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Der amerikanischen Präsident äussert sich zum Blues! Anlässlich der Einführung des Konzerts im Weissen Haus hat sich der US-Präsident, der schliesslich ein Sohn Chicagos ist, dazu geäussert, welche Lehren der Blues für uns heute bereithalten kann. Die kurze und knappe Rede bringt die angesprochene Frage auf einen klaren Punkt, und dazu würdigt Barack Obama die Bedeutung des Blues für die Schwarze Musik des 20. Jahrhunderts.

Die Einführung von Präsident Obama zum Blueskonzert im Weissen Haus anlässlich des «Black History Month» lässt sich hier ansehen oder natürlich auf Youtube finden.

Der Text in Übersetzung lautet:

Danke! (Applaus.) Vielen Dank […] Gut zuerst möchte ich allen einen glücklichen Mardi Gras wünschen. Ich höre, dass Trombone Shorty einige [für den Mardi Gras in New Orleans typische] Bead-Ketten von New Orleans mitgebracht hat. Und ich sehe, dass einige Mitglieder unseres Kabinetts hier sind, einige Mitglieder des Kongresses und gewählte Funktionäre aus dem ganzen Land.

Eines der Dinge, wenn man Präsident ist […] ist das man an manchen Abenden, wenn man einen Spaziergang machen will oder ins Auto springen und eine Spritztour  unternehmen will, das nicht tun kann. Der Geheimdienst wird das nicht zulassen, und das ist frustrierend. An anderen Abenden kommen B.B. King und Mick Jagger zu Dir nach Hause, um ein Konzert zu spielen. Ich schätze also, das gleicht sich in etwa aus.

1941 reiste der Folklorist Alan Lomax durch den tiefen Süden und macht Aufnahmen von lokalen Musikern im Auftrag der Kongressbibliothek. In Stovall Mississippi, traf er den Gitarristen McKinley Morganfield, der auch bekannt war als Muddy Waters. Und Lomax sandte Muddy zwei Schallplatten ihrer Aufnahme zu, zusammen mit 20 Dollar. Später erinnerte sich Muddy, was er dann tat. Er sagte «Ich trug, die Schallplatten zur Ecke und legte in die Juke Box und spielte sie und spielte sie und sagte mir ‚Ich kann es schaffen‘.» In vielerlei Hinsicht ist dies die Geschichte des Blues.

Dieses ist Musik mit bescheidenen Anfängen — sie wurzelt in der Sklaverei und in der Rassentrennung, entstand in einer Gesellschaft, die Schwarze Amerikaner selten mit der Würde und dem Respekt behandelte, die sie verdienten. Der Blues vermittelt ein Zeugnis dieser harten Zeiten. Und wie so viele der Männer und der Frauen, die ihn sangen, lehnte es der Blues ab, sich durch die Umstände seiner Herkunft einschränken zu lassen. Die Musik wanderte nach Norden — vom Mississippi-Delta nach Memphis und weiter in meine Heimatstadt, Chicago.

Er trug dazu bei, die Grundlage für Rock-and-Roll, R&B und Hip-Hop zu schaffen. Er inspirierte Künstler und Publikum rund um die Welt. Und wie die Künstler heute Abend demonstrieren, findet der Blues weiterhin sein Publikum. Weil diese Musik etwas universelles anspricht. Niemand geht durchs Leben ohne Freude oder Schmerz, Triumph oder Sorge. Der Blues beinhaltet all dies, manchmal in nur einer Textzeile oder einer Note.

Nun, da wir den «Black History Month» begehen feiern, erinnert uns der Blues, dass wir zuvor schon durch schwerere Zeiten gekommen sind. Und deshalb bin ich stolz, diese Künstler heute hier zu haben. Nicht nur als Fan, sondern auch als der Präsident. Denn ihre Musik lehrt uns, dass wenn wir an Kreuzungen stehen, scheuen wir nicht vor unseren Problemen zurück. Wir machen sie zu unseren. Wir stellen uns ihnen. Wir gehen damit um. Wir singen über sie. Wir machen verwandeln sie in Kunst. Und während wir uns den Herausforderungen von heute stellen, stellen wir uns ein helleres Morgen vor und sagen dabei «Ich kann es schaffen», gerade so wie Muddy Waters es vor all den Jahren tat.

Hier noch der Text im Originalwortlaut.

Die Quelle ist das Weisse Haus:

Remarks by the President at "In Performance at the White House" Blues Event

THE PRESIDENT: Thank you! (Applause.) Thank you so much. Thank you. Thank you. Everybody, please have a seat. That sounded pretty good. (Laughter.) I might try that instead of ruffles and flourishes. (Laughter.)

Well, first of all, I want to wish everybody a happy Mardi Gras. I hear Trombone Shorty brought some beads up from New Orleans. And I see that we've got some members of our Cabinet here. We’ve got some members of Congress. And we have elected officials from all across the country.

One of the things about being President — I've talked about this before — is that some nights when you want to go out and just take a walk, clear your head, or jump into a car just to take a drive, you can’t do it. Secret Service won't let you. And that’s frustrating. But then there are other nights where B.B. King and Mick Jagger come over to your house to play for a concert. (Applause.) So I guess things even out a little bit. (Laughter.)

In 1941, the folklorist Alan Lomax travelled throughout the Deep South, recording local musicians on behalf of the Library of Congress. In Stovall, Mississippi, he met McKinley Morganfield, a guitar player who went by the nickname Muddy Waters. And Lomax sent Muddy two pressings from their sessions together, along with a check for $20.

Later in his life, Muddy recalled what happened next. He said, “I carried that record up to the corner and I put it on the jukebox. Just played it and played it, and said, I can do it. I can do it. In many ways, that right there is the story of the blues.

This is music with humble beginnings — roots in slavery and segregation, a society that rarely treated black Americans with the dignity and respect that they deserved. The blues bore witness to these hard times. And like so many of the men and women who sang them, the blues refused to be limited by the circumstances of their birth.

The music migrated north — from Mississippi Delta to Memphis to my hometown in Chicago. It helped lay the foundation for rock and roll, and R&B and hip-hop. It inspired artists and audiences around the world. And as tonight’s performers will demonstrate, the blues continue to draw a crowd. Because this music speaks to something universal. No one goes through life without both joy and pain, triumph and sorrow. The blues gets all of that, sometimes with just one lyric or one note.

And as we celebrate Black History Month, the blues reminds us that we’ve been through tougher times before — that’s why I’m proud to have these artists here — and not just as a fan, but also as the President. Because their music teaches us that when we find ourselves at a crossroads, we don’t shy away from our problems. We own them. We face up to them. We deal with them. We sing about them. We turn them into art. And even as we confront the challenges of today, we imagine a brighter tomorrow, saying, I can do it, just like Muddy Waters did all those years ago.

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