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Die Band N.Y. Cole aus dem Berner Oberland ist zwar keine Bluesband, aber ihre Musik, die zwischen Country und Rock zu verorten ist, erzählt durchaus vom Blues, den das Leben mit sich bringt. Das Quartett bringt erdige und ehrliche Musik, die einfach gute Laune macht. Und Frontfrau Nicole Blatterhat eine Hammerstimme. Einfühlsam und virtuos unterstützt durch die Gitarre Rolf «LL» Lüthiskommt ihre Stimme lebensschwer und mit Autorität daher, und das verleiht den Stücken Authentizität. Blatterund Lüthibilden auch das Duo Cole Club, in dem sie die ruhigeren, zumeist akustischen Teile ihres Repertoires unterbringen. Á propos Repertoire: wer weiss, vielleicht entwickelt sich dieses in der einen oder anderen Band über die Zeit ja noch etwas in Richtung Blues, die Stimme dazu hätte die Newcomerin des Jahres 2001 auf jeden Fall.

N.Y. Cole ist seit dem Jahr 2000 unterwegs. Sie spielt zwischen 10 und 20 Konzerte im Jahr, hat auch schon einige TV-Auftritte absolviert und hat sich den Ruf einer modernen Country-Rock-Band mit einem Gespür für feine Zwischentöne erworben. Die Band hat zu Beginn des Jahrzehnts drei CDs eingespielt, setzt aber in jüngerer Zeit mehr auf Kanäle wie Myspace und Direktverkauf und natürlich auf Live-Auftritte. Ihre jüngste Veröffentlichung auf CD findet sich auf Reber Rock von 2006. Auf dem Peter Reber-Sampler spielt N.Y. Cole Stilli Wasser sowie Gitarre im Arm. Die Band besteht aktuell neben Sängerin Nicole Blatter und Gitarrist Rolf «LL» Lüthi aus Bassist René Eberhard und Drummer Charlie Weibel, alles erfahrene Musiker, auch untereinander gut eingespielt, die wissen, wie man im Studio und auf die Bühne Stimmung erzeugt und auch einfach mal Spass hat.

So klingt auch ihre Musik: Songs, bei denen sich die Band weniger um die Genrezugehörigkeit sorgt als darum, dass die Musik gut abgeht. Die auf den CDs gespielten Songs sind zwar eindeutig kein Blues, den die Band auf den Alben spielt, aber auf der Website hat N. Y. Cole hat auch Bluesnummern im Repertoire, etwa das von Johnny Lang bekannte Rack ’em Up und im Zusammenschnitt Live Preview gibt es ebenfalls einige bluesige Takte (Trotzdem Achtung: Sitting on Top of the World auf ihrer Myspace-Seite ist nicht Chester Burnetts Klassiker, dieser Titel stammt von Amanda Marshall). Live sind Bluesnummern aber Teil des Auftritt, etwa Further On Up The Road oder Hard To Thrill von Cale/Clapton. Auf der MYspace-Seite soll demnächst noch eine Live-Aufnahme ihres eigenen Nyc's Blues hinzu kommen. Doch egal ob eher Country-Klänge, rockigere Stücke oder Blues, N.Y. Coles Musik ist stets grundlegend beeinflusst durch moderne amerikanische Musik unabhängig vom Genre. Die Band orientiert sich in Vorbildern und eigenem Anspruch an der Qualität, nicht dem Genre und so entsteht diese unterhaltsame Mischung, die etwas Country ist, aber auch etwas rockig, bei der sich Balladen (im Stil vergleichbar mit Mary Chapin Carpenter) und Rock-Brüller ablösen. Stets ist die Rhythmusgruppe makellos, grundsolide und vor allem voller Zwischentöne, die wiederholtes Anhören mit mehr und mehr Details belohnt. Es ist die moderne Lesart des zeitlosen amerikanischer Sound, mit dem soliden Grundgerüst von Eberhard und Weibel und den darauf applizierten Lüthis Gitarrensounds eröffnen die drei Musiker ein breites Feld klanglicher Assoziationen. Willie Short sei hier als Hörbeispiel empfohlen. 

Dieses Stück gehört auch im Duo Cole Club von Lüthi und Blatter dazu, wird dort aber völlig anders interpretiert. Es ist nicht einfach eine unplugged-Version, sondern hier wird das Stück mit Rücksicht auf die anderen musikalischen Umstände neu interpretiert. Auch bei Cole Club funktioniert die musikalische Magie zwischen Stimme und Gitarre, wobei letztere hier freilich weitaus mehr Raum einnimmt, einnehmen muss. Auch die Stimme kriegt hier mehr zu tun, bzw. sie findet mehr Freiraum vor, und so wagt sich Blatter an ein Cover von Cry me a River, das sehr gut gelingt.

Ob als Country-Rockpacket mit N.Y. Cole oder als akustisches Power-Duo, Blatter kann mit ihrer Stimme nicht falsch liegen, die für diese Art der Musik geschaffen scheint, und die ohne erkenntbaren Akzent die perfekte Illusion des «Modern American Songbooks» erzeugt. Rolf «LL» Lüthi will nicht darstellen, wie viele Aufnahmen und Mitarbeiten er schon auf seinem musikalischen Kerbholz hat, vielmehr spielt er die Musik, die er liebt, und das ist deutlich zu spüren. Die nächste Möglichkeiten, sich live von der Qualität von N.Y. Cole zu überzeugen, sind am 19.11.2010 im «Bruch Brothers Club» in Luzern, am 25.11.2010 im «Altersheim» Reichenbach BE, 28. Januar 2011 im «Bad Heustrich» in Emdtal sowie am 25.2.2011 im «Löwen» in Ursenbach (Musiktreff)..

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