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Konzertvorschau und Interview


Am Samstag, 26. Februar 2011 präsentiert eXbluesive zwei bekannte deutsche Musiker, die unter dem Namen «Men In Blues» noch weniger bekannt sind. Klaus Major Heuser war neunzehn Jahre lang Gitarrist der Kölner Dialektgruppe BAP und hat in dieser Zeit einige Songs geschrieben, die in den Kanon deutscher Rockmusik eingegangen sind. Richard Bargel wurde zweimal mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet und leitete acht Jahre lang die Talkin‘ Blues Show, eine Talkshow in Köln. Zusammen kamen die beiden 2008 eher zufällig anlässlich einer Talkshow  in der Bonner Harmonie. Nach einem Jam riefen sie das Projekt Men in Blues ins Leben. Als Support Act spielen BluesNettwork, die beliebte Band um die Gebrüder Nett, die mit einen eigenen und einzigartigen Sound auf die Bühne bringen.  Es ist das siebte eXbluesive Konzert im Galery in Pratteln. Wir haben bei dieser Gelegenheit mit Klaus Deuss gesprochen.

Interview mit Klaus Deuss


Klaus Deuss, Du hast Dir im Dreyeckland einen Namen als Moderator des Blues Corner im Radio Kanalratte gemacht. Wie lange machst Du das inzwischen?

Seit 2006

Inzwischen bist Du dabei, Dir einen Ruf als Impresario zu erarbeiten. Der Bluesclub eXbluesive geht auf Deine Initiative zurück und hat inzwischen seit Oktober 2010 fünf Konzerte veranstaltet und dabei Bluesculture, Big Daddy Wilson, Louisiana Red, David Gogo und Mighty Mo Rodgers präsentiert. Wie wurden die Konzerte vom Publikum aufgenommen?

Musikalisch und stimmungsmäßig sehr gut. insbesondere auch die Kombination mit den Vorbands und Jamsessions kam sehr gut an. Insgesamtblieben die Besucherzahlen aber leider etwas unter unseren Erwartungen

Welches war bisher das erfolgreichste Konzert?

Das eine das du nicht erwähnt hast: Henrik Freischlader im Mai 2010 war mit ca 250 Besuchern ausverkauft

Welches Konzert hat Dir bisher am besten gefallen?

mir haben alle gefallen. Wenn ich eines herausheben müsste dann vielleicht das von Mighty Mo Rodgers Anfang Februar

Das Konzept sieht jeweils einen Haupt-Gig pro Abend vor und gibt im Vorprogramm jungen Bands die Möglichkeit, sich einem grösseren Publikum vorzustellen. Wir hören an Konzerten immer wieder Stimmen aus dem Publikum, die es vorziehen, wenn nur der Musiker auftritt, den man wirklich erleben möchte. Hat sich das Konzept bewährt, oder gibt es Gründe, das Konzept zu verändern?

Wir verfolgen mit diesem Konzept hauptsächlich das Ziel, regionalen Bands oder vielversprechenden Nachwuchskünstlern die Gelegenheit zu geben sich vor einem größeren Publikum zu präsentieren.

Für das Publikum hat dies den Vorteil, daß sie erstens länger in den Genuß von Musik kommen und zweitens die eine oder andere Überraschung - bis jetzt ausschließlich im positiven Sinne - erleben.

Der dritte Vorteil, der vor allem für mich zählt, ist daß es nach dem offiziellen Konzert oft Gelegenheit zu musikalischen Begegnungen zwischen den Bands gibt, in Form von Jamsessions. Auch hier war das Zusammenspiel von Mighty Mo Rodgers und Blufonik ein herausragender Höhepunkt

 Dagegen spricht aus Veranstaltersicht vor allem der Kostenaspekt.

Die bisherigen Konzerte fanden im Galery in Pratteln statt. Gibt’s es Pläne für weitere Veranstaltungsorte im Dreyeckland, z.B. in D oder F?

Ja, absolut. Das Vereinskonzept sieht vor, Konzerte im gesamten Dreyeckland anzubieten. Allerdings ist es nicht einfach, solche Lokalitäten wie z.B. die Galery zu finden. Aber wir arbeiten daran

Die Besucherzahlen dürften besser sein. Offenbar ist es nicht gelungen, die Bluesfreunde im Raum Basel genügend zu mobilisieren, obwohl das Lineup bisher attraktiv war. Worauf führst Du das zurück?

Schwere Frage. Wenn ichs wüßte, würden wirs besser machen. Wir haben alle denkbaren Kanäle ür Werbung und Information genutzt.
Das ausverkaufte Konzert von Freischlader läßt schon darauf schließen, daß wir wahrgenommen werden. Außerdem haben wir seit Oktober auch kontinuierlich steigende Besucherzahlen. Das heißt, den Zuschauern gefällts und sie kommen wieder. Möglicherweise ist es einfach eine Frage der Zeit.

Wieviele Besucher pro Konzert braucht es, um die Konzertreihe erfolgreich und einigermassen komfortabel weiter zu führen?

Wir haben derzeit mit ca 120 Zuschauern kalkuliert.

Kann man Mitglied des Bluesclubs eXbluesive werden und wenn ja, was kostet es und was hat ein Mitglied für Vorteile?

Wir suchen vor allem aktive Mitglieder, die bei der Vorbereitung und Durchführung von Konzerten helfen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt derzeit CHF 50,-

Welche Bluesmusiker würdest Du gerne auf der eXbluesive Bühne sehen?

Ich habe das Glück durch meine Radioarbeit mit sehr vielen Musikern direkt in Kontakt zu kommen. Eigentlich möchte ich keinen hervorheben. Daher nenn ich als Beispiel eine verstorbene Größe, die wir leider nie mehr live sehen können: Marva Wright

Klaus Deuss, danke für das Gespräch und viel Erfolg für die kommenden Konzerte.

Die nächsten Konzerte im Rahmen der eXbluesive Reihe sind:

01.04.11: Marquise Knox - support Stephania Calandra
06.05.11: Bryan Lee - support Achim Brugger Band

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