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Keith Dunn Klaas Wendling Love To See You Dance

Manchmal brauchts keinen Wall of Sound, keine Gitarren-Fundamente, nicht mal ein Schlagzeug. Manchmal reicht eine beseelte Bluesharp, ein pulsierender Stehbass, zwei Stimmen. Keith Dunn und Klaas Wendling erreichen mit wenig enorm viel. Ihr Album «Love To See You Dance» ist ein Paradebeispiel dafür, dass es eben nicht nur auf die Menge der gespielten Noten ankommt: Gleich wichtig für einen guten Groove sind die Spannung erzeugenden Momente dazwischen. Beiden Instrumenten gelingt es, eine knisternde Atmosphäre zu erzeugen, indem sie den riesigen freien Raum aus- und nicht über-nutzen.

Dunn und Wendling schlagen stilistisch den Bogen zurück zum Blues eines Sonny Boy Williamson, Jimmy Rogers, Charlie Musselwhite oder Slim Harpo und verstehen es, auch Klassikern wie «Rollin’ And Tumblin» und «Boogie Woogie (I May Be Wrong)» frisches Leben einzuhauchen. Ihre Eigenkompositionen tendieren in eine ähnliche Richtung, klingen offen und luftig. Keith Dunn verfügt über eine hervorragende Storyteller-Stimme und sein warmer, voller Harmonica-Sound lässt Erinnerungen an Big Walter «Shakey» Horton aufkommen. Klaas Wendling vermag mit seinem Bass-Spiel nicht nur den reinen Rhythmus zu tragen – seine Dynamik und seine Melodik bestimmen das Gesamt-Feeling dieses überragenden Albums.

Keith Dunn (harm, voc), Klaas Wendling (b, voc)

(CD, DL, www.timezone-records.com)