Jazz 'n' More
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Bellinzona Blues
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Groove Now
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Drei Abende und ein Tag, so lange dauert das Openair Festival im Walliser Winzerstädtchen in einem grosszügigen Areal mit prächtigem Alpenpanorama auf der einen und dem Rathaus auf der anderen Seite, das nachts spektakulär beleuchtet ist.

Die Konzerte finden auf der Hauptbühne statt und die kleinere Dorfbühne wird während der Umbaupausen bespielt. Klugerweise befindet sie sich im «Village», wo man sich verpflegen und CDs sowie allerlei Merchandising Artikel kaufen kann.

Das Lineup schliesst einiges an Gruppen ein, die hierzulande erst wenig bekannt sind. Insbesondere sind mehrere bekannte französische Bluesmusiker zu erleben. Wir stellen die wichtigsten Teilnehmer vor.

 

Donnerstag, 25. August 2011
ninaattal.jpgDie in Frankreich und Florida lebende mit Rockabilly- und Bluesmusikerin Jersey Julie stimmt mit ihrer Band das Festgelände auf der Dorfbühne ab 18.30h für die kommenden Auftritte ein. Nina Attal wird um 20.00h das Festival auf der Hauptbühne eröffnen. Die noch nicht mal zwanzig jährige französische Gitarristin und Sängerin hat in Frankreich am «Festival Blues sur Seine 2009» schon zahlreiche Preise abgeräumt. Sie trat am Grolsch Blues Festival in Schöppingen auf und wurde überwiegend positiv aufgenommen. Wir sind gespannt auf ihren Auftritt.

Website Nina Attal

philippemenard.jpgOne-Man Bands haben eine lange Tradition im Mississippi Delta. Erinnert sei hier an Jesse Fuller mit seinem San Francisco Bay Blues oder an Charles Isaiah Ross (Doctor Ross), dessen bekanntester Song Cat's Squirrel  unter anderem von Jethro Tull und Cream gecovert worden ist. In dieser Tradition spielt der französische Musiker Philippe Ménard. Er interpretiert Klassiker wie Robert Johnson, Big Bill Broonzy oder Gary Davis mit Gitarre, Schlagzeug, Harp und anderen Instrumenten und ist an diesem Abend  gleich zweimal zu erleben.

Website Philippe Ménard

morblusbandfoto.jpg Obwohl die italienische Band Morblus auch ausserhalb ihrer Heimat verdiente Anerkennung gefunden hat, ist sie in der Schweiz erst in den letzten beiden Jahren verschiedentlich aufgetreten. In Sierre trat Gründer und Bandleader Roberto Morbioli 2010 eher anonym auf, nachdem der Gitarrist der Sängerin Shakura S'Aida kurzfristig ausgefallen war und Morbioli einsprang. Dieses Jahr hat er nun seinen eigenen Act. Die Gruppe besteht aus Roberto Morbioli (Gitarre, Gesang), Daniele Scala (Keys), Stefano Dallaporta (Bass) und Diego Pozzan (Schlagzeug) Morbioli und Scala sind Gründungsmitglieder der Band aus Verona, die am 9. September ihr 20-jähriges Jubiläum feiert, Dallaporta und Pozzan sind seit drei Jahren dabei. Sie spielen klassischen Blues mit einem funkigen Touch und haben dabei ihren eigenen Sound entwickelt.

