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Erfolg trotz schlechtem Wetter

BNZ Rapperswil_2016Petrus scheint heuer die Sommerfestivals nicht zu mögen. In Süddeutschland versank der Rock am Ring im Schlamm und Wasser und auch das Southside-Festival musste vorzeitig beendet werden. In beiden Fällen gab es Dutzende von Verletzten und Tausende von enttäuschten Musikfans. Die Besucher des Blues’n’Jazz in Rapperswil vom vergangenen Wochenende kam mit nassen Füssen davon. Dabei begann das Festival am Donnerstag bei wunderbarem Sommerwetter. Trotzdem reichte es für Einbussen bei den Einnahmen.

Die Kritik über eine gewisse musikalische Beliebigkeit der letzten Ausgaben des Festivals wurde ernst genommen und das Programm stilistisch gestrafft und wieder auf die Stile ausgerichtet, welche der Name verspricht. Das Resultat war ein attraktives Lineup mit zahlreichen absehbaren Höhepunkten, nur eben ohne den Segen der Wettergötter. Zum Glück liessen sich die Fans zum grössten Teil von nassen Füssen nicht abschrecken und harrten standhaft auf dem Festgelände aus und auch die Stimmung war trotz allem gut. Dennoch blieben die Zuschauerzahlen etwas unter den Erwartungen.

Den Auftakt machte die Siegerin der Castingshow «The Voice Of Switzerland» 2013, Nicole Bernegger, die sich seit ihrem Erfolg an der Blind Audition musikalisch enger ausgerichtet hat und Richtung Soul fokussiert, was ihren Fähigkeiten gerechter wird, als Pop. Ein kluger Entscheid. Die Songauswahl blieb bei Covers bekannter Standards. Hier wäre eine Auswahl etwas weniger bekannter Titel, oder gar eigener Songs das i-Tüpfelchen gewesen. Gleich grossartig geblieben sind jedoch ihre Ausstrahlung und natürlich ihre gewaltige Stimme, die auch in Rapperswil den Fischmarktplatz in Begeisterung versetzten und zum Mitmachen animierten. Ein toller Einstieg ins Festival, den die folgende Joss Stone mit einem unterhaltsamen Set fortsetzte. Die 1987 geborene englische Soulsängerin steht bereits seit ihrem dreizehnten Lebensjahr auf der Bühne und hat sich seither von der Nachwuchshoffnung zur reifen Künstlerin entwickelt und ihren eigenen Stil entwickelt.

Am Freitag tröpfelte es zunächst zaghaft während Shyna Steeles Auftritt, bevor es dann immer kräftiger regnete und schliesslich schüttete, sodass das Konzert Philipp Fankhausers um zwanzig Minuten verschoben wurde, das dann aber den Thuner und seine Mannen in der gewohnten Topqualität zeigte.

Derweil spielte am Curtiplatz unerschütterlich der Blues Caravan. Layla Zoe war erkrankt und musste deshalb ihren Auftritt kurzfristig absagen. An Stelle von Tasha Taylor trat Emilia Sisco auf, sodass der Act eine rein finnische Angelegenheit wurde. Obwohl es am Auftritt der beiden nichts zu mäkeln gab, war es dennoch enttäuschend, ein komplett anderes Lineup vorzufinden, als man erwartet hatte. Das Publikum nahm es gelassen und liess sich vom strömenden Regen nicht die gute Laune verderben. Auch die Gutelaune-Band Lil’ Ed & The Blues Imperials war vom Wetter unbeeindruckt und legte ein unterhaltsames Set aus bestem Chicago Blues auf die Bretter.

Auch der letzte Abend am Samstag war von der Nässe geprägt, wenn auch von einem möglichen Abbruch wie am Abend vorher nicht mehr die Rede war. Die schwedische «Damenkapelle» Baskery aus den drei Schwestern Sunniva, Greta und Stella Bondesson brachte mit ihrem ganz eigenen Stil, der irgendwo zwischen Blues, Country und Roots Rock liegt, den Fischmarktplatz im Handumdrehen auf Touren, während zur gleichen Zeit auf der Vaudoise Bühne der Luzerner Newcomer Damian Lynn mit seinen Loops begeisterte. Ein Höhepunkt war der Auftritt der Mannish Boys. Die Band um das Kraftpaket Sugaray Rayford bot die erwartete Topshow. Den Abschluss des Abends auf der Hauptbühne machten Patent Ochsner, die mit einem packenden Auftritt den inzwischen wieder stärker gewordenen Regen vergessen liessen.

Alles in allem ein tolles Festival. Die stilistische Straffung hat ihm gutgetan. Dass die fast 18'000 zahlenden Zuschauer die erwartete und budgetierte Menge nicht erreichte, lag ausschliesslich am Wetter. Anders ausgedrückt: wegen des attraktiven Lineups kamen trotz des Sauwetters fast 18'000 Musikfreunde nach Rapperswil.

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