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Toller Auftritt der Luzerner am 5. Geneva Blues Summit

Bluecerne ist eine Amateurband mit professionellem Niveau.  Die Luzerner Band ist seit 2000 fast unverändert zusammen, was sich in ihrer Show bemerkbar macht. Gut aufeinander eingespielt bieten sie einen reifen Sound und sauber arrangierte Songs, die sich zwar durchaus an Vorbildern orientieren, aber immer eigenständig bleiben. Ihr Repertoire ist breit, mit einem Schwerpunkt im R&B und Soul. Butterweiche, herrlich langsame Titel wechseln sich ab mit temporeichen Shuffles.

An diesem Abend spielten: Renato Cazzaniga (Gesang), Heinz "Moby" Arnold (Piano), Roli Mosimann (Gitarre), Michi Bütikofer (Bass), Pit Furrer (Schlagzeug), Patrick Röösli (Tenorsax) und Beda Wenk (Trompete).

In der Regel spielen sie durcharrangierte Stücke, welche die einzelnen Musiker im Interesse des Gesamtklangs etwas zurückbinden., was aber nicht heisst, dass den Musikern kein Spielraum bleibt, ganz im Gegenteil.

Renato Cazzaniga ist ein Frontman mit toller, souliger Stimme, Moby Arnold beherrscht seine Tasten souverän und unterlegt die Gruppe mit cremigem Sound und ist auch jederzeit für ein feuriges Solo sowohl am Piano, als auch an der Orgel bereit (Hot Little Mama, I Got Loaded, Morning Train). Mit Roli Mosimann spielt ein begabter Gitarrist, der sich hörbar an seinen Idealen orientiert, aber durchaus seinen eigenen Stil zeigt. Wohltuend zurückhaltende Soli, die sich wunderbar in den Klangkörper der Band einfügen und die Songs spannend machen. Patrick Röösli und Beda Wenks Bläsersätze kommen sauber und gekonnt rüber und bilden Glanzlichter in allen Songs. Mir persönlich kommen Bläser oft penetrant daher, diese hier haben genau das Mass, um der Band in den kräftigen Nummern das Volumen zu geben, das ihre Musik braucht. Michi Bütikofer begleitet mit sauberen Basslinien und mit dem Profidrummer Pit Furrer hat die Band eine ausgezeichnete Wahl getroffen.

Vom ersten Takt an spielten sie mit hohem Druck und mitreissendem Tempo und eröffneten Ihr Set  schwungvoll mit Johnny Guitar Watsons Hot Little Mama. Sie beherrschen aber auch die sanften Töne (Three Hours Past Midnight, That’s The Way Love Turns Out for Me). Besonders aufgefallen sind mir: I Got Loaded von Robert Cray, Sugar Ray Norcias Little Green Talking Frog und die grossartige Interpretation von Three Hours Past MidnightAusserdem gab es James Hunters Hand It Over, Don't Let the Green Grass Fool You von Wilson Pickett und Ann Peebles I'm Gonna Tear Your Playhouse Down, allesamt toll gespielt. Ich kenne keine anderer Schweizer Soul-Blues-Band, die den sieben Luzernern das Wasser reichen könnte.

Zur Zeit ist ihre erste CD in Vorbereitung, die voraussichtlich im Spätherbst 2010 erscheinen wird.  Es sei hier verraten, dass Darrell Nulisch die Band in drei Songs unterstützt.  Vielleicht der erste Eintrag auf der Wunschliste?

Website: www.bluecerne.ch

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