Mit International Twang, Cowboy Funk, Global Soul, Surf Noir oder Psych Rock versuchen die Medien zu beschreiben, was bei Gitkin musikalisch abgeht. Der in New Orleans residierende Gitarrist und Produzent Brian J. Gitkin, der schon mit Cedric Burnside, Bernard Purdie oder Cyril Neville gearbeitet hat, sucht die Zutaten für sein Gumbo an den überraschendsten Ecken der Musikwelt zusammen.
Vorherrschend jedoch auf Gitkins neuem Album sind Songs, die irgendwie an die frühe Beat-Zeit erinnern. Sieben der zehn Songs sind Instrumentals, getragen von jenem unverzerrten, mit viel Hall und Treble angereicherten Gitarrensound, bei dem unweigerlich Bands wie die Shadows, die Ventures oder die Tornados in den Sinn kommen. Manche Nummern sind eher verträumt, andere melodiös, wieder andere tendieren in Richtung Dokumentarfilm-Musik. Brian J. Gitkin spielt praktisch alle Instrumente selbst, zieht nur da oder dort ergänzende Mitmusiker bei. Gesang setzt er, trotz Lyrics, sehr instrumental ein. «Where The South Winds Wail» ist ein stark kontemplatives Werk geworden. Nix für Puristen, aber spannend!
Brian J. Gitkin (voc, g, dr, b, keys), Carol C (voc, tamb), Simon Moushabeck (perc, org, voc), Morgan Price (fl), Assaf Spector (dr, strings)
(Vinyl, DL, www.wonderwheelrecordingscom)
