Trotz dem einen oder anderen Festival-Auftritt etwa auf der Britischen Insel flog Stacy Mitchhart diesseits des Atlantiks bisher ein wenig unter dem Radar. Dies, obwohl der Mann mit Sommerhut und Zigarre schon stolze 17 Alben vorzuweisen hat und anno 2003 an der Blues Challenge in Memphis den «Most Promising Guitarist Award» verliehen bekam. Die Vorzeichen, dass sich Stacy Mitchhart’s Bekanntheitsgrad hier nun mit «No Rhyme Or Reason» steigert, stehen ausgezeichnet. Das von Tom Hambridge produzierte und mit-komponierte Album beweist Stil, Klasse und eine abwechslungsreiche Palette an Songs, angepriesen als «Roots-driven Music built on Soul, Story and Truth» – was wir ohne Vorbehalt unterschreiben können.
Geboren in Cincinatti, Ohio, ist Mitchhart heute einer der Exponenten der Rootsrock-Szene in seinem jetzigen Wohnort Nashville. Er erklärt: «My Sound is a Gumbo. Blues, Jazz, R’n’B, Country, Rock, even Hip Hop – it all finds ist way in. The Music has to feel good first, then it has to mean something. If it passes those tests, I’m good!» Stacy Mitchhart besitzt eine Stimme, die sich in den verschiedensten Genre-Schattierungen wohl fühlt. Er überzeugt in der samtenen Ballade «It’s A Long Way Down» ebenso wie im Rocker «Good One Time» oder im funky «We Blew It». Erste Sahne ist sein Duett «You Sure Look Good To Me» mit der Grammy-Gewinnerin Gretchen Wilson. Als Gitarrist bewegt sich Mitchhart in der Klasse «Weniger ist Mehr». Seine Soli sind geschmeidig, melodiös und stets Song-dienlich – bestes Beispiel: «On My Dying Day». Die Arrangements sind geschmackvoll aufgesetzt und wirken trotz dem Einsatz von Backing Vocals, Bläsern und Guest Artists (Charlie Musselwhite, Kenny Neal, Gretchen Wilson) stets durchsichtig und stimmig.
Stacy Mitchhart liefert mit «No Rhyme Or Reason» ein süffiges Album, welches mit jedem weiteren Anhören spannende neue Details und Stimmungen offenbart.
Stacy Mitchhart (voc, g), Tom Hambridge (dr, perc, b-voc), Kenny Greenberg (g), Kevin McKendree (keys), Rob Cureton (b), Tommy MacDonald (b), Kyla Jade (b-voc), Rachel Hambridge (b-voc), Max Abrams (sax), Julio Diaz (tp) plus Gretchen Wilson (voc), Charlie Musselwhite (harm), Kenny Neal (voc, g, harm)
