Jo’ Buddy’s One Man Stomptet - Lockdown Sessions & Beyond Vol. 2
Sind dies verschollene Aufnahmen aus den legendären Chess Studios? Aus dem Archiv von Sam Philipps’ Sun Records? Oder gar von Cosimo Matassa’s J&M Recordings? Etwas von den Bihari Brothers aus L.A.? King-Federal Records? Ha! Weit gefehlt! Was hier einen Drive und einen Charme bester Blues’n’Roots-Tage offenbart, ist ein zeitgenössischer, finnischer Multi-Instrumentalist und Sänger namens Jussi Raulamo mit Künstlernamen Jo’ Buddy.
Seit Jahrzehnten auf Achse und mit beeindruckendem Gefühl, grossem Wissen und viel Erfahrung punkto Rhythm’n’Blues gesegnet, präsentiert Jo’ Buddy zehn auf eigenem Mist gewachsene Songs, die wirklich manchem Künstler des amerikanischen Südens der 1940er bis 1960er Jahre gut angestanden hätten.
Aufgenommen ohne jeglichen Zeitdruck während des Lockdowns ist es Jo’ gelungen, trotz der Arbeit mit Overdubs seinen Tracks eine knisternde, ja beinahe live-mässige Stimmung zu verpassen. Die Songs leben ungemein und spannen den Bogen von Jump Blues bis Zydeco, von New Orleans R’n’B bis Swing, von South Side Chicago Blues bis Doo Wop, von Hokum bis West Coast Blues, von Swamp Pop bis Tin Pan Alley. Jo’s Hauptinstrument ist die Gitarre, und diese erinnert in bestechender Weise an Pioniere wie etwa den unvergessenen Guitar Slim, die frühen Phasen von Albert Collins, Freddie King, Earl King oder Ike Turner, gar an Pee Wee Crayton und T-Bone Walker.
Nostalgie? Gewiss – aber in einer Art aufbereitet, die wach rüttelt: Dieses Album ist eine Offenbarung in unserer von Sampling, Synthesizern, Kompressoren, Drum Machines und KI geprägten Zeit! Dieses Album macht Spass!
Jo’ Buddy (all voc & instruments)
(CD, DL, www.ram-bam.com)
