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Richard Koechli: Dem Blues auf der Spur
Richard Koechli: Dem Blues auf der Spur
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Würdigung für Tampa Red

DerVergesseneKoenigDesBluesBuchCoverBereits in seinem Roman «Dem Blues auf den Fersen» hat Richard Koechli sein Talent als Geschichtenerzähler eindrücklich demonstriert. Nun hat er erneut zur Feder gegriffen. Seit mehr als einem Jahr arbeitet er an seinem neusten Buch, einer Biographie über Hudson Whittaker, besser bekannt als «Tampa Red». Unterstützt wird das Projekt mit einer Crowdfunding-Aktion. Erscheinen soll das Buch im Frühjahr 2017.

Reflektionen

BBKingSchwarzweiss resized2016 ist definitiv hier, und was das vergangene Jahr für den Blues gebracht hat, das wollen wir zum Jahresanfang nochmal Revue passieren lassen. Es gab gute und weniger gute Veröffentlichungen, Bücher zum Blues und leider auch einige Todesfälle zu beklagen.

Ein Reisebericht

Tanja Wirz ist Sängerin, Gitarristin und Journalistin. Sie spielt mit Rainer Wöffler im Duo The Red Hot Serenaders Blues und Jazz der 20er- und 30er-Jahre. 

Ende 2014 waren wir mit unserer Band auf einer kleinen Tournee in Wien, dank einem guten Freund, der sich in der dortigen Musikszene auskennt und uns eine Reihe von Gigs organisiert hat. Da ich nun schon zum dritten Mal musikalisch in Wien unterwegs war, hier eine Reihe von Tipps für Bluesfans, die eine Städtereise machen wollen, denn das lohnt sich allemal.

Wir durften mit den Red Hot Serenaders beim 50jährigen Bühnenjubiläum von Al Cook, dem Urvater der Wiener Bluesszene, als Gäste mit dabei sein. So hatten wir das Glück, eine ganze Menge der Wiener Blueser anzutreffen, mit ihnen zu plaudern und mit einigen davon auch zu jammen. Auch in der Schweiz bestens bekannt istErik Trauner, der seit 1977 mit seiner Mojo Blues Band unterwegs ist und auch hierzulande immer mal wieder anzutreffen ist. Derzeit hat Erik gerade ein Projekt mit einem grossen Bläsersatz im New Orleans-Stil, mit dem er auf der grossen Bühne im Metropol debütiert hat - ein alter Traum von ihm, wie er erzählt hat. Es ist zu hoffen, dass diese Formation noch ein paarmal zu hören sein wird. Vielleicht holt ihn gar jemand mit dem nötigen Gagen-Budget in die Schweiz damit? Das wäre sicher ein Blues-Fest vom Feinsten. Erik spielt aber auch immer mal wieder Solo oder in kleinen Formationen akustischen Blues und ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Da-dam oder Daaah-damm?

Die Rhythm Section ist derjenige Teil einer Band, dem häufig wenig Aufmerksamkeit zukommt. Die Instrumentalsolisten, der Sänger oder die Sängerin ziehen grössere Aufmerksamkeit auf sich als die Angehörigen der Rhythmusgruppe – in Blues- und Rockbands sind das zumeist Bass und Schlagzeug – und rücken damit auch stärker in den Fokus von Konzert- und Albumsrezensionen. Das ist allerdings völlig ungerechtfertigt, denn die Rhythm Section ist wesentlich für den Sound einer Band verantwortlich, indem sie den Groove und aufrecht erhält. Hier soll deshalb für einmal das Scheinwerferlicht auf diesen Teil der Band gerichtet werden, der erst mit der Afro-Amerikanischen Neuerfindung von Musik zu existieren begann: der Rhythmusabteilung.

Kompaktes Wissen in vier Videos

John Mayall wird gerne und zurecht als zentrale Figur für die Entwicklung des Blues in England und Europa bezeichnet. Daneben gab es aber auch Alexis Korner, dessen Verdienste vermutlich deshalb unterschätzt werden, weil er 1984 mit 56 Jahren leider viel zu früh verstorben ist. Immerhin wird er wie Mayall ebenfalls als «Vater des britischen Bluesoder «. . .des weissen Blues genannt». Bereits Anfangs der vierziger Jahre spielte er in der Band von Band von Chris Barber, der zwar als Jazzmusiker eingeordnet wird, jedoch für die Förderung des Blues in Europa ebenfalls eine wichtige Figur war. Diese Pioniere haben sich intensiv mit der Geschichte des Blues befasst.

Wunderbare Wirkung der Musik

Alle Musikliebhaber, besonders aber Bluesliebhaber wissen es sowieso: Musik kann wahre Wunder bewirken und ist in der Lage, enorme Gefühle auszulösen. Ein besonders eindrückliches Beispiel ist die Geschichte von Henry. Seit zehn Jahren war der ehemals lebenslustige und musikbegeisterte Senior bereits in einem Heim für Demenzkranke, versunken in der Isolation seiner Krankheit. Er war kaum ansprechbar und reagierte so gut wie gar nicht auf äussere Reize. Wird ihm Musik vorgespielt, taucht er aus den Tiefen seines Wesens plötzlich auf, erinnert sich daran, dass er gerne Cab Calloway gehört hatte und plaudert über die Wirkung der Musik. Sein sonst teilnahmsloser Ausdruck verändert sich und macht weit geöffneten, interessierten Augen Platz. Mit ausladenden Gesten antwortet er plötzlich auf Fragen. Anrührend und gleichzeitg erstaunlich, was die Musik bewirkt. Der Zustand verflüchtigt sich leider nach einiger Zeit. Immerhin meinen Fachleute, dass es womöglich eine Tür zu neuen Therapieformen öffnen könnte. Auf Youtube kann man sich die wunderbare Wandlung ansehen.

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Diese Auszeichnungen haben wir erhalten:

SwissBluesAward2014 winner 150x160px

GermanBluesAward 2015 bluensnews.ch

 

 

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