewalts-Schritte vom schüchternen Teenager zur vor Selbstbewusstsein strahlenden Persönlichkeit HÖCHST selten (auch im Zeitalter der Psychotherapie!). Was war passiert?? OK, den rein Gitarren-technischen Teil seines gewaltigen Sprungs schafft man im absoluten Ausnahmefall vielleicht mit stundenlanger täglicher Übungs-Tortur?? Aber das ist LÄNGST nicht alles! Diese unglaubliche Reife und Ausstrahlung, diese Energie, diese vollkommene Einheit von Gesang und Gitarre! Wir werden es nie erklären können (davon lebt der Mythos), aber eines scheint mir so sicher zu sein wie der Tod: Ein von Selbstzweifeln gequälter Mensch schafft so was NIE und NIMMER! Was geschah wirklich an dieser Kreuzung? Wer gab ihm dieses urplötzliche Gefühl von Stolz und Würde??

trip.jpgWisst Ihr was? Ist doch sch...egal, nennt ihn Teufel oder wie auch immer. Ich will es gar nicht wissen. Ich will aber dorthin, zu dieser Crossroad! Und zwar subito, hier und sogleich! Wer Lust hat, kann gerne mitkommen. Und jetzt ... kommt Youtube ins Spiel:

Du kommst mit ?? OK, sag danach aber bitte nicht, ich hätte dich nicht gewarnt: Der Tripp dauert eine halbe Stunde - und Du wirst NIE wieder derselbe sein ...

Tripp Nummer 1: http://www.youtube.com/watch?v=zxYdQfm-UUc

Eine Frage, die ich mir - typisch für einen chronischen Selbstzweifler - im Leben immer wieder stellte: «Wie hat es dieser oder jener Künstler geschafft, die grosse Hürde 'Selbstvertrauen' zu meistern? Auf welchen Grundpfeilern ist sein Selbstwertgefühl gebaut?» Well, im Bewusstsein unserer westlichen Kultur kennen wir hier eine einfache Gleichung: Je höher die erbrachte Leistung (und die ist, wie wir meinen, messbar), desto grösser die Berechtigung, sich wertvoll zu fühlen. Fazit: Duke Robillard hat ganz offensichtlich nicht den geringsten Grund, an sich zu zweifeln. Sein Spiel ist absolut fantastisch, es haut mich - ehrlich! - völlig um! Diese Raffinesse, dieser Ideenreichtum, dieses Feuer, diese technische Souveränität!

Tripp Nummer 2: http://www.youtube.com/watch?v=-lg9VPEQQ60

Wenn ich Albert Collins höre, gerate ich in Ekstase! Der betörende Schrei seiner Musik ist pures Gift, und ich frage mich immer wieder: Warum zum Teufel gibt es Menschen, die nach dem Genuss dieser Musik noch andere Drogen benötigen??? Allerdings höre ich erste Alarmglocken läuten, denn die Abendland-Jury gibt bei der Notenvergabe zu bedenken: «Die Leistung eines Albert Collins darf nicht überschätzt werden; sein Spiel ist stark begrenzt, der Mann spielte sein ganzes Leben lang nur in der offenen Moll-Stimmung und zudem permanent mit Hilfe der Capo-Krücke!» Tatsache ist, dass Albert in keiner der unzähligen Jazzschulen und Musik-Universitäten auch nur die Aufnahme-Prüfung bestanden hätte.

Tripp Nummer 3: http://www.youtube.com/watch?v=Pf2k7WpkIxQ

Wenn mir als Slide-Gitarrist zuweilen der Boden unter den Füssen wegzurutschen droht, ziehe ich mir Sonny Landreth rein - und die Hierarchie ist wieder wunderbar hergestellt. Sonny ist ebenso wahnsinnig wie fleissig, im Grunde ist er der einzige Gitarrist, welcher die Bottleneck-Technik wirklich revolutioniert hat! Doch abgesehen davon kann er sehr überzeugend auch ganz normalen traditionellen Blues spielen. Keine Frage: dieser Mann würde von jeder Instanz Bestnoten kriegen und wäre in jeder Gitarren-Universität als Gastdozent höchst willkommen!

