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Chicago mitten in Basel

NickMossundDennisGruenling2Die Freunde des gepflegten Chicago Blues dürfen sich freuen: Nick Moss ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Gute fünf Jahre lang hatte er sich vom Stil der Windy City entfernt und sich durchaus erfolgreich in anderen Varianten des Blues versucht. Nun spielt er wieder den für ihn typischen modernen Chicago Blues, der sich dadurch auszeichnet, dass er die Tradition gleichzeitig bewahrt und weiterentwickelt. Am 16./17. März 2018 trat er im Rahmen der Groove Now Konzertreihe im Atlantis in Basel auf und bewies eindrücklich, dass er derzeit der spannendste Vertreter des Chicago Blues ist.

Anfang März präsentierte der Musiker sein neustes Album: The High Cost Of Low Living, die erste CD, die unter dem Label «Alligator Records» veröffentlicht worden ist und den Beginn der neuen Zusammenarbeit mit dem prestigeträchtigen Verlag markiert. Unterstützt wird er dabei von Dennis Gruenling, der aktuell zu den besten seines Faches gehört und für den 38. Blues Music Award nominiert war. Übrigens war Nick Moss ebenfalls bisher 22-mal für einen BMA nominiert, hat aber bisher nie einen Preis erhalten. Damit ist er vor Jimi Bott (18 Nominierungen) Rekordhalter mit den meisten Nominierungen, jedoch ohne Preis. Im Weiteren spielten Michael Weston Archer (Bass), Taylor Streiff (Keys) und Patrick Seals (Schlagzeug). Es war die derzeit aktuelle Besetzung der Nick Moss Band. Natürlich nahm sie die Gelegenheit wahr, das Album vorzustellen und anzupreisen.

Obwohl Moss und Gruenling seit zwanzig Jahren ab und an miteinander jammten, kam es erst 2016 zu einer tieferen Zusammenarbeit, dabei ergänzen sich die beiden Musiker hervorragend und hatten in kürzester Zeit das Publikum in der Tasche, was auch an Moss’ Talent als Entertainer lag, vor allem aber am kernigen, begeisternden Sound der Band, die wunderbar harmonierte. Moss’ Gitarrenspiel war mitreissend, phantasievoll und kraftvoll, ohne irgendwelche technischen Mätzchen. Gruenling spielte virtous Bluesharp und chromatische Mundharmonika und abgerundet hat Taylor Streiff das Ganze mit feinen Klängen vom Piano und der Orgel. Michael Weston Archer zauberte herrliche Basslinien, wobei sich einmal mehr zeigte, wie man doch mit einem Stehbass einen ganz anderen Groove hinkriegt als mit der Bassgitarre. Zuverlässig einmal mehr der langjährige Drummer Patrick Seals. Gespielt wurden einige Titel des neuen Albums, neben Songs aus dem umfangreichen Repertoire der Band. Stilistisch stand die Band fest in der Tradition des Chicago-Blues und des frühen Rock’n’Rolls. Alles in allem ein begeisterndes Konzert, das zwei Sets lang das Lokal in einen Chicagoer Bluesclub verwandelte. Kein Wunder war das Publikum total hingerissen. Exemplarisch der Kommentar einer Zuhörerin: «Ich kannte Nick Moss gar nicht, aber ich bin nach nur diesem Konzert ein Fan, was mir bisher kaum je passiert ist».

Video eines Konzerts vom 3. April 2017 in New York

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