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Vintage Bluesrock

JDSimoSoloFarbfotoGeboren und Kindheit in Chicago, aber nun seit 10 Jahren in Nashville, ist Gitarrist und Bluesrock-Sänger J.D. Simo eine musikalisch-organisatorische Synthese zwischen dem ausufernden Gefühl des Chicao-Blues und der Disziplin der Country-Fabrik in Tennessee. J.D. Simo ist gerade mal 21 Jahre alt und er hat bereits eine Karriere, auf die er zurückblicken kann: Als Studiogitarrist bei der Don Kelley Band lernte er die Grundlagen des Musikgeschäfts kennen und inzwischen ist der Bandleader und Sänger eines Power-Trios, das konsequent den Vintage-Sound früherer Zeiten sucht und findet – und am kommenden Mittwoch 13. Juli ist er im «Z7» in Pratteln zu hören.

Bevor hier weiter auf Werdegang, Ausrüstung und musikalischen Anspruch von J.D. Simo eingegangen wird: am Mittwoch, 13. Juli spielt seine Trio-Band Simo ab 19 Uhr im Z7 in Pratteln als Vorgruppe zu Warren Haynes und dessen Formation Gov’t Mule. Das ist eine ausgezeichnete Gelegenheit einen jungen Musiker kennen zu lernen der – so die Vorzeichen richtig zu deuten sind – die Karriere von Joe Bonamassa kopieren wird: Bluesrock-Gitarrist deluxe mit klarem Vintage-Anspruch, der auf der Basis der British Invasion der 1960er Jahre die Musik macht, die sich kontinuierlich gut verkauft und an Festivals auch stets gut besucht ist: psychedelisch angehauchten Bluesrock nach dem Motto: das muss kesseln.

J.D. Simo ist mit 21 Jahren nicht nur bereits Bandleader eines Trios mit Bassist Elad Shapiro und Schlagzeuger Adam Abrashoff, er spielt nicht nur mehrere Vintage-Modelle uralter Gibson Les Pauls, seine ES-335 wird in einer Kleinstserie sogar schon vom Gibson Custom Shop nachgebaut (als Gibson ES-335 Collector’s Choice #42 J.D. Simo, die Gitarre ist so neu, dass sie auf der Website von Gibson noch nicht zu finden war!). Er hat mit Simo und Let Love Show the Way bereits zwei CDs veröffentlicht und tritt als Vorgruppe auf nicht nur vor Waren Haynes sondern auch vor Joe Bonamassa oder Walter Trout.

Doch all das Drumherum mal beiseite gestellt, wie ist denn seine Musik? Ein mehrfaches Hören seiner beiden Alben macht deutlich, dass J.D. Simo nicht einfach den Bonamassa-Sound kopiert. Bei Simo mehr Aufregung drin, mehr Unruhe, mehr Kribbeligkeit. Das mag auch an der ausgezeichneten Rhythmusgruppe liegen, aber auch an Simos Gitarrenton, der Sound kopiert, sondern seinen eigenen Weg geht, der sich inbesondere auch im Gitarrenton unterscheidet: Wo Bonamassa einen ruhigeren und klassischeren Ton bevorzugt (Stichwort «Woman Tone») ist der Gitarrenton des jüngeren Mannes nur aus Gitarre, Kabel und Amp aufgebaut. Er braucht also kein grosses Pedalboard, sondern spielt klassisch-vintage, mit durchaus höhenbetonetem Gesang seiner Les Paul.

SimoPromoPicSo ist seine Musik mehr Led Zeppelin als Cream, erinnert durch die Rhythmusgruppe auch an Jimi Hendrix, aber durchwegs in einer äusserst kontrollierten Art und Weise, sehr klar mitreissend und auch beim wiederholten Mal faszinierend. Auch bei unübersichtlichen Gitarrensoli (z.B. Clementia's Lament auf Simo) behält man als Zuhörer stets den Überblick und das Stück bleibt transparent. Sein Bluesrock unterscheidet sich von derjenigen Bonamassas auch dadurch, dass die Band mehr in den Vordergrund tritt. Man ist fast versucht, von einer J.D. Simo Experience zu sprechen, wenn Elad Shapiro und Adam Abrashoff loslegen. Auf dem Bild der Band sitzt der Schlagzeuger rechts im Bild, der Bassist links.

Er spielt unterschiedliche Techniken: Slide, Fingerstyle, mit oder ohne Pick, auf einer Vielzahl von Gitarren und durch unterschiedliche Amps, stets auf der Suche nach dem Sweet Spot, bei dem alles zusammen kommt und die Gitarre zu singen beginnt. Simos Gesang ist verhalten, manchmal etwas zurückgenommen, so dass er an die Gesangsvorbilder der 1960er Jahre erinnert.

What’s On Your Mind ist als letzter Titel von Simo eine Überraschung, die eine weitere Dimension zum Ausdruck bringt: Der Titel klingt als ob es ein bislang unveröffentlichter Titel von B.B. Kings Live at the Regal wäre (den Gesang natürlich ausgenommen). Und tatsächlich scheint insbesondere dieses Album grossen Einfluss auf Simo gehabt zu haben: Seine Vibrato flattern gleich wie jene des Übervaters aus Indianola und wer mit dem Bluesrock-Material nicht viel anfangen kann, sollte sich diesen Titel anhören. Selbst akustische Titel sind im Repertoire, wie Please Be With Me beweist.

J.D. Simo ist kein Musiker für einen Hit oder zwei, sondern wie Bonamassa steht er für ein integrales musikalisches Konzept, das von den verwendeten Instrumenten bis zum Gesang und dem Design der Albencovers reicht und das den Mann über Jahre eine erfolgreiche Karriere bescheren wird, weil er in allen Bereichen – Band, Gitarre, Gesang, Styling – ein umfassendes Packet anzubieten hat, das an Reife weit über seine 21 Jahre hinausgeht.


Kontakt

Website: www.simo.fm
Facebook: www.facebook.com/simotheband

Diskographie

Siehe auf der Website der Band 


 

 

 

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