Tripp Nummer 4: http://www.youtube.com/watch?v=qWZFMIvEPcg

Hier noch Worte zu verlieren ist pure Blasphemie...! Nur eine einzige Platte auf den Weg zur Insel mitnehmen zu dürfen wäre zwar höchst ärgerlich, doch für mich wär's klar: Muddy Waters muss mit! Seine Songs und seine Stimme sind ohnehin Balsam für jede Blues-Seele, doch mich legt ebenso seine spärlich eingesetzte Slide-Gitarre völlig flach; sie ist so göttlich einfach, speziell und emotional! Und jetzt der Skandal: Von der Abendland-Jury hätte Muddy ziemlich schlechte Leistungsnoten gekriegt...: «Er war ein Gitarren-Minimalist und freute sich sein Leben lang wie ein Kind an den paar wenigen Licks, die er drauf hatte.»

Tripp Nummer 5: http://www.youtube.com/watch?v=FuzfgagmrBk

Natürlich höchst gemein, dieser Kontrast! Aber ich muss provozieren; warum, werdet Ihr bald merken. Bob Brozman ist natürlich wieder so einer, der dich locker auf dein Plätzchen verweist... Er ist unglaublich souverän, schon fast kriminell virtuos und dabei auch noch witzig verspielt. Wer würde es wagen, den Leistungsausweis dieses Gitarristen in Frage zu stellen??

Tripp Nummer 6: http://www.youtube.com/watch?v=TE_s7oSfXf4

Das war jetzt richtig fies, direkt nach Brozman: beide spielen das selbe Instrument, doch Milchstrassen voneinander entfernt! Und ich bin mir plötzlich nicht mehr sicher, wer nun wirklich auf meine Insel mitkommt...?! Son House, diese Teufels-Stimme, seine brachiale Slide-Gitarre - ich bin ein «Son House»-Junkie und werde mein Leben lang mit dieser Sucht zurechtkommen müssen!

achterbahn.jpg OK, kommen wir runter von dieser Achterbahn - es ist genug. Wir werden nun also zurückgeworfen auf diese verdammte Kreuzung und fragen nach dem Weg: Auf welchen Grundpfeilern darf ich denn mein Selbstverständnis als (Blues-)Musiker aufbauen?? Wo bitte geht's hier lang; weiss denn niemand Rat?? Alles was man mir bisher beigebracht hat ist: Kriterium 1) die Leistung, sie steht in direkter Konkurrenz zur Leistung deiner Mitmenschen und ist somit messbar. Wenn du hier eher im Hintertreffen liegst, gibt's noch zwei Chancen: Kriterium 2) aussergewöhnliche Geschenke, die du mitbringst, wie z.B. Schönheit oder Genialität. Und Kriterium 3) besondere Verdienste wie Fleiss, Selbstlosigkeit, Leidensfähigkeit, hohe moralische Integrität usw. Verflucht, du spürst, dass im Grunde keines dieser drei Kriterien wirklich auf dich zutrifft. Was tun? Worauf stolz sein? Woher das innere Feuer nehmen? Und dann eben die Frage: wie haben die andern das geschafft?? Für die Herren Robillard, Landreth oder Brozman scheint das mit dem Diplom von Kriterium 1 problemlos zu klappen. Und bei Collins, Waters oder House? Waren die schön...?? Na ja. Genial?? Nichts kann an dieser vergleichsweise einfach gestrickten Musik 'Blues' genial sein, wenn man weiss, in welchen Höhen z.B. Bach, Stockhausen oder Bill Dixon ihre Flugbahnen ziehen. Verflixt, bleibt nur noch Kriterium 3; sicher waren die früher gepeinigte Sklaven und haben sich in selbstloser Weise zum moralischen Vorbild für die Welt hochgekämpft? Leider nein, ihre Biografien verraten kein aussergewöhnliches Märtyrertum.

Dein Latein ist am Ende, du siehst keine Lösung! Und da kommt diese verführerische Stimme und sagt zu dir: «Vergiss diese Kriterien, Du hast sie nicht nötig, für Dich gilt das alles nicht. Freue dich: Du läufst ausser Konkurrenz!!»

