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J.B. Lenoir
Mittwoch, 5. März 2014
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* 5. 3. 1929 Monticello MS
† 29.4.1967, Urbana, IL

J.B. Lenoir , g, voc Sein Gitarrenspiel war an Blind Lemon Jefferson orientiert, mit dessen Musik ihn sein Vater bekannt gemacht hatte. In den 1940er Jahren spielte er im Süden mit Sonny Boy Williamson und Elmore James, und der rauhe Stil Lightnin' Hopkins ist ebenfalls zu vernehmen. Er selbst entwickelte einen musikalisch unspektakulären Stil des Spiels, den er 1949 nach Chicago brachte und elektrifizierte. Er wurde in die Szene eingeführt durch Big Bill Broonzy, und er spielte hier gemeinsam mit Memphis Minnie, Big Maceo Merriweather, und Muddy Waters. Für seine eigenen Aufnahmen auf dem Label J.O.B. schrieb Lenoir grundsätzlich seine eigenen Songs. Dies zeichneten sich durch einen starken politischen Gehalt und deutliche Sozialkritik aus, wie sich an Titeln wie Eisenhower Blues oder Tax Paying Blues erkennen lässt. Seine Kritik beinhaltete allerdings weniger Fragen der Rassentrennung als simple Sorgen wie Schuhe und Kleidung oder ein Dach über dem Kopf. In seiner Band spielten anfangs Pianist Sunnyland Slim, Gitarrist Leroy Foster und Drummer Alfred Wallace, Lenoir selbst sang mit einer hohen Stimme dazu und begleitete sich in Boogie-Manier auf der halbakustischen Gitarre. Später kamen Saxophonisten Alex Atkins oder Ernest Cotton dazu und Schlagzeuger Al Galvin. J.B. Lenoir war wenig kommerzieller Erfolg beschieden, sein grösster Hit was Mama, Talk to Your Daughter. 1965 kam er nach europa als Teil des «Americanican Folk Blues Festival» von Lippmann & Rau. Im Alter von 38 starb er an den Folgen eines Autounfalls.


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