Website Morblus

JWJones.png JW Jones, das kanadische Ausnahmetalent hat in den letzten fünf Jahren zwei Preise gewonnen ( Maple Blues Award, 2005 in der Kategorie Electric Act Of The Year und Blues411 Award, 2010 als Best Male Vocalist, Best Guitarist und International Artist) und war seit 2000 achtzehn Mal nominiert. Unterdessen hat er sich auch hierzulande einen Namen erspielt war bereits einige Male in der Schweiz zu erleben. In der Westschweiz zuletzt am 5. Geneva Blues Summit 2010. Jones‘ Stärke liegt in der Kombination von Virtuosität, Musikalität und Stilsicherheit. So weiss er sich aus dem reich gedeckten Tisch an Spielweisen und Bluesstilen seine eigenen Gerichte zusammen zu stellen und serviert eine Show mit Blues, R&B, Jump Blues, Rock,  aber auch Soul- und Swingelementen. Seine Darbietung ist abwechslunsgreich und kraftvoll. Sein Gitarrenspiel voller reicher Phrasierungen und Einfälle. Dabei verzichtet er komplett auf elektronischen Firlefanz, sondern erzeugt alle Effekte mit den Fingern. Wir konnten nichts über das aktuelle Lineup in Erfahrung bringen, vermutlich wird Martin Régimbald am Bass zu erleben sein, Jeff Asselin für den Beat sorgen und Jesse Whiteley an der Orgel grooven.

Website JW Jones
JW Jones auf Youtube

Freitag, 26. August
rolandtchakounte.jpgWieder beginnt der Abend auf der Dorfbühne. Roland Tchakounté, ein Künstler aus Kamerun, der in Frankreich lebt, eröffnet mit Afro Blues. Er singt in «Bamiléké», seiner Muttersprache. Seine Musik ist eine Mischung aus afrikanischer Roots Musik und traditionellem Blues, hypnotisch, eigenwillig und kaum einzuordnen. Er erinnert am ehesten an Big Daddy Wilson, zuweilen an John Lee Hooker. Er wird begleitet von Mick Ravassat (Gitarre) und Mathias Bernheim (Schlagzeug)

Website Roland Tchakounté
Videos mit Roland Tchakounté

awek.jpgCognac Blues Passions Preis 2008, IBC Finalist 2008, Finalist an der 1. European Blues Challenge 2011, Band des Jahres 2004 in Frankreich, Beste CD 2005, ebenfalls in Frankreich. Die Rede ist von AWEK, einer Band aus Toulouse, die seit sechzehn Jahren spielt und in dieser Zeit 7 Alben heraus gebracht hat. AWEK sind: Bernard Sellam (Gitarre, Gesang), Stéphane Bertolino (Harmonika; Preisträger Bester Harper an der IBC 2011), Joël Ferron (Bass), Olivier Trebel (Schlagzeug). Sie spielen schnörkellosen Chicago Blues.

Website AWEK
">AWEK auf Youtube

karagrainer.jpg Zum ersten Mal in der Schweiz zu sehen ist die Australierin Kara Grainer. Sie wird allgemein für ihr Talent als Songschreiberin, Gitarristin und Sängerin von Publikum und Presse hoch gelobt. bluesnews.ch kennt sie noch nicht live. Ihre Aufnahmen klingen überzeugend, was die Qualität der Songs und die Interpretation angeht. Wir würden sie als Blues- und Countryrocksängerin einstufen, Soul klingt an und es gibt auch bluesige Momente, aber viele Stücke erscheinen mir persönlich zu zuckrig, zu nahe an beliebiger Popmusik. Die Videos lassen aber vermuten, dass sie live weniger poliert klingt. Wir sind jedenfalls gespannt.

Website Kara Grainer

PhilippFankhauser2.jpg Der Rest des Abends gehört die Hauptbühne Philipp Fankhauser. Er tritt ihn Sierre zum zweiten Mal auf. Was soll man ankündigen? Wo immer er auftritt, wird er begeistert erwartet. Es wird eine makellose Show abliefern und wir werden einmal mehr wissen, wieso er als bisher einziger Schweizer am Chicago Blues Festival gespielt hat. Und das Publikum will ihn nicht gehen lassen. Ich gestehe freimütig, ich gehöre zu den Fans und freue mich jedesmal auf seine Auftritte, die jedesmal ein Stückchen reifer und besser werden.

