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Sierre Blues

Das Sierre Blues Festival zählt seit Längerem schon zu den herausragenden Open Air Events in unserem Land. Nicht nur der herrliche Blick vom grosszügig angelegten Festival-Gelände auf die  Berge und Reben, auch das vielfältige Programm, welches immer auch einheimische Künstler berücksichtigt, ist jeweils eine Reise ins Wallis wert. Neun Acts plus das charmante Sierre Blueskids-Projekt, welches jedes Jahr einer stolzen Anzahl Jugendlichen die Chance gibt, gemeinsam auf einer grossen Bühne zu stehen, sind diesen Juni angesagt.

Eine Tradition in Sierre besteht darin, den Swiss Blues Challenge-Sieger und den European Blues Challenge-Sieger zu präsentieren. Heuer sind dies am Donnerstag 18.06. gleich zwei faszinierende Musikerinnen. Zum einen die stimmgewaltige Singer/Songwriterin Alice Armstrong aus Grossbritannien, welche den Europäischen Wettbewerb im kroatischen Split für sich entscheiden konnte. Auch die Schweizer Gewinnerin besitzt ursprünglich britische Wurzeln und steht gesanglich mindestens auf dem gleich hohen Level: Die schon länger im Raum Zürich wohnhafte Sängerin Eve Gallagher gewann mit ihrer Band letzten Juli in Giumaglio die SBC. Den Eröffnungsabend abrunden wird der einheimische Paul Mac Bonvin mit seinem Americana-Sound.

Mindestens drei Bands mit dem Namen Spoonful Of Blues spuckt das Internet auf Anfrage aus. In Sierre wird die routinierte norwegische Bluesrock-Formation dieses Namens den Freitagabend eröffnen, bevor beim amerikanischen Trio Dogstar ein Leinwandstar die Bühne entern wird: Kein Geringerer als Keanu Reeves wird an der Bassgitarre zusammen mit dem Gitarristen und Sänger Bret Domrose und dem Drummer Robert Mailhouse kraftvollen Alternative Rock zelebrieren. Kraftvoll geht es ebenfalls bei dem Briten Rory Charles Graham zu und her. Unter dem Künstlernamen Rag’n’Bone Man kennt man den 41-Jährigen als Interpret von modernem, eigenständigem, rockigem Rhythm’n’Soul.

Zum Samstag: Eine bluesig-jazzige Gitarre, eine funky Orgel, ein abrockendes Schlagzeug und darüber eine Soul-triefende Stimme: Koko-Jean & The Tonics aus Barcelona überzeugen seit Jahren als Vollblut-Liveband. Das Selbe lässt sich von den Cinelli Brothers sagen. Marco und Alessandro Cinelli aus Italien fanden ihr musikalisches Glück in London und eilen mit ihrem Quartett quer durch Europa von Erfolg zu Erfolg. Seinen Erfolg redlich erarbeiten musste sich auch D.K. Harrell aus den USA. In den Fussstapfen seines Idols B.B. King gross geworden, hat der Gitarrist mit Jahrgang 1998 seinen Weg im zeitgenössischen Blues gefunden – und dies nicht nur auf der Bühne. Sein überragendes, von Kid Andersen produziertes Album «Talkin’ Heavy» (Alligator Records) hat schon mehrere Auszeichnungen einheimsen können.

www.sierreblues.ch