Zum Hauptinhalt springen

Stories

Keeping The Blues Alive Awards (KBA) 2026

Neun neue Preisträger geehrt!

KBA 2026 x

Jedes Jahr vergibt die in Memphis ansässige Dachorganisation des Blues – die Blues Foundation – nicht nur Awards an erfolgreiche Künstler. Im Rahmen der International Blues Challenge IBC werden auch Personen und Institutionen ausgezeichnet, die sich hinter den Kulissen um den Blues verdient gemacht haben. Darunter finden sich jeweils auch nicht-amerikanische Preisträger. Aus der Schweiz waren dies schon das Lucerne Blues Festival (2007), das Sierre Blues Festival (2023) und der Betreiber der Radiosendung «Blues Zeppelin», Mark Stenzler (2024). Am vergangenen Freitag (16.01.2026) war es wieder soweit. Anlässlich des traditionellen KBA Brunch durften neun Organisationen oder Persönlichkeiten aus der Bluesszene einen Keeping The Blues Alive Award 2026 in Empfang nehmen.

Eine der Auszeichnungen entführt das Cognac Blues Passions Festival nach Europa. Seit 1994 verwandelt sich das durch seinen Weinbrand weltbekannt gewordene Städtchen in Westfrankreich zu einem veritablen «Blues Heaven». Gut 1200 Formationen mit gegen 5000 Künstlern haben in den über 30 Jahren des Bestehens von Cognac Blues Passions das Chateau des Valois, die  öffentlichen Parks und Strassen und die Plätze und die Bars der Stadt bespielt. Vom 1. bis 4. Juli steigt die Ausgabe 2026. www.bluespassions.com

Verdientermassen in den Genuss eines Keeping The Blues Alive Awards kommt auch das Plattenlabel Nola Blue Records aus Pennsylvania. Anno 2012 begann Sallie Bengtson ihren Bachelor in Business Administration mit ihrer Liebe zum Blues zu kombinieren, um die Karriere von Benny Turner – einst Bandleader bei seinem Halbbruder Freddie King, bei Mighty Joe Young sowie bei Marva Wright – anzukurbeln. Heute zählt Bengtson’s Nola Blue Records zu den führenden Labels für Blues & Roots Music. Einerseits fanden in Sallie’s Firma gestandene Veteranen Unterschlupf, neben Benny Turner sind dies etwa Trudy Lynn, Little Jimmy Reed, Maria Muldaur, Kid Ramos, Curtis Salgado, Duke  Robillard, Alexis P. Suter und die leider mittlerweile verstorbenen Cash McCall und Frank Bey, andererseits bietet Nola Blue ein Sprungbrett für jüngere Talente wie Candice Ivory, Omar Coleman, Tiffany Pollack, Eric Johanson und Igor Prado. Das kürzlich auf Nola Blue erschienene Album «One Hour Mama» von Maria Muldaur wurde aktuell für einen Grammy nominiert. www.nola-blue.com

Weitere KBAs gingen an den Blues Curator, Tontechniker, Produzenten und Mentor Robert Terrell, an den Journalisten und Musikhistoriker Michael Gray, an den Musikfilmproduzenten John Anderson, an den Festivalproduzenten Jeff Davis, an den Musikfotografen Jim Hartzell, an den Radiomacher Mark Jacobson und – als Music Venue – an den seit 1979 bestehenden Live Music Club Jazz Alley in Seattle, Washington. www.blues.org