Basler Veranstaltungskalender
Groove Now
Jazz 'n' More
Aufwändiges Festival auf 4 Bühnen

Vom 25. Bis 27. Juni 2010 geht die zwölfte Ausgabe des blues ‚n‘ jazz Festivals in Rapperswil-Jona über die vier Openair Bühnen an See und Altstadt. Zweifellos ist die Rosenstadt am oberen Zürichsee eine hübsche Kulisse für ein Festival. Die verschiedenen Gigs finden, wie bei diesen grossen Festivals üblich, zeitgleich oder sich überschneidend statt, man muss sich also gegebenenfalls entscheiden, was man hören möchte.

Insgesamt hat Hannes Anrig dreissig Konzerte organisiert, dabei treten 26 Formationen auf. Das Programm ist kunterbunt gemischt und enthält neben Blues und Jazz auch Gruppen, deren Stil nicht einfach einzuordnen ist und die wir eher der Popmusik zuordnen würden. Dazu gibt es ein so genanntes Warmup am Donnerstag, 24. Juni 2010 im Restauant Sayori/HotelSpeer mit der italienischen Blues, Funk und R&B Gruppe Amanda e la Banda, sowie am Freitag und Samstag nach den Konzerten die Late Night Sessions, ebenfalls am gleichen Ort, bei der das Geoff Bull Trio den Einstieg den Jam eröffnen wird.

Die Website des Veranstalters ist sehr informativ und detailreich. Wir fassen hier deshalb nur das zusammen, was uns aufgefallen ist. Offenbar sind die grossen Namen vergangener Tage beliebt. Mit Dr. Feelgood tritt eine Gruppe auf, die ausser dem Namen nichts mehr mit der Band zu tun hat, die ihre Erfolge in den 70er Jahren feierte. Das sagt nichts über die Qualität auf, aber wir sind immer etwas vorsichtig, wenn Bandnamen wie Markenprodukte benutzt werden. Ähnliches gilt für Earth, Wind & Fire, deren ehemaliger Gitarrist Al McKay die Earth, Wind & Fire Experience feat. The Al McKay Allstars ins Leben gerufen und damit eine Art Coverband seiner eigenen Vergangenheit geschaffen hat, die mit gutem Erfolg die Freunde des gehobenen Discosounds bedient. Auch Klaus Gassmanns Sweet Soul Music Revue schwimmt auf dieser Welle und tourt erfolgreich durch die Lande und begeistert die Liebhaber des 60er Jahre Soulbooms vor ausverkauften Häusern. Mit Deborah Coleman, die achtmal für den Blues Music Award nominiert wurde und den Gibson Preis als beste Bluesgitarristin gewonnen hat, LZ Love und Matthew Lee, dem italienischen Pianospieler sind aber auch jüngere Musiker zu erleben. LZ Love bewegt sich dabei, wie auch Lisa Doby in der unscharfen Zone zwischen Blues, Funk und Popmusik, bieten aber gute Songs. Interessant dürfte auch das relativ neue Teaspoon Quartet sein. 2005 Gegründet spielen sie konsequent was unter dem schwammigen Begriff Roots Music verstanden wird, haben aber auch neueres Material im Angebot, das sie passend zu ihrem akustischen Stil arrangieren. Einheimische Bands sind die hörenswerte Riverstreet Jazz Band, Andy Egert, der sich in den vergangenen Jahren ein treues Stammpublikum erspielt hat und im Frühjahr mit dem Swiss Blues Award geehrt worden ist. Am Samstag Abend schliesslich findet der bereits traditionelle Lady’s Vocal Summit statt, bei dem die Hamburg Blues Band die Damen Crystal White, LZ Love, Harriet Lewis und Tess Dabasol-Smith begleiten werden.

Preise: 1 Tag CHF 50.-, 2 Tage CHF 80.-, Sonntag Eintritt frei
Weitere Informationen auf der Website des Veranstalters: www.bluesnjazz.ch

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