Die deutschen Bluescats sind bekannt dafür, spannende Projekte mit verschiedensten Blues-Künstlern aufzusetzen. Nach Tommie Harris, Brenda Boykin und Ralf Grottian spannt das Trio nun auf ihrem neuen Album mit dem ursprünglich aus Virginia stammenden Sänger Greg Copeland zusammen. Live hat man am 31.10.2025 einen Auftritt im Haus Eifgen im nordrhein-westfälischen Wermelskirchen aufgezeichnet. 13 Songs jenes Abends mit einer Spielzeit von über einer Stunde sind nun auf Konserve unter dem Titel «The Soul Of The Blues» erhältlich.
Copeland und die Bluescats decken auf ihrer Suche nach der Seele des Blues gekonnt eine breite Palette an Blue Notes auf. Sie zitieren James Brown ebenso wie Big Joe Williams, Albert King ebenso wie Eric Bibb oder T-Bone Walker und setzen bei ihren Interpretationen jeweils eine erfrischende, persönliche Note. Auch die im Bandrahmen entstandenen Songs gefallen mit innovativen Hooks und Licks. Greg Copeland erweist sich dabei als anpassungsfähiger Vokalist, der seine Stimme von sanft-gefühlvoll bis rau und bissig einzusetzen weiss, um seine Story rüberzubringen. Jens Filser an der Gitarre und das bestens eingespielte Rhythmus-Duo Till Brandt und Mickey Neher rücken auf beeindruckende Art ihren Frontman ins Rampenlicht, ohne sich selbst zurücknehmen zu müssen. Speziell aufgefallen: Die prickelnde, knapp 7-minütige Soul-Ballade «I Get Lost Sometimes» aus der Feder von Greg Copeland und Till Brandt sowie der Klassiker «Stormy Monday Blues», welche beide Jens Filser die Möglichkeit geben, an seinen sechs Saiten so richtig auszufahren.
Greg Copeland (voc), Jens Filser (g), Mickey Neher (dr), Till Brandt (b)
(CD, DL, www.timezone-records.com)
