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Roots Blues Trio am 5. Geneva Blues Summit

Im ersten Set des zweiten Abends entführte Marco Marchi & The Mojo Workers das Publikum ins Mississippi Delta des vorigen Jahrhunderts. Die 2009 gegründete Band mit Marco Marchi (Gitarre), Claudio Egli (Harp) und Matteo Mazza (drums und Percussion) boten aufregenden akustischen Blues Ihr Konzept ist es, die Perlen klassischer Bluessongs in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Sie schliessen dabei in etwa den Zeitraum vom Deltablues bis zu den ersten Jahren des Chicago Blues ein. Dabei geht es nicht etwa um eine historische oder gar museale Interpretation, sondern darum die Kraft dieser Songs zu spüren und zu erleben. Tatsächlich klingt es frisch und vital.

Alle drei sind alle erfahrene Bluesmusiker, die in unterschiedlichen Formationen gespielt und ihre Fähigkeiten entwickelt haben und sie sind Meister der Sparsamkeit. Eine akustische Gitarre, eine Bluesharp und ein Schlagzeug mit wenigen Perkussionselementen genügen, um die Songs lebendig und mit einem mitreissenden Groove darzubieten. 

Marco Marchi spielt dazu Gitarre, Dobro und beherrscht sowohl Picking als auch Slide virtuos. Beim Zuhören hatte ich zuweilen das Gefühl, dass zwei Gitarren spielen, wenn er die Begleitung spielt.

Claudio Egli setzt mit seiner Harp wehmütige oder fröhliche Akzente. Er spielt in der Tradition der grossen Meister der Harp wie Sonny Terry, Big Walter Horton oder Sonny Boy Williamson.

Das Ganze wird unterlegt von Matteo „Peo“ Mazza, der keine Grenzen zwischen Perkussion und Schlagzeug kennt. Ob er mit den Händen die Djembé und Snare bedient, ob er mit dem Waschbrett arbeitet  stets demonstriert  er ein  subtiles Gefühl für Timing und Rhythmus.

Sie eröffneten ihr Set mit dem Muddy Waters I Can't Be Satisfied und zauberten mit den ersten Takten eine Atmosphäre auf die Bühne, dass man die Mangroven beinahe sehen und sich auf der Porch eines Shotgun Houses fühlen konnte.  

Die Songauswahl war interessant und enthielt neben Klassikern wie Sittin‘ On Top Of The World oder Rock Me Baby auch weniger gespielte Titel, wie Diddie Wa Diddie von Blind Blake (aka Arthur Phelps), einen Song mit zweideutigem, humorvollem Text, oder Blind Boy Fuller s Meat Shakin Woman. Early In The Morning und Nobody Knows You dann mit Waschbretteinsatz vom feinsten.

Die Band hat auch eben eine erste CD mit dem Titel Listenin‘ To My Soul veröffentlicht, die ungeschnitten und ohne technischen Aufwand die besondere Atmosphäre  dieser bemekrenswerten Gruppe eingefangen hat. Wer sie also am Blues Summit verpasst hat, kann sich damit trösten.

Das nächste Mal sind sie am Piazza Blues Festival, am Vallemaggia Magic Blues und am Sierre Blues Festival zu erleben

Website: http://www.marcomarchi.ch/
Youtube:
http://www.myspace.com/marcomarchithemojoworkers Hier sind auch Videos zu sehen.

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