Website Philipp Fankhauser
Videos von Philipp Fankhauser

Samstag, 28. August
fiveblindboysofparrish.jpg The Five Blind Boys from The Parish nennt sich die Gruppe aus Raphael Pedroli (Schlagzeug), Napoleon Washington (Gitarre, Gesang) und Simon Gerber (Bass, Gesang) und gehört damit zu den grössten Trios der Blueswelt. Sie sagen über Ihre Musik: Sie ist im Blues, was Schwingen im Sport ist: Sie hat tiefe Wurzeln, es sieht einfach aus, bis Du es selbst versuchst. Jedenfalls sprühen die Jungs vor hintergründigem Ideen. Dazu eine Reissnagelstimme, die an Tom Waits erinnert. Originell.

Website The Five Blind Boys from The Parrish

janivamagness.jpgJaniva Magness ist hierzulande kaum bekannt, obwohl sie schon 2007 in Luzern aufgetreten ist. Dabei gilt die R&B-, Blues- und Soulsängerin als eine der zur Zeit besten in der Nachfolge der grossen weiblichen Bluesstimmen wie Koko Taylor oder Etta James. Sie hat auch durch einen Strauss von Preisen auf sich aufmerksam gemacht: Jim Croce Award for Outstanding Achievement in Rhythm and Blues, Blues Band of the Year in the Arizona publication's Critics Choice Awards, Blues Music Award For Contemporary Female Artist Of The Year (2006) und Blues Music Award For Contemporary Female Artist Of The Year (2007). Dazu kommen diverse Nominierungen: Blues Music Award For Contemporary Female Artist Of The Year (2004, 2005), Blues Music Award For Album of the Year (2007), Blues Music Award For Contemporary Blues Album of the Year (2007) beide für das Album: Do I Move You? und Blues Music Award - B.B. King Entertainer of the Year (2008) Bisher hat sie 8 CDs veröffentlicht. Die Sängerin aus Detroit bezeichnet eine Begegnung als siebzehnjährige mit Otis Rush als Inititialzündung für ihre Karriere als Bluessängerin. Sie spielt mit Jim Alfredson (Hammond b3, Piano), Gary Davenport (Bass), Matt Tecu (Schlagzeug) und Zach Zunis Gitarre). Sie betritt an diesem letzten Abend als erste die Hauptbühne.

Website Janiva Magness

deltar.jpg Vor vier Jahren gegründet wurde die Genfer Band deltaR mit Nicolas Roggli (Gitarre und Gesang), Gabriel Scotti (Bass) und Jean-Philippe Mercier (Schlagzeug). Ihr Name ist Programm, sie spielen erdigen, einfachen aber nicht simplen Blues und werden einen Hauch von Bayou ins Wallis bringen. Sie werden am Samstag gleich zweimal auf der Dorfbühne spielen.

Website deltaR

latvianbluesband.jpg Lettland ist nicht gerade berühmt für Blues. So kann sich eine Band auch ganz einfach ohne Verwechslungsgefahr Latvian Blues Band nennen. Seit 1997 spielen Janis "Bux" Bukovskis (Gitarre, Gesang), Reinis Ozolins (Bass), Artis Locmelis (Sax, Orgel, Piano), Nauris Strezs (Posaune) und Rolands "Rolx" Saulietis (Schlagzeug) zusammen. In dieser Zeit haben sie 7 CDs heraus gebracht, zwei davon sind Konzertmitschnitte. Die CD «unreal»  wurde von Duke Robillard produziert. Vielseitig spielen sie lowdown Blues, R&B oder rockige Songs, das meiste sind Eigenkompositionen. Inzwischen sind sie weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und akzeptiert. Duke Robillard, Bob Margolin, John Primer, Darrell Nulish und Tad Robinson haben mit ihnen gespielt und sich begeistert über die Band geäussert.

