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10 Jahre Tap and Boogie

Pure Lebensfreude

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Die Tap and Boogie Show ist seit zehn Jahren eines von Nico Brinas Projekten. Rund 250 Besucher liessen sich am 3. April 2011 von einem der ersten sonnigen Tage nicht abschrecken und zogen die Jubiläumsshow in der Bieler  Eventhalle «Le Pavillon» einem Frühlingsspaziergang vor. Sie wurden nicht enttäuscht. Gute zweieinhalb Stunden legten Nico Brina (Piano), Charlie Weibel (Schlagzeug) und Lukas Weiss (Steptanz) eine temporeiche, ungewöhnliche und stellenweise augenzwinkernde Show auf die Bretter, was im Fall von Lukas Weiss durchaus wörtlich gemeint ist.

Nico Brina ist seit mehr als zwanzig Jahren im Geschäft und hat sich in dieser Zeit einige Meriten verdient, so zum Beispiel 1995 den Prix Walo in der Sparte «Special Act» und 1996 einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde für den schnellsten Boogie Woogie. Er ist mit etwa 100 Konzerten pro Jahr national und international zu sehen. 2006 trat er als Blues- und Rock'n'Roll-Botschafter in Santo Domingo für die Schweiz auf. Er tritt sowohl als Solopianist, oder im Duo mit Tobias Schramm am Schlagzeug auf und bildet mit dem Gitarristen Pete Borel und Charlie Weibel das «Nico Brina Trio». Bis heute hat er zehn CDs und jeweils eine DVD und LP eingespielt.
Website: http://www.brina.ch/

Charlie Weibel ist ein gefragter Sessiondrummer, ausserdem Schlagzeuglehrer an der Musikschule Ebikon und spielt in verschiedenen Formationen, unter anderem bei Nico Brina, Eric Lee, N.Y.Cole, Heinz Affolters Acoustic Adventure und der Frank Tender Band. Ausserdem hat er mehrere Lehrbücher geschrieben. Internationale Beachtung gewann er unter anderem bei seinem Auftritt mit Eric Lee 1989 am Tag des Mauerfalls in Berlin auf dem Kurfürstendamm. Sein Spiel ist präzis und zurückhaltend, obwohl er in zwei ausgedehnteren Soli demonstrierte, dass er mit seinem Spiel durchaus die Bühne alleine füllen kann.
Website: http://www.weibeltech.ch/

Lukas Weiss gehört zu den besten seines Faches. Vor rund dreizehn Jahren entwickelte er eine Kombination von Steptanz und Jonglage und ist damit auch international erfolgreich. Ausserdem unterrichtet er seit 1999 Steptanz am «Centre Rythme Danse» in Biel. Dazu bietet er nationale und internationale Ferienkurse und Workshops an. ein Arbeitsgerät sind die Stepschuhe und ein Podest in der Grösse eines durchschnittlichen Schreibtisches über das er wie ein Derwisch fegt und eine atemberaubende Perkussion hinlegt.
Website: http://www.lukasweiss.ch/de/index.php.

In der Tap and Boogie Show verschmelzen die drei ihr Können zu einer Show, die in dieser Form einmalig ist. Musikalisch gesehen agiert Lukas Weiss als Perkussionist. Steptanz als gelegentliche Auflockerung und optisch reizvolle Showeinlage kennen wir vor allem im Zusammenhang mit Big Bands und erinnern uns an die grossen Zeiten des Swing in den 1920/30er Jahren und seinem Revival in den 1950er Jahren. Diese Show ist anders. Durch die kleine Formation rückt der Steptanz in den Vordergrund und steht dadurch im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Tanz ist nicht mehr begleitendes Beiwerk, sondern wird zu einem Rhythmusinstrument und damit zu einem Teil der Band. Beeindruckend, mit welcher Präzision Lukas Weiss ganze Songs rhythmisch trägt und erstaunlich, was mit einem Paar Schuhen alles möglich ist. Im letzten Drittel der Show zeigte er seine Kombination von Jonglage und Steptanz, auch das eine kaum je gesehene Fertigkeit, die jedoch natürlich musikalisch ohne grosse Bedeutung ist. Immerhin gelingt es ihm, auch das Jonglieren der Bälle dem Takt der Musik anzupassen.

Nico Brina liefert dazu ein Pianospiel mit einer starker linken Hand und perlenden Melodien. Auch er würzt seinen Auftritt mit Showeinlagen à la Fats Domino oder auch Jerry Lee Lewis, fegt hier mit dem Fuss über die Tasten, spielt dort stehend und tanzend, parodiert Elvis. Allerdings sehen die klassischen Aktionen, bei denen körperlicher Einsatz im Vordergrund stehen, an einem Flügel besser und eindrucksvoller aus, als am Elektropiano, das er an diesem Nachmittag spielte und das dafür irgendwie zu klein ist. Sein Pianospiel orientiert sich an den klassischen Boogie Woogie Pianisten, hat sich aber zu einem unverkennbaren eigenen Stil entwickelt. Das Repertoire für diese Art Show schliesst zwangsläufig langsame, sehr bluesige Stücke aus und pendelt zwischen Boogie Woogie und Rock'n'Roll.

Die Show dauerte gute zwei Stunden, die Pause nicht eingerechnet. Die physische Präsenz aller drei Musiker ist enorm und wird mit Freude und Leidenschaft dargeboten und wirkt spontan und frisch. Wer eine richtig fetzige Boogie und Rock'n'Roll Show mag, wird an der Tap and Boogie Show auf seine Rechnung kommen.

Wer in die Show  reinsehen möchte, empfehlen wir diese Videos:
Tap and Boogie Teil 1; Tap and Boogie Teil 2


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