Bluesfestival Sierre 2015
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Richard Koechli: Dem Blues auf der Spur
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Gitarren- und Harpworkshop im März

Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: die gesamte zeitgenössische, westliche Musik ist aus dem Blues hervor gegangen. Die Geschichte des Blues ist also auch die Geschichte der modernen musikalischen Kultur und damit kein abgeschlossenes Kapitel, sondern lebendige Gegenwart. Nach wie vor wird aber Blues in weiten Kreisen nicht als eigenständige Form der musikalischen Kultur betrachtet, sondern irgendwo im Rotlichtmilieu verortet,  oder bestenfalls als Klagegesang der ehemals unterdrückten Afroamerikaner angesehen. Es gibt auch kaum einen Musikunterricht, in der die Geschichte des Blues behandelt wird, es sei denn, der Musiklehrer ist zufällig Bluesfan. Selbst in den USA, dem Herkunftsland des Blues ist es mit dem Wissen darum nicht weit her. Das Bluesfestival Baden hat sich von Anfang an der Aufgabe gewidmet, diese Defizite zu beseitigen. Workshops im Vorfeld des Festivals gehören ebenso dazu wie die Initiative «Blues Kidz»

Die Volkshochschule Wettingen hat in Zusammenarbeit mit dem Verein Bluesfestival Baden auch in diesem Jahr einen Workshop auf die Beine gestellt, der an drei Abenden die Geschichte des Blues musikalisch erarbeitet.  Für den Workshop konnten wieder die zwei renommierten Vertreter der Schweizer Bluesszene  als Kursleiter gewonnen werden, die den Workshop bereits im vorigen Jahr erfolgreich durchgeführt hatten: Walter Baumgartner und Patrik Schneider.

Ein nicht allzu ernster Test

Seit der erste Musiker jemals die Mundharmonika im Blues eingesetzt hat, gehört sie zu den Standardinstrumenten in dieser Musik. Klein, leicht und preisgünstig und dabei unerhört vielseitig, konnte jedermann sie sich leisten. Sie erfreut sich deshalb grosser Popularität auch bei Bluesfreunden, die gerne mit musizieren möchten und kein anderes Instrument spielen. Doch vor das Vergnügen haben die Götter bekanntlich den Schweiss gesetzt. Es gilt also zu lernen und zu üben in einer Harpschule. Das Angebot an Harpunterricht ist gross, alle uns bekannten Kurse in der Schweiz werden von erstklassigen Bluesharpern durchgeführt. Wir wollten wissen, wie es in so einem Kurs zu geht und wie einfach es wirklich ist, eine Mundharmonika zu spielen und haben einen Schnupperkurs besucht, den Jan Hartmannanbietet. Hier ist unser Bericht.

Das Jam Camp in Clarksdale ging zu Ende. Hier sind Marco Stefanis letzter Bericht und eine Betrachtung eines weiteren Teilnehmers, Hermann Andereggen zum Verlauf des Kurses. Ganz offensichtlich war der Kurs für Veranstalter und Teilnehmer ein Erfolg.

Den ganzen Tag werden wir auf unseren abendlichen Auftritt im Ground Zero Blues Club vorbereitet. Daddy Rich und seine Band führen durch den Abend. Fortgeschrittene Harp Spieler können sich schon am Nachmittag einschreiben und einen ganzen Song mit der Band spielen. Alle anderen haben die Möglichkeit am Abend 24 Takte zu spielen.

Das Prinzip der offenen Bühne fasziniert, auch lokale Musiker aus Clarksdale sind anwesend und haben sich in die Liste eingetragen. Aufgefallen ist uns eine lokale Sängerin: Mary „Action“Jackson. Wir treffen sie auch später im Red’s einem weiteren Juke Joint in Clarksdale an.

 


Nach einem intensiven Tag und vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken wartet spät noch ein musikalischer Leckerbissen auf uns: Jon Gindick, T.J. Klay, Cheryl Arena, Hash Brown und R.J. Harman spielen unplugged ihre neuesten Hits zum Teil einzeln als auch alle zusammen auf ihren Harps und Gitarren. «We all come back as music», Jons neuster Hit , hervorragend gespielt und gesungen!

Der Monat März ist eine angenehme Reisezeit im Mississippi Delta, die Nächte sind mild nicht zu feucht und die Temperaturen steigen langsam an. Zufrieden fallen wir ins Bett nachdem wir uns noch ein Lazy Magnolia Indian Summer Beer (the only beer brewed in Mississippi) kredenzt haben.

Frühmorgens weckt uns ein eigenartiges Geräusch, ein zweimotoriges Flugzeug kreist unentwegt über die Felder in minimaler Höhe und verursacht ein hässliches Geräusch. «Welcome to the United States of America» werden wir später aufgeklärt, es handelt sich um die tägliche Desinfizierung der Felder und Plantagen!


 

Richtig erkannt! Das Original Bluesmobil der Blues Brothers. Auf ihren Streifzügen durch die Schätze der Hopson Plantation haben unsere Harp Schüler es entdeckt. Weiter geht es also mit dem Blog unseres Marco Stefani.

Jon Gindick, Hash Brown, Cheryl, Arena, R.J. Harman, T.J. Clay, Adam Gussow, Lee Sanky, Brian Purdy, Guitar Mikey und Ralph Carter begrüssen uns 40 Bluesharp begeisterte Aficionados aus der ganzen Welt. Die Atmosphäre ist richtig locker und alle sind mit mindestens einer C-Harp bewaffnet.

Und schon wird gejammt. Hash und Ralph begleiten uns mit der Gitarre. Alle Teilnehmer zeigen ihr Können. Ganz erstaunlich wer was drauf hat. Es hat sehr viele die den Kurs schon zum zweiten oder sogar dritten Mal besuchen. Und alle sind begeistert.

Harmonica Jam Camp First Day

Im Camp angekommen. Weiter geht der Bericht unserer Deltapilger Marco und Hermann:

Vorbei an der berühmten Crossroad Highway 61 /41 fahren wir südlich Richtung Shackup Inn Hopson Plantation. Seit 3 Tagen sind wir zu Dritt, hat sich uns doch in Memphis Lynda Stirling eine weitere Jam Camperin aus Neuseeland angeschlossen.

Unsere Unterkünfte sind der Hammer. Kleine Holzhütten einfach jedoch liebevoll eingerichtet, jede Ecke erinnert uns an den Blues, wahrlich kein Luxus aber sauber. Auf den Terrassen (porches) vor den Shacks sitzen schon etliche Jam Campers und sie üben auf ihren Harps licks, bendings, tongue blocking und vieles mehr ein. Die ganze Hopson Plantation ist mit Bluesmusik eingenebelt.

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Diese Auszeichnungen haben wir erhalten:

SwissBluesAward2014 winner 150x160px

GermanBluesAward 2015 bluensnews.ch

 

 

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