Website Latvian Blues Band
">Latvian Blues Band auf Youtube

statusquo.jpgSchliesslich der Aufhänger des Festivals. Wo am letzten Festival Canned Heat für nostalgische Gefühle für die 60+ Generation sorgte, setzt die Festivalleitung dieses mal auf Status Quo. Das Rock Urgestein aus London gehört zu den frühen Vertretern der «British Rock Invasion» der sechziger Jahre. Die Gründungsmitglieder Francis Rossi und Rick Parfitt stehen seither auf den Bühnen der Welt und haben in dieser Zeit nebst unzähligen Gigs fast dreissig Studioalben und mehrere Livealben heraus gebracht und davon über 130 Millionen verkauft. Besonders bekannt sind ihre Coverversionen von Rockin' All Over the World und In The Army Now. Die Band geht zwar kaum als Bluesband durch, wird aber bestimmt ein Publikumsmagnet sein.  Und zweifellos für gute Stimmung sorgen.

Website Status Quo
Status Quo auf Youtube

Alles in allem ein Festival, das uns einige wenig bekannte Musiker nahebringen wird und damit einen wichtigen Anspruch an ein gutes Festival erfüllt. Gut vertreten sind Bands aus Frankreich, wie es einem Westschweizer Bluesfestival  gut ansteht. . .

Sonntag, 29. August 2011
Der Sonntag ist so etwas wie ein Ausklingen. Bereits um 09.00 beginnt der Familientag mit grosser Bestuhlung vor der Hauptbühne, mit Karussell  und Zeichenwettbewerb für die Kinder. Keine schlechte Idee, den Nachwuchs schon früh für den Blues zu begeistern. Der Eintritt ist frei.

Um zehn Uhr beginnt dann eine ökumenische Feier mit Gospels, die von Mr. Cutfinger, einem Cigar Box Gitarristen, den beiden Sängerinnen Anyssia und Helene, sowie dem Harpisten Big Blowin‘ Blaze dargeboten werden.

davinaandthevagabonds.jpgKurz vor Mittag spielen Davina and The Vagabonds, die auch am letzten Festival dabei waren und vom Publikum geschätzt wurden. Die Vagabonds sind: Davina Sowers (Gesang, Piano, Ukulele), Michael Carvale (Gesang, Stehbass), Andy Artz (Gesang, Schlagzeug), Dan Eikmeier (Gesang, Trompete) und Ben Link (Gesang, Posaune). Die ungewöhnliche Instrumentierung resultiert in einem eigenen Sound, der einerseits etwas nach New Orleans Jazz klingt und doch ziemlich funky ist.

Website Davina and The Vagabonds
">Davina and The Vagabonds auf Youtube

Im Anschluss daran ist ein belgischer Musiker zu hören: Paul Ambach, alias Boogie Boy, ein Pianist, der Ray Charles covert. Boogie Boy ist 2000 am Montreux Jazz Festival aufgetreten.

Website Boogie Boy

Blues in School zeigt das Resultat der Aktivitäten, den Blues an den Schulen bekannt zu machen. Über 80 Kinder zwischen 7 und 11 Jahren 80 Schüler treten mit dem Walliser Sänger Paul Mac Bonvin auf. Schliesslich endet das Festival mit der Sierre Blues Band, die von Paul Mac Bonvin und Didier Chammartin zusammen gestellt wird. Mehr ist noch nicht bekannt, wir lassen uns überraschen.

 

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Kommende Gigs

19Apr
Fr 19 Apr, 2019
19:00h
Joel Stone

19Apr
Fr 19 Apr, 2019
20:30h
Edi Fenzl Band

20Apr
Sa 20 Apr, 2019
20:00h
Tedeschi Trucks Band

20Apr
Sa 20 Apr, 2019
20:30h
Superschurken

20Apr
Sa 20 Apr, 2019
21:00h
The Patrik Jansson Band (SUE)

24Apr
Mi 24 Apr, 2019
18:00h
Red Wine Serenaders

24Apr
Mi 24 Apr, 2019
19:00h
Gogo Fisler

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