Das, meine Lieben, genau das ist der Pakt mit diesem sogenannten «Teufel»! Jeder verdammte Erdenbewohner steht eines Tages an dieser Crossroad und hört genau diese Stimme. Du kannst sie ignorieren, dich noch mehr anstrengen, in der Hoffnung bald doch noch dem Kriterium 1) zu genügen. Oder aber du folgst der «Teufels-Stimme», und das ist ein ganz bewusster Entscheid. Ein unglaublich frecher Entscheid, denn er widersetzt sich jeder Logik und allen gängigen Konventionen! Ein naiver Entscheid, denn du gehst den Weg des selbstvergessen im Sandkasten spielenden Kindes! Ein gefährlicher Entscheid, denn du kannst im weltlichen Wettrennen jederzeit scheitern - oder in den Abgrund der Arroganz stürzen (wenn du die unglaubliche Verwandlungskraft dieses Entscheides missbrauchst und sie in den hungrigen Rachen deines Egos wirfst).

Es war genau die Kraft dieses Entscheides, welche damals Robert Johnson derart verwandelte. Da bin ich mir sicher. Und es ist genau dieses Geheimnis, welches die Blues-Freimaurer so penibel hüten. Vielleicht ist es in der Tat töricht, den Code preiszugeben. Er kann jederzeit missverstanden oder missbraucht werden und ist im Grunde ja eigentlich Sprengstoff für eine gewaltige Revolution! Aber ich hoffe, wir sind hier und jetzt langsam ready für diese Revolution - und so lasst mich denn den Verräter spielen (Albert, Muddy, Son und Co. mögen mir verzeihen, Gary bitte ich gar nicht erst um Erlaubnis) ...

goodluckcard.jpg

 

The Bluesman's Code:

«Ich weiss, dass ich nach weltlichen Massstäben im Grunde nichts oder nur sehr wenig kann. Ein paar Töne, ein paar Licks. Aber es kümmert mich nicht, ich muss nichts beweisen, laufe ausser Konkurrenz! Alles was zählt ist meine Freude, mein innerer Schrei. Ihr da draussen versucht, Eure Geschichten mit tausend Worten oder Noten zu erzählen - bei mir genügt ein Ton und alles ist gesagt! Ich weiss, das ist verdammt wenig, aber es ist wertvoll, weil's von mir kommt. Dieser eine Ton ist mein Mojo, und er macht mich mächtig und stolz!»

 

daltons.jpgThat's it. So heisst dieser eine Wegweiser, den Du - unter vielen andern - an der Crossraod antriffst. Ich will diesen Weg jetzt gar nicht weiter werten, er ist so verführerisch wie gefährlich, die Gratwanderung kann gelingen oder ins Verderben führen. Keith Richards - der kennt diesen Code, wie ich meine, sehr genau - bringt das in seinem Buch mit einem wirklich fantastischen Satz haargenau auf den Punkt: «Blues ist wie ein Gefängnis-Ausbruch!» Man sprengt all die gesellschaftlichen Mauern und Zwänge. Draussen in der Freiheit ist das Leben nicht einfacher, das wird jeder Ausbrecher bestätigen. Und so ein Ausbruch muss auch nicht plötzlich erfolgen (ich bin schon seit 20 Jahren kräftig am 'pudeln' und hoffe, das Loch in meiner Zelle werde eines Tages gross genug sein...). Aber Du musst den Entscheid fassen und mit Deinen eigenen Händen zu graben beginnen!

Das wär's für heute. Das nächste mal werden wir sehen, was da unterwegs so alles für Gefahren lauern - und wie man (natürlich auch frau!) ihnen allenfalls begegnen könnte. Und warum der Wegweiser nicht unbedingt «Teufel» heissen muss ...

Apropos: Kannst Du Dich noch an Deinen Crossroad-Aufenthalt erinnern? Wo war das? Wie war das? Und wie hast Du Dich entschieden...? Wenn Du hier ein paar Zeilen darüber schreibst, kann auf diese Weise vielleicht sogar ein wunderbarer „Blog" entstehen ...

Bis dann und herzlich
Richard Koechli

Richard Koechli (Jahrgang 1962) ist Roots-Musiker, Komponist, Produzent und ausserdem erfolgreicher Sachbuch-Autor (mehr über ihn auf www.richardkoechli.ch).
Richard ist hier zu erreichen:

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